Back to the Fjord

Das Wetter ist freundlicher, hurra! Zwar nicht so sonnig wie erhofft, aber auf jeden Fall kann man die Berggipfel entlang der Sognefjellet-Straße sehen. Das ist schon mal deutlich mehr als wir gestern hatten.

Die Strecke ist wirklich so schön, wie wir sie uns nach all den Schilderungen vorgestellt haben. Das Schöne: Obwohl dies ja eine der heftig beworbenen „Nationalen Touristveger“ ist, haben wir die Strecke und die Landschaft nahezu für uns.

Es stehen zwar ab und zu an den Aussichtspunkten Autos und man begegnet hin und wieder Fahrzeugen. Aber zu keiner Zeit ist es auch nur annähernd überlaufen, stressig oder unangenehm.

Die Streckenführung ist aber auch wirklich genial. Nach einer Kurve tut sich eine völlig neue Ansicht auf ein breites Tal auf. Links ein Gletscher, rechts ein See, vor einem das Fjell. Oder andersrum. Da lässt sich die Natur nicht lumpen.

Das Problem an dieser Strecke: Man möchte wirklich an jedem Aussichtspunkt anhalten, denn „So schön war das eben noch nicht, oder?“ Wir schaffen es heldenhaft, eher an jedem dritten und vierten Aussichtspunkt stehen zu bleiben, auch wenn es schwer fällt.

Besonders angetan hat es uns die Passhöhe mit ihrem Blick auf gleich mehrere Gletscher. Und wie es unser Reiseglück will, kommt sogar zaghaft ein wenig blauer Himmel zum Vorschein.

Bei der Abfahrt stehen wir mal wieder an einer sensationellen Aussicht und sehen vor uns den reilzvollen Tindevegen an der anderen Talseite emporklettern. Trotzdem entscheiden wir uns mit unserem mittlerweile zum Standardsatz gewordenen Mantra „Beim nächsten Mal“ für den Weg weiter hinab ins Tal. Hier wird die Strecke deutlich steiler. Und enger. Oder kommt uns das nur so vor?

Aber wie das hier nun mal immer so ist: Am Ende kommt ein Fjord. Und den fahren wir  entlang. Unterwegs mal ein kurzer Stop in Luster, wo wir eine der wirklich seltenen reinen Bäckereien entdecken. Total urig, mit brennendem Feuer im Ofen. Und mit leckeren Zimtschnecken, die wir uns selbstverständlich  nicht entgehen lassen.

Nach einem Shopping-Stop in Sogndal geht es dann auch schon in Richtung Stellplatz für die Nacht. Da wir uns noch die Option offen lassen wollen, ob es morgen mit der Fähre in den Næroyfjord geht oder ob wir übers Aurlandfjell fahren (immerhin beides absolute Topempfehlungen) visieren wir einen Platz in der Nähe vom Fährort Kaupanger an.

Dort treffen wir es urig an. Das ganze nennt sich zwar Campingplatz, ist aber letzlich nur eine Wiese am Fjord. Aber die Lage ist top. Und der Preis mit 100NOK auch sehr zivil. Vor allem, und das ist der Clou für uns heute abend, weil Feuerholz für ein Lagerfeuer inklusive ist.

Also genehmigen wir uns einen Stellplatz mit Top-Deluxe-Fjordblick, bauen Tisch und Stühle auf und bauen uns ein Lagerfeuer. Und lecker Abendessen an der frischen Luft mit Fjord: Mehr geht nun wirklich nicht!

Vassendenindex

Sommerwetter: 13,5

Pisswetter: 7,5

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