Graue Côte de Granit Rose
19. Oktober 2016

Heute ist Markttag in Tréguier. Also wollen wir den morgend­lichen Einkauf in der Boulan­gerie mit einem Markt­besuch verbinden. Aber obwohl wir zur sehr zivilen Zeit von 8.30 Uhr dort sind, ist alles noch im Aufbau begriffen. Anscheinend machen die Franzosen es genau richtig und sind völlig zu Recht der Auffassung, dass niemand so früh schon so zurech­nungs­fähig ist, dass er weiß, was er auf dem Markt kaufen will. Denn wir stellen fest: Wir auch nicht… Also geht es nur mit den Backwaren zurück zum Frühstück ins MoMo. Übrigens hatten wir bei der Auswahl der Bäckerei die Qual der Wahl. Am zentralen Kirch­platz gibt es nämlich zwei. Wie also entscheiden? Ganz einfach: Nicht nach Optik, sondern genau wie bei Restau­rants danach, wo die meisten Leute hingehen. Und so landen wir in der kleinen, unschein­baren Boulan­gerie, wo es aber die üppigsten Crois­sants und die leckersten Zitronen-Tarte­letts gibt. Mjam! Wer demnächst in Tréguier ist: Es ist von der Kirche aus gesehen die linke der beiden!

Wir starten heute ansonsten eher seeehr gemächlich in den Tag. Und staunen wieder mal über den Unter­schied, den die Gezeiten hier ausmachen. So sah der “Fluß” gestern bei unserer Ankunft aus:

Und so sah es heute Vormittag aus:

Unser Weg führt uns wieder zurück an die Küste. Als Highlight der Reise haben wir uns heute die Côte de Granit Rose bei Plouma­nac’h aufge­hoben. Der Plan ist es, einen Parkplatz in Plouma­nac’h anzusteuern und dann den natürlich auch hier vorhan­denen Zöllnerpfad entlang zu laufen, um die rosa Granit­felsen zu bestaunen.

Aber Puste­kuchen: Auf der Aussichts­kanzel über der Bucht von Perros-Guirec ist Womo-Parkverbot und ein sehr dring­liches “Benutzen sie nur den offizi­ellen Parkplatz” weist uns den Weg auf einen fußball­feld­großen Parkplatz. Bis auf 2 Womos gähnend leer. Könnte es daran liegen, dass man am Parkau­to­maten ohnehin einen Straf­zettel kassiert? Oder an dem happigen Preis von 6€ ohne Übernachtung?

Wir kaufen uns auf jeden Fall keinen Straf­zettel sondern fahren weiter nach Tregastel, wo es zumindest schon mal einen Stell­platz für den gleichen Preis geben soll. Und, heißer Tipp von anderen Womofahrern: Am gegen­über­lie­genden SuperU gibt es kostenlose Stell­plätze für Kunden. Auch über Nacht. Bingo!

Wir machen uns bei frischen Tempe­ra­turen auf den Küstenweg und das Meer ist mal wieder unterwegs. Also irgendwo anders, nicht hier bei uns. Aber irgendwie hat ja auch diese entwäs­serte Landschaft ihren Reiz.

Wir machen uns auf einen Trip, der, drama­tur­gisch geschickt aufgebaut, immer spekta­ku­lärere Felsfor­ma­tionen und Aussichten bietet. Geradezu unglaublich, wie doll das bei Sonnen­schein sein muss, wenn wir jetzt schon so begeistert sind! Wir kommen garan­tiert wieder.

Ziemlich erschöpft kommen wir am MoMo an, stärken uns mit unseren Patis­serie-Feinback­waren vom morgend­lichen Bäcke­rei­besuch und belohnen dann noch den SuperU für den feinen Stell­platz mit einem Einkauf von diversen Lecke­reien.

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