Die großen 12 aus 2018

Auch 2018 hatte wieder jede Menge zu bieten – die Zahl der verlockenden Reiseziele ist einfach zu groß!

Und wir haben wieder ein paar Dinge von unserer Bucket-List erledigt, aber eben auch wieder völlig unverhoffte Orte und Gegenden gefunden, die wir vorher so noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Und auf eine Weise sind das dann sogar die noch größeren Schätze.

Vorhang auf für unsere Lieblingsziele aus dem Jahr 2018! In bewährter Manier als Countdown von 12 bis 1. Und ein Klick auf die jeweilige Überschrift bringt euch direkt zum Blogeintrag.

Aareschlucht

Bei der Schweiz denkt man sofort an Berge. Und das natürlich zurecht. Aber was natürlich genau so großartig ist, ist das, was das Wasser mit den Felsen veranstaltet. Denn wenn man ihm nur lange genug Zeit lässt, frisst es sich durch diese unzerstörbar scheinenden Felsmassen durch und schafft so ein Wunder wie die Aareschlucht.

An den spektakulärsten Stellen nur wenige Meter breit, aber dafür bis zu 200m tief. Und das ist dann genau so beeindruckend, wie es sich liest. Wenn das ganze dann noch schweizerisch-perfekt in Schuss gehalten und inszeniert wird, hat man ein absolutes Highlight vor sich.

Kleiner Pro-Tipp: Den Weg durch die Schlucht kann man von Osten oder Westen machen. Im Westen gibt es deutlich mehr Parkmöglichkeiten, aber der Weg vom Osteingang in Richtung Westen ist dramaturgisch sicherlich spannender. Zunächst noch vergleichsweise breit wird die Schlucht mit jedem Meter ein bisschen schmaler und wilder.

Grinsby

Grinsby haben wir schon 2015 entdeckt. Und seitdem haben wir es geschafft, diesen schnuckeligen Campingplatz am Stora Bör auf jeder Skandinavientour mit einzubauen. Einfach weil er so herrlich entspannt langweilig ist. Und das meinen wir im absolut positivsten Sinne!

Der Kracher sind dann aber die Abendstunden. Und wenn man, so wie wir in diesem Jahr, an einem lauschigen Sommerabend mit dem Kanu auf den See hinausfährt, kann man etwas absolut sensationelles erleben, was es so nicht all zu oft gibt: Absolute Stille! Also: ab-so-lut. Kein Gezwitscher, kein Summen und Brummen und erst recht nichts menschengemachtes. Ein Wahnsinnserlebnis!

Børsmose

Die dänische Nordseeküste ist mit feinen Stränden ja wahrlich gesegnet. Warum schafft es also der von Børsmose in unsere Großen 12?

Wahrscheinlich weil wir einfach das Glück hatten, in der sonnigen Nachpfingstwoche einen großzügigen Campingplatz direkt hinter den Dünen mehr oder weniger für uns alleine zu haben.

Nicht besonders aufregend, aber besonders entspannend. Mehr Seele baumeln lassen geht kaum!

Flower Fields

Eigentlich sehe ich mich ein bisschen dagegen an, eine kommerzielle Touristenattraktion in die Großen 12 aufzunehmen. Aber für die Flower Fields bei Carlsbad in Kalifornien mache ich dann doch gerne eine Ausnahme.

Denn sie sind halt nicht vergleichbar mit dem durchschnittlichen schön angelegtem Garten. Auf einem großzügigen Areal wie es das vielleicht nur den USA geben kann, blüht es auf Teufel komm raus. Es ist wirklich ein Overkill für die Sinne, diese ganze Farbenpracht auf dem großen Areal wahrzunehmen.

Und es hat schon einen Grund, warum man dort so viele von den unsäglichen Instagram-Influencergirls sehen kann: Es lassen sich einfach so schöne Fotos machen…

Hyppeln

Fast schon traditionell haben wir einen kleinen Ort in unserer Liste, der nicht in jedem Reiseführer als die Top-Attraktion verkauft wird. Uns ist er aber trotzdem ans Herz gewachsen.

