Cudillero

8. März 2024

Cudillero

Cudillero

8. März 2024

Wir sind ein wenig platt. Es ist wirklich schöne Sonnenaufgangsstimmung und der Playa As Catedrales ist nur 30 Minuten entfernt. Aber wir sind träge und genießen den Morgenhimmel hier am Stellplatz. Der Kathedralenstrand muss bis zum nächsten Mal warten, denn innerhalb der kommenden Stunde trübt sich der Himmel immer stärker ein und es fängt an zu schütten.

Kalter Regen

Es herrscht kein schönes Abschiedswetter, als wir Galicien verlassen und in Asturien ankommen. Regen, Wind und Kälte hatten wir in dieser Kombi für Anfang März in Spanien nicht mehr auf dem Zettel. Wieder was gelernt.

Wir beschließen, direkt nach Cudillero durchzufahren, da uns Julia gestern sehr die Fischsuppe dort empfohlen hat. Und Fischsuppe hatte ich hier in Nordspanien ja noch gar nicht!

Zunächst halten wir an einem Aussichtspunkt kurz bevor man steil in den Ort hinunterfährt. Und an dieser schroffen Küste gibt es jetzt eine Hafenstadt?

Wir parken problemlos auf dem großen Parkplatz am Hafen und sitzen den nächsten Regenschauer aus. Von hier aus kann man den Ortsanfang schon sehen. Das soll jetzt also dieser Ort sein, der ein wenig an die Cinque Terre in Italien erinnern soll?

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Sopa de Marisco

Bei Nieselregen stapfen wir los. Eher lustlos und vor allem von der Aussicht auf leckeres Essen angetrieben. Wir folgen Julias Empfehlung und betreten das eher unscheinbare La Parra am Ortseingang. Der freundliche Wirt öffnet uns eine Tür, die ins Obergeschoss führt. Wir sind dankbar, dass es hier etwas wärmer ist.

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Wir ordern Sopa de Marisco und einen Bacalao, die alsbald auf den Tisch kommen. Der Thunfisch, den Annette eigentlich haben wollte, war beim letzten Fang anscheinend nicht dabei, wie unsere Kellnerin bedauernd mitteilt. Soviel zum Thema fangfrisch!

Die Suppe ist dann in jeder Hinsicht ein Gewinn. Geschmacklich topp, den Preis wert und die Menge würde anderswo auch für Zwei durchgehen.

Cudillero

Was wir auch heute wieder sehr genießen: Die wirklich ausgesprochen freundliche, fast schon herzliche Bedienung, obwohl wir mit unseren Spanisch-Bröckchen wirklich mehr als unbeholfen sind. Da folgen wir auch gerne den Empfehlungen für den Nachtisch. Annettes Crema de Queso ist nämlich dann wirklich noch leckerer als versprochen. Strahlende Gesichter auf beiden Seiten als wir der Kellnerin zeigen, wie begeistert wir sind.

Stadtentdeckung

Zufrieden und satt wollen wir dann mal noch eben die Stadt weggucken. Eine Runde über den Platz drehen, Fotos machen, weiterfahren. Aber da haben wir die Rechnung ohne das plötzlich freundlichere Wetter und die fotogenen Ausblicke gemacht.

Cudillero

Denn überall führen kleine Straßen, winzige Gässchen oder endlose Treppenstufen in die Höhe. Man kann sich diesem Sog gar nicht entziehen: Noch bis zur nächsten Kurve gehen und gespannt sein, wie der Ausblick von dort wohl ist. Zufrieden grunzen, fotografieren und noch ein wenig höher dem ausgeschilderten Weg der Miradores folgen. Dies wiederholt sich so lange, bis wir plötzlich am Friedhof angekommen sind, der weit oberhalb des Ortes thront.

Cudillero
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Auf dem Abstieg am anderen Ende des Ortes entdecken wir einen kleinen Aussichtsturm, von dem man auch ganz vorzüglich auf den malerischen Leuchtturm blicken kann.

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Wir sind ganz begeistert von Cudillero. Wie das Ganze wohl aussieht, wenn hier im Sommer die Touristenscharen durchziehen?

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Playa de Xagó

Da das Wetter sehr durchwachsen bleibt, wollen wir noch ein wenig Strecke machen. Bei Aviles haben wir den Playa de Xagó ausfindig gemacht. Was uns aber niemand gesagt hat: Bis man dorthin kommt, muss man an wirklich hart hässlichen Industrieruinen und runtergekommenen Hafenanlagen vorbeifahren. Wir überlegen wirklich mehr als einmal, ob hier jetzt noch ein lohnenswerter Strand kommen könnte.

Auch hier finden wir das übliche Bild vor: Im Sommer scheint hier der Bär zu steppen. Jetzt: Totenstille. Lediglich eine Omi führt ihren Hund spazieren.

Das Meer tobt hier ganz schön und auch die Wellen sind beeindruckend. Der Strand ist bei der momentanen Flut aber kaum zu sehen und besteht vor allem aus Steinen. Was zunächst gar nicht mal so attraktiv aussieht, stellt sich aber als erfreuliche Abwechslung heraus. Zum einen sorgen die ins Meer zurücklaufenden Wellen für ein herrliches Geklacker, wenn die Steine mitgerissen werden. Aber vor allem gibt es viele unterschiedlich gefärbte und abgerundete Steine mit den unterschiedlichsten Strukturen. Die schönsten haben wir jetzt im MoMo…

Playa Arenal de Moris

Ein schöner Platz für die Nacht wäre der Playa de Xagó unserer Meinung nach aber nicht. Deshalb versuchen wir unser Glück lieber woanders.

Am Playa Arenal de Moris hinter Colunga finden wir einen Ort, den man auch nur jetzt in der Off-Season ansteuern kann. Denn am Chiringuito am Ende der Straße dürfte man normalerweise nicht stehen. Dort wird von einer Gruppe junger Leute eifrig renoviert. Sie versichern mir, dass zu dieser Zeit die Polizei nicht kontrollieren würde. Insofern haben wir ein feines Nachtlager gefunden.

Aufgrund der Flut ist der Strand gerade zweigeteilt: Ein Teil rechts, ein Teil links, denn unter dem MoMo ragen die Steine so weit ins Wasser, dass man äußerst nasse Füße bekäme.

Micha

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