Die großen 12 aus 2022

30. Januar 2023

Die großen 12 aus 2022

30. Januar 2023

Im Blog haben wir in diesem Jahr nicht gerade ausgesprochene Vielfalt anzubieten.

Lediglich zwei längere Reisen und ein paar kurze Trips. Da sollten sich die Großen 12 doch von ganz allein schreiben, oder? Von wegen! So schwer wie in diesem Jahr fiel es uns noch nie, Orte und Erlebnisse rauszuschmeißen, die wir in diesem Jahr ganz großartig fanden.

Zoutelande in den Niederlanden? Hatten wir schon mal in den Großen 12. Wird also rigoros von der Shortlist gestrichen, ebenso wie der verzauberte Loch Katrine oder die grandiosen Clachan Sands auf Uist in Schottland!

Dass wir trotzdem beim Schreiben ein wenig tricksen mussten, um bei den Großen 12 zu bleiben und nicht auf einmal die Famosen 24 vorzustellen, werdet ihr beim Lesen sicherlich merken.

Viel Spaß beim Lesen und Wegträumen an diese wunderbaren Orte. Auch dieses Jahr wieder als Countdown von 12 bis 1. Und ein Klick auf die jeweilige Überschrift bringt euch direkt zum entsprechenden Blogeintrag.


Hook Head

Hook Head

Was eigentlich nur als netter Übernachtungsplatz am Leuchtturm an der Südspitze Irlands geplant war, lässt uns am Folgetag lange nicht los. Zu schön ist es, der Brandung beim Hereinrollen zuzusehen und bei schönstem Frühlingswetter entlang der Klippen zu spazieren.


Kraniche beobachten in Linum

Linum

In Gedanken waren wir auf der Rückreise von Masuren schon ein wenig auf Heimat eingestellt und wollten die Reise mit ein paar netten Tagen in Brandenburg ausklingen lassen. Mit einem „Große 12“-würdigen Ort hatten wir wahrlich nicht mehr gerechnet.

Denn auf das Teichland Linum stießen wir nur durch Zufall. Es lag halt so schön in Autobahnnähe für den Rückweg. Dass wir dort auf einen Hotspot für Kranichbeobachter im Herbst stoßen würden, hat uns niemand gesagt.

Wir konnten ganz ungestört am Rande der Schutzzone übernachten und uns abends und morgens am Tröten der vorbeiziehenden Kranichzüge nicht satthören.


Rhossili Bay

Pferde Rhosili Bay

Wales hatte auf unserer Reise durch die britischen Inseln eine undankbare Rolle. Wir wollten auf dem Weg nach Irland und Schottland nur mal reinschnuppern in diesen Teil des Vereinigten Königreichs, den wir noch nicht kannten.

Aber spätestens an der Rhossili Bay war uns klar, dass ein erneuter Besuch in Wales Pflicht ist. Hier fanden wir schon alles, was uns an einer Landschaft begeistern kann: Endlosstrand, Weitsicht, Klippen. Was hier aber noch hinzukommt, sind die hübsch verzottelten Pferde, die am Abgrund friedlich grasen. Oder der Besuch auf der vorgelagerten Insel, der nur bei Ebbe möglich ist.


Sand Art

Sand Art

Die schönsten Erinnerungen sind ja oft die Zufallsfunde. Und zufälliger als an der Kilmurrin Cove kann man ein Reisehighlight kaum entdecken.

Wir waren eigentlich nur auf der Suche nach einem schönen Ort zum Frühstücken, den wir am Strand der Kilmurrin Cove auch fanden.

Aber wir waren neugierig, was die Handvoll Leute da am Strand machten, die mit Rechen Kreise in den Sand zogen. War das Naturschutz? Oder eine besonders raffinierte Muschelfangtechnik?

Auf das Naheliegendste kommen wir reichlich spät. Das ist einfach Kunst! Und sieht nach fortgeschrittener Arbeit immer toller aus. Wo könnte man also besser mit der Drohne rumfliegen, um das alles mal in der Totalen zu sehen?

Im Gespräch mit Sean Corcoran erfahre ich, dass er das schon seit Jahren macht und es immer wieder neu ist. Wer mehr davon sehen will: Hier lang!


Anglesey

Red Wharf Bay

Was als Durchfahrtsstation zur Fähre nach Irland gedacht war, entpuppt sich als kleine Entdeckung.

Am Leuchtturm von Penmon verbringen wir eine ungestörte Nacht am Steinstrand und erkunden mit der Penmon Prior eine kleine schnuckelige Kirche samt Taubenturm.