Hyppeln ist eine Schäreninsel vor Göteborg. Natürlich mit den tollen kostenlosen gelben Fähren zu erreichen. Und dann vor allem: klein. Und dadurch gemütlich. Quasi der Inbegriff für unaufgeregtes Insulanerdasein. Und trotzdem mit allem, was man gerne so um sich hat. Hafen, Restaurant (angeblich mit der besten Fischsuppe der Welt, was wir aber leider noch nicht testen konnten), Klippen und Strand. Wir kommen definitiv wieder.

Müritz-Nationalpark

Ein ganz besonderes Fleckchen Erde in Deutschland. Denn hier darf sich die Natur nach ihren eigenen Regeln entwickeln. Vom Ziel, einen richtigen „Urwald“ in Deutschland zu schaffen, ist man zwar so weit entfernt, dass wir das nicht mehr erleben werden, aber es ist fast genau so aufregend, der Natur dabei zuzugucken, wie sie sich Stück für Stück von Monokultur und menschlichem Einfluss verabschiedet.

Und dass es dabei dann trotzdem noch tolle Rad- und Wanderwege gibt und abends die Kraniche trompetend zu ihren Schlafplätzen zurückkehren, macht den Reiz dieser Landschaft aus. Wir müssen auf jeden Fall wieder kommen!

Hardangerfjord

Den Begriff Hardanger verbindet man in Norwegen vielleicht eher mit der Hardangervidda. Jenem unwirtlichen, meist trüben Hochplateaufjell, auf dem nichts wächst.

Nun, der Hardangerfjord ist dazu praktisch das Gegenstück. Zwar auch gerne mal regnerisch-trüb (Norwegen halt…), aber dafür auch mit dem Obstgarten Norwegens gesegnet, durch den man an der Südseite des Fjords quasi mitten hindurchfährt.

Auch der „begehbare“ Wasserfall Steinsdalsfossen ist trotz der wirklich für norwegische Verhältnisse heftigeren touristischen Erschließung ein Muss.

Und wenn man dann noch das Glück hat, an einem der besonders schönen Parkplätze wie Hereiane zu übernachten und in ein ebenso friedliches wie spektakuläres Abendlicht getaucht zu sein, dann ist das Womoreiseglück perfekt.

Thuner See

Man muss die Schweizer einfach beneiden. So eine perfekt-idyllische Landschaft wie am Thuner See findet man vielleicht sonst nirgends.

Das fängt mit dem Klischee-Berg Niesen an, den jeder Dreijährige genau so malen würde. Und hört natürlich mit den anderen Bergketten rund ums Stockhorn, den Sigriswiler Grat oder den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau noch nicht auf. Denn der stille Star der Landfschaft sind die Wiesen an den Berghängen über dem See und die kleinen Dörfer, in denen man sich einfach wohl fühlen muss. Und Wandern fühlt sich in dieser Bilderbuchlandschaft nie anstrengend, sondern immer wie ein Privileg an.

Utladalen

Vielleicht könnte man einen Preis für möglichst viel Norwegenklischee auf engstem Raum vergeben. Dann wäre das Utladalen ein heißer Anwärter dafür. Und das Beste: Man kann/muss sie alle auf meistens einfachen Wegen erwandern.

Das tiefste Tal Norwegens ist umgeben von 50 Gipfeln, die alle über 2000m liegen, hat natürlich einen reißenden Fluss und mit dem Vettisfossen den höchsten unregulierten Wasserfall Norwegens zu bieten. Und zu den Fjorden und Gletschern ist es auch nicht weit. Ach ja, und die tolle Passstraße Tindevegen fängt natürlich auch hier an…

Alabama Hills

Man kann ja über die Filmstudios in Hollywood sagen, was man will, aber die wissen schon, was eine gute Location ist! Hunderte Hollywoodfilme wurden in dieser unwirklichen Kulisse aus Felsen und Arches vor dem Hintergrund der mächtigen Berge der Sierra gedreht.

Und man fühlt sich sofort selbst in den wilden Westen versetzt. Nur mit dem Vorteil, dass es unzählige Stellen gibt, wo man frei mit dem Womo stehen kann und dann trotz der Vielzahl von Besuchern in dieser Wildnis mehr oder weniger alleine ist.

Jostedal

Was haben wir für ein Glück gehabt!

Sicherlich ist das Jostedal mit seiner breiten, teilweise wild schäumenden Jostedøla schon ein Erlebnis für sich. Und auch die vielen Gletscher oder der mächtige Stausee Styggevatnet sind in jedem Fall eine Reise wert.

