Die Großen 12 aus 2016
30. Dezember 2016

Das Reisejahr ist vorüber. Und mit ihm jede Menge Eindrücke, Erleb­nisse und Landschaften. Wir haben jeden Tag unserer Reisen genossen und deutlich mehr als 12 schöne Tage oder Etappen erlebt. Es gibt aber doch immer diese beson­deren Tage auf einer Reise, wo einfach alles stimmt oder an die man sich in der Rückschau aus den unter­schied­lichsten Gründen besonders gerne erinnert.

Hier also die Ziele, die es uns besonders angetan haben und zu denen wir sicher noch einmal zurück­kehren wollen. Alle die dort schon waren, werden verstehen, warum ein Ort in dieser Liste auftaucht. Und allen, die vielleicht noch eine Reise planen, seien diese Ziele dann besonders ans Herz gelegt. Ein Klick auf die jeweilige Überschrift bringt euch zum entspre­chenden Blogeintrag. Und um die Spannung zu steigern, machen wir das ganze in guter Count­down­manier von 12–1. Viel Spaß beim Gucken und Lesen!

Peer-Gynt-Weg


Diese schöne Passstraße westlich von Lille­hammer ist im Prinzip Norwegen im Klein­format. Einsame unbefes­tigte Straße? Ja. Tolles Gipfel­pan­orama? Ja. Seen und Wasser­fälle? Ja.

Im Detail gibt es das zwar alles irgendwo anders auch noch spekta­ku­lärer und noch beein­dru­ckender. Aber es kann auch ganz gut sein, wenn man das ganze noch halbwegs mit seinen Sinnen erfassen kann und noch nicht erschlagen ist.

Sognef­jellet

Die Norweger wissen schon, warum sie “Nationale Tourist­veger” angelegt haben. Weil es einfach Strecken gibt, auf denen man an jeder Halte­bucht anhalten möchte, weil der Ausblick hier doch noch etwas schöner ist als der vor 2 Minuten… Kein Wunder, denn Täler, Wasser­fälle, Gletscher, Seen und Fjell wechseln sich in immer neuen Kombi­na­tionen genial ab, so dass es einfach nicht langweilig werden will.

Côte de Granit Rose

Auf diesen Küsten­ab­schnitt der Bretagne waren wir sehr gespannt. Und wurden nicht enttäuscht — man kann sich regel­recht in den Gesichtern, Gegen­ständen und Tieren verlieren, die man in den Gesteins­for­ma­tionen zu erkennen glaubt. Zum Fotogra­fieren ein Traum!

Den Streit, ob die Steine bei Ploumanac’h oder in Tregastel beein­dru­ckender sind, möchten wir auch nicht entscheiden. Aber eines meiner Lieblings­bilder des Jahres stammt aus Tregastel…

Trollstigen

Eigentlich war der Trollstigen bei der Reise­planung für uns nur ein kann-muss-aber-nicht. Ein totfo­to­gra­fiertes Ziel, dass jeder schon mal gesehen hat. Gut, dass wir uns anders entschieden haben!

Denn auch wenn man die Aussicht natürlich “kennt”: in echt ist es trotzdem beein­dru­ckend. Und vor allem das Treiben auf der Straße zu beobachten ist wirklich spannend. Wie auf einer Modell­anlage staut es sich mal hier mal da, um dann doch wieder irgendwann weiter­zu­fließen. Faszi­nierend!

Und als Bonus kriegt man auf der Weiter­fahrt im Meiadal tatsächlich frische Erdbeeren, die man dann am Fjord und beim Ausblick auf die winzig wirkenden Kreuz­fahr­triesen verspeisen kann.

Rondane

Zwei Dinge werden wir immer mit dem Rondane verknüpfen: Die sich steil nach oben windende Serpen­ti­nen­straße, die wir gerne hinter dem Linienbus her gefahren sind und diese perfekte Radtour zum Rondvassbu. Denn obwohl man die gleiche Strecke hin und zurück fährt, ist das Erlebnis doch so, als würde man noch einmal eine komplett neue Landschaft erfahren.

Stensjö By/Hammarglo

Eigentlich nicht ganz fair, dass ich hier 2 Orte zu einem zusam­men­fasse. Da sie aber recht nah beiein­ander liegen und für uns quasi zu einem Reise­er­lebnis gehören, nehme ich mir die Freiheit.

Wer ein Astrid-Lindgren-Schweden aus dem buchstäb­lichen Bilderbuch aber gänzlich ohne Trubel erleben will, muss (muss!) nach Stensjö Byn. Diese Siedlung aus verein­zelten roten Schwe­den­häusern ist ein ehema­liges Dorf, dass pitto­resker gar nicht angelegt werden könnte. Mehr Klischee und gleich­zeitig mehr Authen­ti­zität geht nicht!
Und in Hammarglo hat man das ganze dann in der Natur­va­riante. Weiter Himmel, weiter See, himmlisch fried­liche Abend­stimmung. Auch hier gilt: Schwe­di­scher geht’s nicht!

