Back to the Fjord
3. August 2016

Das Wetter ist freund­licher, hurra! Zwar nicht so sonnig wie erhofft, aber auf jeden Fall kann man die Berggipfel entlang der Sognef­jellet-Straße sehen. Das ist schon mal deutlich mehr als wir gestern hatten.

Die Strecke ist wirklich so schön, wie wir sie uns nach all den Schil­de­rungen vorge­stellt haben. Das Schöne: Obwohl dies ja eine der heftig bewor­benen “Natio­nalen Tourist­veger” ist, haben wir die Strecke und die Landschaft nahezu für uns.

Es stehen zwar ab und zu an den Aussichts­punkten Autos und man begegnet hin und wieder Fahrzeugen. Aber zu keiner Zeit ist es auch nur annähernd überlaufen, stressig oder unangenehm.

Die Strecken­führung ist aber auch wirklich genial. Nach einer Kurve tut sich eine völlig neue Ansicht auf ein breites Tal auf. Links ein Gletscher, rechts ein See, vor einem das Fjell. Oder andersrum. Da lässt sich die Natur nicht lumpen.

Das Problem an dieser Strecke: Man möchte wirklich an jedem Aussichts­punkt anhalten, denn “So schön war das eben noch nicht, oder?” Wir schaffen es heldenhaft, eher an jedem dritten und vierten Aussichts­punkt stehen zu bleiben, auch wenn es schwer fällt.

Besonders angetan hat es uns die Passhöhe mit ihrem Blick auf gleich mehrere Gletscher. Und wie es unser Reise­glück will, kommt sogar zaghaft ein wenig blauer Himmel zum Vorschein.

Bei der Abfahrt stehen wir mal wieder an einer sensa­tio­nellen Aussicht und sehen vor uns den reilz­vollen Tinde­vegen an der anderen Talseite empor­klettern. Trotzdem entscheiden wir uns mit unserem mittler­weile zum Standardsatz gewor­denen Mantra “Beim nächsten Mal” für den Weg weiter hinab ins Tal. Hier wird die Strecke deutlich steiler. Und enger. Oder kommt uns das nur so vor?

Aber wie das hier nun mal immer so ist: Am Ende kommt ein Fjord. Und den fahren wir  entlang. Unterwegs mal ein kurzer Stop in Luster, wo wir eine der wirklich seltenen reinen Bäcke­reien entdecken. Total urig, mit brennendem Feuer im Ofen. Und mit leckeren Zimtschnecken, die wir uns selbst­ver­ständlich  nicht entgehen lassen.

Nach einem Shopping-Stop in Sogndal geht es dann auch schon in Richtung Stell­platz für die Nacht. Da wir uns noch die Option offen lassen wollen, ob es morgen mit der Fähre in den Næroyfjord geht oder ob wir übers Aurlandfjell fahren (immerhin beides absolute Topemp­feh­lungen) visieren wir einen Platz in der Nähe vom Fährort Kaupanger an.

Dort treffen wir es urig an. Das ganze nennt sich zwar Camping­platz, ist aber letzlich nur eine Wiese am Fjord. Aber die Lage ist top. Und der Preis mit 100NOK auch sehr zivil. Vor allem, und das ist der Clou für uns heute abend, weil Feuerholz für ein Lager­feuer inklusive ist.

Also geneh­migen wir uns einen Stell­platz mit Top-Deluxe-Fjord­blick, bauen Tisch und Stühle auf und bauen uns ein Lager­feuer. Und lecker Abend­essen an der frischen Luft mit Fjord: Mehr geht nun wirklich nicht!

Vassen­den­index

Sommer­wetter: 13,5

Pisswetter: 7,5

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