Was für uns aber der besondere Glücksfall war? Das Wetter! Bei strahlendem Sonnenschein ist der Nigardsbreen einfach die Wucht in Tüten und auch die anderen Gletscherzungen haben alle ihren jeweils eigenen Reiz.

Und wenn man dann noch den fantastischen Campingplatz in Gjerde als Basisstation zur Verfügung hat, mit der wirklich unfassbar freundlichen und deutsch sprechenden Astrid als Gastgeberin, kann es kaum besser laufen.

Joshua Tree-Nationalpark

Ein dicker Eintrag auf meiner Bucketlist, seit ich die großartigen Fotos von Anton Corbijn für U2s „The Joshua Tree“-Album lieben gelernt habe.

Und der Park ist dann in jeder Hinsicht noch besser als das, was man ohnehin schon von einem US-Nationalpark erwarten kann. Denn neben den wirklich unvergleichlich besonderen Bäumen ist die Landschaft hier der Star. Wüste und skurrile Felsformationen wechseln sich ab, so dass es nicht so schnell langweilig wird.

Aber das beste ist der vielleicht tollste Campingplatz der Welt. Zumindest für uns. Jumbo Rocks punktet nicht mit Animation (obwohl der abendliche Rangervortrag im Amphitheater lohnenswert ist). Und erst recht nicht mit Strom, Wasser, Duschen oder Dumpingstation.

Aber so liebevoll, wie dieser Campground in die umgebenden Felsen (die das Wort Jumbo wirklich verdienen!) integriert ist, das ist schon Weltklasse. Und wenn man dann nach einem Barbecue auf der Bank an seiner Feuerstelle sitzt, kann man mit dem Staunen über diese unfassbare Natur einfach nicht aufhören.

Pro-Tipp: Mindestens 2 Nächte buchen. Lange im Voraus! Denn ohne Reservierung kommen euch garantiert die Tränen, wenn ihr mit einem Womo an diesem Platz einfach vorbeiziehen müsst…

Die großen 12 aus 2017

Auch in diesem Jahr gibt es wieder unseren Jahresrückblick. Eine ereignisreiches und seeehr frankreichlastiges MoMo-Jahr geht zu Ende.

Hier also wie immer in bewährtem Countdown von 12-1 unsere Großen 12 aus 2017! Ein Klick auf die jeweilige Überschrift bringt euch zum entsprechenden Blogeintrag.

Lourdes

Dass sich Lourdes in unseren Top 12 finden würde, hätte ich mir vorher auch nicht ausmalen können. Denn eigentlich war es nicht mal auf unserer Agenda für diesen Sommer. Aber nach dem Schock mit dem Hagelunwetter in Torla und dem fluchtartigen Verlassen Spaniens war die unfassbar friedliche Atmosphäre beim Abendgebet an der Basilika ein gutes Kontrastprogramm zum dramatischen Beginn des Tages.

Dahner Felsenpfad (Pfalz)

Ich weiß nicht, wie häufig ich bei der Wanderung auf dem Felsenpfad „Wie toll ist das denn?“ vor mich hin gemurmelt habe. Denn eine solche Farbenpracht, noch dazu mit roten Sandsteinfelsen war so ein bisschen wie die Zusammenkunft vom kanadischen Indian Summer mit den Red Rocks aus dem Südwesten der USA im Kleinformat. Und das mehr oder minder vor der Haustür!

Plage de la Palue (Crozon)

Das nenne ich doch mal einen Strand! Riesig breit, riesig weit und kaum eine Menschenseele unterwegs. Und wir mit dem MoMo direkt oberhalb. Ein Luxusausblick auf den Pointe de Pen-Hir inklusive.

Mont St. Odile (Elsass)

Auch mal schön: Über den Wolken, aber ohne Flieger. Das hübsch angelegte Kloster bietet sicherlich bei klarer Sicht einen fantastischen Ausblick hinunter ins Tal. Wir fanden aber den Blick, für den das Wort „Wolkenmeer“ erfunden worden ist, fast noch besser. Schade, dass die Bilder das nur unzureichend wiedergeben können!