Molde

Molde als Stadt ist eigentlich nicht der Rede wert (wie eigentlich fast alle norwe­gi­schen Städte). Der Star ist die Landschaft. Und hier insbe­sondere der Aussichts­punkt Varden, weit oberhalb der Stadt.

Das Panorama, was sich einem hier auftut ist mit grandios eher unzurei­chend beschrieben. Und für uns war es einer der Orte, wo wir es mal wieder genossen, dass wir per Womo unterwegs sind. Denn als wir mittags dort waren, war uns klar, dass es das für den Rest des Tages gewesen ist. Und die sich durch das Licht ständig ändernde Landschaft hat uns für diese Entscheidung mehr als belohnt!

Öland

Es gibt so Orte, wo man sich quasi von Anfang an wohl fühlt. Öland gehört für uns dazu. Man hat sofort nach Überfahren der langen Brücke das Insel­fe­eling — von keinem Ort aus ist es wirklich weit bis zum Meer.

Die gechillte Atmosphäre ist überall auf der Insel zu spüren. Und wenn man dann mit netten Leute in Carlas Cafe-Scheune eine richtig gute Neil-Young-Coverband erleben darf, kann es viel besser nicht werden.

Wir kommen wieder, denn den Nordteil der Insel haben wir noch nicht einmal gesehen!

Aursjø­vegen

Es sagt viel über unsere Top3, dass der Aursjø­vegen es nicht unter die besten drei geschafft hat…

Denn auf dieser irrsin­nigen Passstraße zum Stausee Osvatnet und hinunter ins Eikesdal haben wir wirklich alles gesehen, was Norwegen so unglaublich macht.

Und vor allem haben es buchstäblich erfahren. Auf der Fahrt mit dem MoMo durch Unwetter und den unbefes­tigten einspu­rigen Tunnel bei Steigungen und Gefällen jenseits des Normalen hat Annette einen Crashkurs in Coolness genommen und konnte bei allen Passfahrten, die danach kamen, nur noch mitleidig lächeln, wenn dem Gegen­verkehr die nackte Angst ins Gesicht geschrieben war.

Isle de Bréhat

Gibt es eigentlich jemanden, der von dieser Insel wegfährt und nicht darüber nachdenkt, dass es eine richtig gute Idee ist, auf diesem Fleckchen Erde ein kleines Häuschen zu haben?

Zumindest ging es uns so. Die ganze Insel strahlt irgendwie Ruhe und Gelas­senheit aus.

Hektik? Ach, lohnt sich nicht.

Schöne, adrette Häuschen mit netten Vorgärten? Gehören quasi zum guten Ton.

Das ganze verbunden mit der Großar­tigkeit der Felsland­schaft rund um den Phare du Paon und dem Wechsel der Gezeiten macht es zu einem defini­tiven Ziel zum Wieder­kommen.

Briks­dals­breen

Nach ein paar Wochen Norwegen denkt man ja, dass man schon alles gesehen habe. Und dann fährt man ins Oldental und ist sofort gefangen von der Farbe des Sees, den steilen Wänden und dem blaugrün schim­mernden Gletscher.

Wenn dann noch eine tolle Strecke hinauf zum Briks­dals­breen mit fantas­ti­schen Aussichten, strah­lendem Wetter und immer wieder diesem Gletscherblau hinzu kommt, hat man etwas erlebt, dass einen tief berührt.

Runde

Was soll man zu diesem traum­haften Erlebnis groß schreiben? Dass sich einfach alles zu einem grandiosen Natur­er­lebnis zusam­men­gefügt hat? Mit atembe­rau­benden Aussichten, der steilsten Steigung beim Wandern, dem drama­tischstem gerade-noch-nicht-schlechtem Wetter inklusive Regen­bogen, einem majes­tä­tisch schwe­benden Adler und natürlich vor allem den unfassbar fotogenen Papagei­en­tau­chern, denen man wirklich so nah kommt, wie es in den Berichten beschrieben ist.

Bein manchen Platzie­rungen in diesen Top12 kann man sicher nochmal überlegen, ob sie nicht 1–10 Plätze höher oder tiefer einge­ordnet sein müssten. Aber hierbei waren wir uns sofort und eindeutig einig. Und wenn wir mal eine Top10 des Jahrzehnts machen, stehen die Chancen auf den Spitzen­platz auch schon mal verdammt gut…

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