Hündchen und Märzenbecher
14. März 2017

Es geht wieder los!

Der Winter­schlaf ist beendet und das MoMo bereit zur Saison­er­öff­nung 2017. Nachdem in der Werkstatt die letzten Garan­tie­re­pa­ra­turen erledigt und Gas- und Dichtig­keits­prü­fung erledigt sind kommt pünkt­lich zum ersten Wegfahr­wo­chen­ende die Sonne raus — perfekt!

Sauerland

Wir sind mittler­weile schon echte Profis: Die für den Winter ausge­la­gerten Vorräte werden wieder einge­la­gert, Wasser aufge­füllt, Strom getankt und es kann losgehen. Eine Sache aber ist dann doch neu: Wir haben ein neues Crewmitglied!

Seit 2 Wochen ist Elli bei uns. Ein wuseliger 12 Wochen alter Mix aus Austra­lian Sheperd, Tibet-Terrier und Pudel. Und nun sind ja alle Babies grund­sätz­lich erst mal süß und liebens­wert, aber die Kleine erobert wirklich alle Herzen im Sturm.

Und da Annettes Credo ist, dass man den Hund in der Welpen-Prägungs­phase möglichst vielen neuen Situa­tionen aussetzen muss, gehört natür­lich auch das Wohnmo­bil­fahren dazu. Und auch wenn sie das alles sehr aufge­regt beäugt: Elli besteht auch diese Prüfung mit Bravour und ist ein aufge­regter, aber unanstren­gender Reise­be­gleiter. Da sind andere Leute mit Klein­kin­dern mehr gefordert…

Sauerland

Unser erstes Ziel des Jahres ist diesmal das Sauer­land. Nett in einer knappen Stunde zu errei­chen. Und dann gibt es dort noch eine kleine Beson­der­heit: In der Nähe des Ortes Herscheid gibt es den Herveler Bruch, der für die dort beson­ders üppig blühenden Märzen­be­cher berühmt ist. Für alle botani­schen Legasthe­niker wie mich: Das sind quasi Schnee­glöck­chen Deluxe. Also etwas üppiger und hübscher.

In Herscheid fahren wir den Stell­platz am Schwimmbad an. Es gibt dort extra 2 Stell­plätze für Womos. Wer  mag, hat sogar Strom und Wasser. Was nur leider nicht in der Beschrei­bung steht: Die Straße am Schwimmbad scheint auch ein beliebter Ausfahrort für die Dorfju­gend zu sein. Und so brümmelt immer mal wieder ein lautes Gefährt an uns vorbei. Naja, dafür ist der Platz ja auch graits und immer noch relativ zentral.

Denn wir wollen es uns am ersten Womo-Abend des Jahres gut gehen lassen und auswärts essen gehen. Also den Tripad­visor angeschmissen und erfreut festge­stellt, dass es ein sehr gut bewer­tetes gutbür­ger­li­ches Restau­rant im Ort gibt. Genau das, worauf wir Appetit haben. Die Ernüch­te­rung folgt dann vor Ort. Es ist eine kleine Zeitreise in die 80er. Sowohl was Mobiliar, Speise­karte (Schnitzel oder Schnitzel oder doch lieber Fleisch?) und das Essen angeht. Denn diese absurde Portion von 2 großen Schnit­zeln mit viel Fertig­soße und ein bisschen Kartof­fel­bei­lage und etwas Salat wäre in den 80ern wahrschein­lich voll trendy gewesen. Heute ist nicht nur mein Magen davon erschlagen…

Annette und Elli

Am nächsten Morgen brechen wir nach dem Frühstück Richtung Nordhelle zum Parkplatz am Märzen­be­cherweg auf. So ein Parkplatz direkt am Wegesan­fang ist ja vorbild­lich! Also packen wir alles zusammen, Annette funktio­niert den Rucksack zum Welpen­tra­ge­beutel um und es kann losgehen.

Die ersten Meter darf Elli natür­lich zu Fuß laufen, aber einen längeren Weg darf und sollte sie noch nicht machen. Das ist aber auch aufre­gend! Wo sind wir hier? Kommt ihr auch mit? Habt ihr das auch gesehen? Spielst du mit? Was macht Frauchen?

Sauerland

Wir haben also genug Unter­hal­tung mit der Kleinen, so dass uns gar nicht auffällt, dass es auf dem Märzen­be­cherweg verdächtig an Märzen­be­chern mangelt. Nicht mal verein­zelt kann man welche sehen. Und als wir dann Wanderer sprechen, die den Weg aus der anderen Richtung machen, schrillen die Alarm­glo­cken: Auch diese haben keinen einzigen gesehen! Hm. Also mal auf der Karte gecheckt und festge­stellt, dass der Herveler Bruch weit unter uns im Tal liegt. Wir machen uns also an den Abstieg und werden am Ende tatsäch­lich mit einem Märzen­be­cher­meer belohnt!

Sauerland

Sauerland

Zwar nicht so riesig und weit ausge­breitet wie es nach den Berichten und Fotos schien, aber immer noch schön genug, dass wir zufrieden mit unserer Wahl sein können.

Und während Annette sich um die Hunde kümmert, stürze ich mich mit der Kamera auf die Blümchen. Mein Plan von Hunde­fotos inmitten der Märzen­be­cher können wir aber zu den Akten legen. Der Unter­grund ist dermaßen morastig, dass daran nicht mal im Traum zu denken wäre…
Immerhin bieten sich nicht nur die Märzen­be­cher sondern auch die Hunde als Fotomo­dels an. Und das warme Sonnen­licht tut das seinige dazu. Spaß machts!

SauerlandSauerland

Sauerland
Sauerland

Auf dem Rückweg wird es uns dann auch noch mal so richtig lauschig warm. Denn den Weg, den wir zuvor hinunter gingen, ächzen wir jetzt wieder hinauf. Insbe­son­dere Annette mit der kleinen Elli im Rucksack ist da ganz schön gefordert.

Nach einer ausge­dehnten Mittags­pause im Womo geht es dann am frühen Nachmittag wieder gen Heimat. Denn so ganz gechillt ist es dann doch nicht, wenn alle naselang ein Motorrad oder Sport­wagen mit klein­ge­ni­ta­ligem Fahrer an einem vorbei­d­röhnt. Es hat halt nicht nur die Womo-Saison begonnen…

Und ein Mitbringsel aus dem Sauer­land habe ich mir auch noch mitge­bracht. Am Abend kratzt der Hals und am nächsten Morgen deutet alles darauf hin, dass ich den Winter doch nicht ohne Erkäl­tung hinter mich bringen werde. Argh!

Sauerland

1 Kommentar

  1. Hallo, ihr Lieben!

    Eure Ellis ist ja süß! Und auch Euer Blog in neuer Optik ist der Knaller. Ich freue mich durch Euren Blog Eure Womo-Abenteuer wieder miter­leben zu dürfen. Du schreibst immer so schön, Michael, und die Fotos sind traum­haft. Ich wünsche Euch Allzeit gute Fahrt.

    LG von Eurer Christiane

    Antworten

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