Pointe de Corsen (Bretagne)

Plage de Ruscumunoc

Kennt ihr das, dass man sich an einem Ort spontan und unerklärlicherweise wohl und zuhause fühlt? So ging uns das am etwas nördlich vom Pointe de Corsen gelegenen Strand. Und die Aussicht auf vorbeiziehende Delfine hat dann auch nicht geschadet.

Aiguèze (Ardeche)

In einer so trubeligen Gegend wie der Ardeche im Sommer noch einen friedlichen und vergleichsweise verschlafenen Ort zu finden, ist schon ein Glücksfall. Und wenn man vorher die Corniche entlang der Ardeche gefahren ist, kann man sich auf dem urigen, hoppeligen und schiefen Stellplatz oberhalb des Ortes niederlassen und die Eindrücke erst mal sacken lassen. Wunderbar!

Lac d’Oo (Pyrenäen)

Ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch. Eingerahmt von hohen Bergen und einen großen Wasserfall gibt’s zusätzlich auch noch zu bestaunen. Einziger Wermutstropfen: Der Aufstieg ist ganz schon steil. Zumindest, wenn man ihn im Hochsommer in der Mittagshitze macht. Nicht schlau, nicht nachmachen.

Point Sublime (Tarn)

Wieder mal verblüffend: Wir befinden uns in Südfrankreich, im Hochsommer, an einer der bekanntesten Attraktionen der Region. Aber als wir die (zum Glück!) auch schon nicht übermäßig frequentierte Talstraße entlang des Tarn Richtung Aussichtspunkt verlassen, haben wir ganz oben einen grandiosen Ausblick ins Tal nahezu für uns alleine. Und auch der Campingplatz hier oben ist unverständlicherweise nicht besonders frequentiert und in Folge dessen herrlich ruhig.

Baume-les-Messieurs (Jura)

Das Jura hatten wir für die Sommerreise gar nicht als Reiseziel auf dem Schirm. Aber wie das so ist, wenn man sich treiben lässt: Man findet die schönsten Plätze per Zufall. Und der Taleinschnitt mit dem pittoresken Ort, der mangels Beleuchtung von uns leider nicht besichtigten Grotte und dem einfachen, aber saugemütlichen Stellplatz am Bach, der durchs Tal plätschert, gehört zu den „Da müssen wir unbedingt wieder hin“-Orten.

Cordes-sur-ciel (Okzitanien)

Wir haben ja schon viele mittelalterliche Örtchen gesehen. Auch auf dem Berg gelegen. Auch abends. Aber die Stimmung in Cordes-sur-ciel war speziell. Die extrem steilen Rampen, die es hinaufgeht. Das mehrmalige „Jetzt sind wir aber oben – ach nee, doch nicht!“-Gefühl muss man einfach erlebt haben und lässt sich mit Worten schlecht beschreiben. Dass wir dann noch eine kostenlose Feuershow mit Herzblut dargeboten bekamen, war dann das Tüpfelchen auf dem i. Auch hier waren wir nicht das letzte Mal!

Puy Mary (Auvergne)

Die Auvergne hatten wir als „irgendwie lohnend“ auf dem Zettel. Wo man auf dem Heimweg mal Station machen kann. Dass es aber so super ist, hat uns keiner gesagt! Da war das nette, aber auch sehr touristische Salers nur der Auftakt für eine grandiose Tour mit tollen Aussichten und der Kletterpartie hinauf auf den Puy Mary, einen der vielen erloschenen Vulkane in der Gegend. Wir hatten eher Eifel erwartet, haben aber Schweiz bekommen. Merci!

Brignogan Plage (Bretagne)

Was ein toller Ort! Sicherlich auch wegen der tollen Fotogelegenheit bei einem spektakulären Sonnenuntergang ein Lieblingsort 2017. Aber auch der ganze Rest mit dem Lost Campingplatz, dem Freilichtmuseum in Meneham und dem Sentier Côtier entlang des Strandes mit seinen eigenwilligen Felsen stimmt einfach.

Die Großen 12 aus 2016

Das Reisejahr ist vorüber. Und mit ihm jede Menge Eindrücke, Erlebnisse und Landschaften. Wir haben jeden Tag unserer Reisen genossen und deutlich mehr als 12 schöne Tage oder Etappen erlebt. Es gibt aber doch immer diese besonderen Tage auf einer Reise, wo einfach alles stimmt oder an die man sich in der Rückschau aus den unterschiedlichsten Gründen besonders gerne erinnert.