Noch spektakulärer ist dann der Endlosstrand in der Red Wharf Bay. Denn dieser erstreckt sich nicht nur kilometerlang in der Breite, sondern auch in der Tiefe. Wir gehen tatsächlich mehrere Kilometer bis wir schließlich am Meer ankommen! Noch viel unglaublicher wird es, wenn man weiß, dass an unserem Parkplatz Schilder vor der Flut warnen. Denn bei Flut ist der Strand dann auf einmal verschwunden…


Burren

Burren

Die Mondlandschaft des Burren ist wirklich einzigartig. Während es sonst auf der Emerald Isle Irland überall grünt und blüht, ist hier Grau die vorherrschende Farbe.

Aber langweilig ist es trotzdem nicht. Denn im Karstboden ist die Natur dann erstaunlich aktiv – aus jeder kleinen Ritze kommen Gräser und Blumen hervor. Ein wahres Fotoparadies!

Aber auch zum Wandern ist es herrlich. Wir genießen diese wirklich einzigartige Landschaft mit der besonderen Linienführung im Stein, die sie aussehen lässt, als wäre sie nicht von dieser Welt.


Ballyhiernan Bay

Ballyhiernan Bay

Eigentlich ist dieser Punkt der Großen 12 geschummelt. Denn es hätte ebenso gut auch einen der anderen Traumstrände im County Donegal treffen können.

Aber in der Ballyhiernan Bay kam für uns noch mal alles zusammen, was wir an den Stränden dort so lieben. Feinsandig mit klarem Wasser gehört hier ohnehin zur Grundausstattung. Auch, dass man den Strand nahezu für sich allein hat, ist in Donegal im Frühjahr kein Wunder (und wenn man dem englischen Pärchen Glauben schenkt, die hier seit Jahren hinkommen, ist es auch im Sommer nicht viel anders).

Hinzu kommt dann noch die breite Bucht, an der man lange Strandspaziergänge machen kann, Felsen, an denen sich die Wellen abarbeiten und an dem Tag, an dem wir dort waren, kam als Sahnehäubchen auch noch Traumfrühlingswetter hinzu. Aber wir sind uns sicher, dass wir es hier auch bei Dauerregen noch schön fänden.


Moyrus

Moyrus

Connemara haben wir von früheren Touren als meistens verregnet, wild, dramatisch, aber auch bedrückend karg kennengelernt. Dieses Mal haben wir das große Glück, diese Landschaft auch mal bei Sonnenschein zu betrachten.

Und Mann, was ist das für ein Unterschied!

In Moyrus fanden wir einen Übernachtungsplatz Deluxe. Am Ende des Weges zu einer Sandbucht, Friedhof und ein kleiner Pier in Sichtweite und vor allem eine überwältigend friedliche Stille, die wir hier erleben durften.

Aber auch der unglaublich abwechslungsreiche Wanderspaziergang entlang der Küste mit urigen Häusern, niedrigen Steinmauern und sogar Fleur de Sel am Rande der Algenfelder wird uns ewig in Erinnerung bleiben. Ein Sehnsuchtsort!


Essen in Schottland

Highland Chocolatier

Und schon wieder müssen wir schummeln.

Denn beim Zusammenstellen der Kandidaten für die Großen 12 gab es einfach zu viele kulinarische Highlights, an die wir uns erinnern und wo direkt das Wasser in den Mund schießt, wenn man nur daran zurückdenkt. Aber damit es nicht ganz zu pauschal wird, lassen wir hier das köstliche Seafood in Irland oder die beste Stroopwaffel, die wir außerhalb der Niederlande gegessen haben, einfach mal komplett außen vor.

Wir möchten vielmehr eine Lanze für Schottland als große kulinarische Entdeckung brechen. Wer bei Essen und Schottland immer noch als Erstes an fettigen Fisch, labberige Pommes und geschmacklose Erbsen denkt, macht nämlich einen großen Fehler. Denn wer hier kein vernünftiges Seafood bekommt, war einfach am falschen Ort.

Den meisten noch geläufig ist der Besuch einer Whisky-Destillerie. Habe ich auch gemacht und war von der Qualität der Führung und dem Geschmack des 18-jährigen Whiskys bei Glenlivet mehr als beeindruckt. Das war wirklich vom Feinsten und lohnt sich sehr.

