Schwe­den­ro­mantik

11. August 2016

Nachdem wir uns in Västervik noch mal mit Einkaufen und Volltanken für die letzten Tage gerüstet haben, geht es wieder auf die E22. Wir fahren weiter Richtung Süden. Annette hat im Womoführer den Tipp entdeckt, einen Abste­cher nach Stensjö By zu machen. Ein eigent­lich vor Jahrzehnten verlas­senes Dorf, dass aber herge­richtet wurde und wieder bewirt­schaftet wird. Quasi als leben­diges Freilichtmuseum.

Als wir abbiegen und die rote Schot­ter­straße dorthin nehmen, sieht das ganze schon viel verspre­chend aus. Aber dass es dann so schön wird, hätten wir uns wirklich nicht vorstellen können!

Die Häuschen sind per Zufalls­prinzip auf dem Gelände verteilt. Alle sind falunrot gestri­chen und eins sieht toller aus als das andere. Und als Ensemble ist das wirklich unschlagbar schön. Schweden-Kitsch ohne kitschig zu sein.

Wir fotogra­fieren uns auf jeden Fall einen Wolf und spazieren die einge­rich­teten Wege mit dem Rinder- und Wellen­symbol ab. Dabei genießen wir wieder einmal, dass man so eine Attrak­tion (und das ist es für uns wirklich!) praktisch für sich alleine hat.

Gerne machen wir noch ein kleines Picknick auf den dafür vorge­se­henen reich­lich vorhan­denen Bänken. Annette serviert stilecht mit Tablett den frisch gekochten Kaffee samt Zimtschne­cken. Den verges­senen Löffel ersetzt sie kreativ mit einem Zweiglein…

Wir fahren weiter in Richtung Mönsterås in die Schären­re­gion gegen­über der Insel Öland. Hinter der Ortschaft Hammarglo finden wir einen Parkplatz, der nur ein paar Schritte von einer Bucht mit kleinem Sandstrand und Schwimm­steg entfernt ist.

Wir sind sofort verzau­bert vom Blick auf die kleinen Schären­in­sel­chen und der wirklich absoluten Ruhe und Stille die über dem Ort liegen.

Landschaft­lich sieht es viel mehr aus wie eine Seenland­schaft als eine Meeres­küste. Stört uns aber nicht sonder­lich. “Echtes” Meer haben wir noch früh genug…

Während Annette sich gegen die Kälte in Decken einge­mum­melt zum Lesen hinsetzt, nutze ich die Gelegen­heit, um in aller Ruhe zu fotografieren.

Aber irgend­wann ist es dann doch reich­lich frisch geworden, so dass wir uns zum Aufwärmen ins MoMo zurück­ziehen. Aber gestärkt mit einer leckeren Fisch­suppe, die Annette noch mit Sahne und Lachs verfei­nert, ziehen wir abends noch einmal los.

Per Rad oder per Pedes? Naja, die 2,5 Kilometer, die es laut Womoführer bis zum Ende der Straße sein sollen, könne wir als Abend­spa­zier­gang locker schaffen. Am Ende sind es 4km für eine Strecke…

Wir sind aber trotzdem völlig begeis­tert von der fried­li­chen Abend­stim­mung und dem auf einmal strah­lend blauen Himmel über uns. Könnte es sein, dass es morgen dann einfach mal sonnig wird…? Zunächst aber genießen wir einfach nur die fast schon kitschigen Farben die der Abend­himmel und das Meer uns zu bieten haben. Und erwähnte ich schon die Stille?

Glück­lich und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg und freuen uns dann über ein Gläschen Wein, ein Stück Schoko­lade und das Sichten der Bilder,

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