Hier also die Ziele, die es uns besonders angetan haben und zu denen wir sicher noch einmal zurückkehren wollen. Alle die dort schon waren, werden verstehen, warum ein Ort in dieser Liste auftaucht. Und allen, die vielleicht noch eine Reise planen, seien diese Ziele dann besonders ans Herz gelegt. Ein Klick auf die jeweilige Überschrift bringt euch zum entsprechenden Blogeintrag. Und um die Spannung zu steigern, machen wir das ganze in guter Countdownmanier von 12-1. Viel Spaß beim Gucken und Lesen!

Peer-Gynt-Weg


Diese schöne Passstraße westlich von Lillehammer ist im Prinzip Norwegen im Kleinformat. Einsame unbefestigte Straße? Ja. Tolles Gipfelpanorama? Ja. Seen und Wasserfälle? Ja.

Im Detail gibt es das zwar alles irgendwo anders auch noch spektakulärer und noch beeindruckender. Aber es kann auch ganz gut sein, wenn man das ganze noch halbwegs mit seinen Sinnen erfassen kann und noch nicht erschlagen ist.

Sognefjellet

Die Norweger wissen schon, warum sie “Nationale Touristveger” angelegt haben. Weil es einfach Strecken gibt, auf denen man an jeder Haltebucht anhalten möchte, weil der Ausblick hier doch noch etwas schöner ist als der vor 2 Minuten… Kein Wunder, denn Täler, Wasserfälle, Gletscher, Seen und Fjell wechseln sich in immer neuen Kombinationen genial ab, so dass es einfach nicht langweilig werden will.

Côte de Granit Rose

Auf diesen Küstenabschnitt der Bretagne waren wir sehr gespannt. Und wurden nicht enttäuscht – man kann sich regelrecht in den Gesichtern, Gegenständen und Tieren verlieren, die man in den Gesteinsformationen zu erkennen glaubt. Zum Fotografieren ein Traum!

Den Streit, ob die Steine bei Ploumanac’h oder in Tregastel beeindruckender sind, möchten wir auch nicht entscheiden. Aber eines meiner Lieblingsbilder des Jahres stammt aus Tregastel…

Trollstigen

Eigentlich war der Trollstigen bei der Reiseplanung für uns nur ein kann-muss-aber-nicht. Ein totfotografiertes Ziel, dass jeder schon mal gesehen hat. Gut, dass wir uns anders entschieden haben!

Denn auch wenn man die Aussicht natürlich “kennt”: in echt ist es trotzdem beeindruckend. Und vor allem das Treiben auf der Straße zu beobachten ist wirklich spannend. Wie auf einer Modellanlage staut es sich mal hier mal da, um dann doch wieder irgendwann weiterzufließen. Faszinierend!

Und als Bonus kriegt man auf der Weiterfahrt im Meiadal tatsächlich frische Erdbeeren, die man dann am Fjord und beim Ausblick auf die winzig wirkenden Kreuzfahrtriesen verspeisen kann.

Rondane

Zwei Dinge werden wir immer mit dem Rondane verknüpfen: Die sich steil nach oben windende Serpentinenstraße, die wir gerne hinter dem Linienbus her gefahren sind und diese perfekte Radtour zum Rondvassbu. Denn obwohl man die gleiche Strecke hin und zurück fährt, ist das Erlebnis doch so, als würde man noch einmal eine komplett neue Landschaft erfahren.

Stensjö By/Hammarglo

Eigentlich nicht ganz fair, dass ich hier 2 Orte zu einem zusammenfasse. Da sie aber recht nah beieinander liegen und für uns quasi zu einem Reiseerlebnis gehören, nehme ich mir die Freiheit.

Wer ein Astrid-Lindgren-Schweden aus dem buchstäblichen Bilderbuch aber gänzlich ohne Trubel erleben will, muss (muss!) nach Stensjö Byn. Diese Siedlung aus vereinzelten roten Schwedenhäusern ist ein ehemaliges Dorf, dass pittoresker gar nicht angelegt werden könnte. Mehr Klischee und gleichzeitig mehr Authentizität geht nicht!
Und in Hammarglo hat man das ganze dann in der Naturvariante. Weiter Himmel, weiter See, himmlisch friedliche Abendstimmung. Auch hier gilt: Schwedischer geht’s nicht!

