Graue Côte de Granit Rose

Heute ist Markttag in Tréguier. Also wollen wir den morgendlichen Einkauf in der Boulangerie mit einem Marktbesuch verbinden. Aber obwohl wir zur sehr zivilen Zeit von 8.30 Uhr dort sind, ist alles noch im Aufbau begriffen. Anscheinend machen die Franzosen es genau richtig und sind völlig zu Recht der Auffassung, dass niemand so früh schon so zurechnungsfähig ist, dass er weiß, was er auf dem Markt kaufen will. Denn wir stellen fest: Wir auch nicht… Also geht es nur mit den Backwaren zurück zum Frühstück ins MoMo. Übrigens hatten wir bei der Auswahl der Bäckerei die Qual der Wahl. Am zentralen Kirchplatz gibt es nämlich zwei. Wie also entscheiden? Ganz einfach: Nicht nach Optik, sondern genau wie bei Restaurants danach, wo die meisten Leute hingehen. Und so landen wir in der kleinen, unscheinbaren Boulangerie, wo es aber die üppigsten Croissants und die leckersten Zitronen-Tarteletts gibt. Mjam! Wer demnächst in Tréguier ist: Es ist von der Kirche aus gesehen die linke der beiden!

Wir starten heute ansonsten eher seeehr gemächlich in den Tag. Und staunen wieder mal über den Unterschied, den die Gezeiten hier ausmachen. So sah der „Fluß“ gestern bei unserer Ankunft aus:

Und so sah es heute Vormittag aus:

Unser Weg führt uns wieder zurück an die Küste. Als Highlight der Reise haben wir uns heute die Côte de Granit Rose bei Ploumanac’h aufgehoben. Der Plan ist es, einen Parkplatz in Ploumanac’h anzusteuern und dann den natürlich auch hier vorhandenen Zöllnerpfad entlang zu laufen, um die rosa Granitfelsen zu bestaunen.

Aber Pustekuchen: Auf der Aussichtskanzel über der Bucht von Perros-Guirec ist Womo-Parkverbot und ein sehr dringliches „Benutzen sie nur den offiziellen Parkplatz“ weist uns den Weg auf einen fußballfeldgroßen Parkplatz. Bis auf 2 Womos gähnend leer. Könnte es daran liegen, dass man am Parkautomaten ohnehin einen Strafzettel kassiert? Oder an dem happigen Preis von 6€ ohne Übernachtung?

Wir kaufen uns auf jeden Fall keinen Strafzettel sondern fahren weiter nach Tregastel, wo es zumindest schon mal einen Stellplatz für den gleichen Preis geben soll. Und, heißer Tipp von anderen Womofahrern: Am gegenüberliegenden SuperU gibt es kostenlose Stellplätze für Kunden. Auch über Nacht. Bingo!

Wir machen uns bei frischen Temperaturen auf den Küstenweg und das Meer ist mal wieder unterwegs. Also irgendwo anders, nicht hier bei uns. Aber irgendwie hat ja auch diese entwässerte Landschaft ihren Reiz.

Wir machen uns auf einen Trip, der, dramaturgisch geschickt aufgebaut, immer spektakulärere Felsformationen und Aussichten bietet. Und weil sich das in Worten nur schwer vermitteln lässt, gibt es diesmal wieder eine Bildergalerie mit ein paar Eindrücken von dieser schrägen Landschaft. Geradezu unglaublich, wie doll das bei Sonnenschein sein muss, wenn wir jetzt schon so begeistert sind! Wir kommen garantiert wieder.

Ziemlich erschöpft kommen wir am MoMo an, stärken uns mit unseren Patisserie-Feinbackwaren vom morgendlichen Bäckereibesuch und belohnen dann noch den SuperU für den feinen Stellplatz mit einem Einkauf von diversen Leckereien.

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