Auch ein Restaurant mit hervorragendem Seafood mag in Schottland noch nicht so sehr überraschen. Wenn es aber so gelungen, so stilvoll und vor allem mit so einer Aussicht wie im Uig Sands geschieht, dann ist das wahrlich unvergesslich. Reservieren nicht vergessen!

Eine richtige Empfehlung und große Köstlichkeit waren dann die Haggis Bon Bons, die wir im Laroch Restaurant in Ballachulish serviert bekamen. Die typische schottische Spezialität Haggis (Schafinnereien mit Zwiebeln und Hafermehl) hört sich vielleicht nicht so appetitlich an, schmeckt aber hier zum Niederknien lecker. Was vielleicht daran liegt, dass der Koch einen Michelinstern hat und sein Handwerk versteht. Und die Whiskysauce so verdammt lecker war.

Wirklich abgefahren wird es dann aber in der Nähe von Aberfeldy mitten in den Highlands. Da gibt es beim Highland Chocolatier Iain Burnett nämlich eine Entdeckung, die wir ja sofort in Frankreich, vielleicht auch noch in Schweden, aber im Leben nicht in Schottland erwartet hätten: nichts weniger als die beste Schokolade der Welt! Zumindest stehen wir mit dieser Einschätzung nicht allein da, wenn man den ganzen Auszeichnungen glauben darf.

Ja, verglichen mit einer Milka aus dem Supermarkt ist es kostspielig. Aber eben auch: Ja, es macht sehr, sehr, sehr glücklich!


Kruttinnen

Kruttinna

Wenn man an einen Ort zurückkommt, weil er vor 13 Jahren schon so schön war, gehört er fast zwangsläufig in die Großen 12. Auf der Kruttinna (Krutynia) lässt es sich aber auch großartig paddeln!

Wir genießen das große Glück, bei bestem Herbstwetter das vielleicht schönste Teilstück des Flusses hinter Kruttinnen zu befahren. Die Zivilisation verschwindet hier schnell und man ist plötzlich allein mit der stillen Natur in den Wäldern und dem schilfbewachsenen Ufer.

Aber auch das Örtchen Kruttinnen mit seinen Restaurants ist uns ans Herz gewachsen. Eine kleine Warnung sei trotzdem ausgesprochen: In den Sommermonaten muss hier mächtigst der Bär steppen und von Stille und Frieden wird nicht viel übrig sein. Aber in der Nachsaison im September war es für uns herrlich ruhig hier.


Ring of Beara

Es gibt in Irland wahrlich viele schöne Ecken zu erkunden. Wir haben das große Glück, dass wir schon viele davon in der Vergangenheit besucht haben.

Aber während wir auf den berühmten und sehr touristischen „Ring of Kerry“ über die Iveragh-Halbinsel diesmal verzichten können, darf die südlich davon gelegene Halbinsel Beara auf unserer diesjährigen Tour durch Irland auf keinen Fall fehlen. Zu schön sind die Bilder, die wir von dort in Erinnerung haben.

Und wie schön ist es dann, dieser Erinnerungen aufzufrischen und festzustellen, dass es uns dort immer noch genauso gut gefällt wie damals.

Die Ausblicke aufs Meer, die abwechslungsreiche Küstenstraße und die netten kleinen Orte mit leckerem Essen vereinbaren wirklich alles auf sich, was wir an Irland lieben. Wir freuen uns jetzt schon auf die Wiederkehr!


Luskentyre Beach

Schon 2019 haben wir uns unsterblich in die schottischen Äußeren Hebriden verliebt. Diese Mischung aus rauem und kargem Hinterland und traumhaften Buchten und Stränden mit karibischen Farben trifft bei uns genau ins Schwarze.

Nachdem wir damals aus Zeitgründen auf die großen nördlichen Inseln Harris und Lewis verzichten mussten, konnten wir uns dieses Mal auch dort ausgiebig umsehen.

Es gibt wirklich ausgesprochen viele, ausgesprochen großartige Strände auf den Hebriden. Alle feinsandig, weitläufig und mit kristallklarem türkisfarbenem Meerwasser veredelt.

Luskentyre versammelt alle diese Eigenschaften in Perfektion auf sich. Zusätzlich gibt es noch die Bergketten von Harris und die vorgelagerten Inseln, die ein ganz fantastisches Rundumpanorama erzeugen.

Nimmt man dann noch die Bucht von Seilebost dazu, die bei Ebbe für eine absurd große Sandfläche sorgt, kommt das einer perfekten Küstenlandschaft schon ganz schön nahe.

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