Molde

Molde als Stadt ist eigentlich nicht der Rede wert (wie eigentlich fast alle norwegischen Städte). Der Star ist die Landschaft. Und hier insbesondere der Aussichtspunkt Varden, weit oberhalb der Stadt.

Das Panorama, was sich einem hier auftut ist mit grandios eher unzureichend beschrieben. Und für uns war es einer der Orte, wo wir es mal wieder genossen, dass wir per Womo unterwegs sind. Denn als wir mittags dort waren, war uns klar, dass es das für den Rest des Tages gewesen ist. Und die sich durch das Licht ständig ändernde Landschaft hat uns für diese Entscheidung mehr als belohnt!

Öland

Es gibt so Orte, wo man sich quasi von Anfang an wohl fühlt. Öland gehört für uns dazu. Man hat sofort nach Überfahren der langen Brücke das Inselfeeling – von keinem Ort aus ist es wirklich weit bis zum Meer.

Die gechillte Atmosphäre ist überall auf der Insel zu spüren. Und wenn man dann mit netten Leute in Carlas Cafe-Scheune eine richtig gute Neil-Young-Coverband erleben darf, kann es viel besser nicht werden.

Wir kommen wieder, denn den Nordteil der Insel haben wir noch nicht einmal gesehen!

Aursjøvegen

Es sagt viel über unsere Top3, dass der Aursjøvegen es nicht unter die besten drei geschafft hat…

Denn auf dieser irrsinnigen Passstraße zum Stausee Osvatnet und hinunter ins Eikesdal haben wir wirklich alles gesehen, was Norwegen so unglaublich macht.

Und vor allem haben es buchstäblich erfahren. Auf der Fahrt mit dem MoMo durch Unwetter und den unbefestigten einspurigen Tunnel bei Steigungen und Gefällen jenseits des Normalen hat Annette einen Crashkurs in Coolness genommen und konnte bei allen Passfahrten, die danach kamen, nur noch mitleidig lächeln, wenn dem Gegenverkehr die nackte Angst ins Gesicht geschrieben war.

Isle de Bréhat

Gibt es eigentlich jemanden, der von dieser Insel wegfährt und nicht darüber nachdenkt, dass es eine richtig gute Idee ist, auf diesem Fleckchen Erde ein kleines Häuschen zu haben?

Zumindest ging es uns so. Die ganze Insel strahlt irgendwie Ruhe und Gelassenheit aus.

Hektik? Ach, lohnt sich nicht.

Schöne, adrette Häuschen mit netten Vorgärten? Gehören quasi zum guten Ton.

Das ganze verbunden mit der Großartigkeit der Felslandschaft rund um den Phare du Paon und dem Wechsel der Gezeiten macht es zu einem definitiven Ziel zum Wiederkommen.

Briksdalsbreen

Nach ein paar Wochen Norwegen denkt man ja, dass man schon alles gesehen habe. Und dann fährt man ins Oldental und ist sofort gefangen von der Farbe des Sees, den steilen Wänden und dem blaugrün schimmernden Gletscher.

Wenn dann noch eine tolle Strecke hinauf zum Briksdalsbreen mit fantastischen Aussichten, strahlendem Wetter und immer wieder diesem Gletscherblau hinzu kommt, hat man etwas erlebt, dass einen tief berührt.

Runde

Was soll man zu diesem traumhaften Erlebnis groß schreiben? Dass sich einfach alles zu einem grandiosen Naturerlebnis zusammengefügt hat? Mit atemberaubenden Aussichten, der steilsten Steigung beim Wandern, dem dramatischstem gerade-noch-nicht-schlechtem Wetter inklusive Regenbogen, einem majestätisch schwebenden Adler und natürlich vor allem den unfassbar fotogenen Papageientauchern, denen man wirklich so nah kommt, wie es in den Berichten beschrieben ist.

Bein manchen Platzierungen in diesen Top12 kann man sicher nochmal überlegen, ob sie nicht 1-10 Plätze höher oder tiefer eingeordnet sein müssten. Aber hierbei waren wir uns sofort und eindeutig einig. Und wenn wir mal eine Top10 des Jahrzehnts machen, stehen die Chancen auf den Spitzenplatz auch schon mal verdammt gut…