Ganzweitwegmädchen

So komisch sind wir wirklich noch nie in einen Urlaub gestartet… Denn obwohl wir uns auf unseren Trip Richtung Nordspanien richtig vorfreuen konnten, ist die Stimmung in den letzten Tagen eher gedrückt. Nein, es ist nichts Schlimmes passiert. Eher im Gegenteil. Aber wenn auch das zweite Kind flügge wird und das Nest verlässt und mal eben für ein Jahr als Au Pair in die USA geht, ist das schon ein merkwürdiges, grummelig mitfreu-trauriges Gefühl.

img_4830Wie es der Zufall will, liegt der Abflugtermin passend zu unserem Losreisetermin. Also führt uns die erste Etappe nicht schon nach Frankreich, sondern nach Frankfurt. Genauer gesagt nach Dietzenbach, wo wir bei Sofies bester Freundin und deren Großeltern die letzte Nacht zusammen verbringen.

Und nachdem wir zu gottloser Zeit aufgestanden sind und die lange Schlange am Check-in hinter uns gelassen haben, heißt es wirklich Abschied nehmen. Noch mal drücken, Küsschen, Tränchen und dann bleiben wir zurück und unsere große Kleine bricht in ihr Abenteuer auf!

Für uns geht es dann aber mit sehr gedämpfter Stimmung erst mal weiter. In Gedanken sind wir immer noch ein bisschen in Frankfurt und versuchen uns mit dem Gedanken anzufreunden, dass wir bis auf Weiteres auch Zuhause nur noch zu zweit sein werden.

img_4835Aber so richtig Reisestimmung kommt bei uns nicht auf. Und da mein Knie mal wieder eine Pause haben möchte, beschließen wir, hinter Karlsruhe mal Richtung Schwarzwald abzubiegen. Und im Kurörtchen Gernsbach vertreten wir uns dann erst mal die Beine. Sommerlich heiß ist es hier!

Und da hier ein Stellplatz direkt am Flüsschen Murg zu finden ist und die gedrückte Stimmung eh nicht nach Weiterfahren und Entdeckungen machen verlangt, sind wir mal Musterschüler im Entschleunigen, beenden die Etappe, kaum das sie angefangen hat und lassen uns für den Rest des Tages hier nieder.

img_4839Unser Hobby für den Nachmittag: Mittels Flugzeug-App stalken wir Sofie auf dem Flug nach New York und sind quasi virtuell bei der Landung dabei. Faszinierende Technik!

Gernsbach1Und nachdem sichergestellt ist, dass mit dem Flug alles glatt gegangen ist, wird es uns doch ein wenig leichter ums Herz und wir feiern das mit einem ausgesprochen leckerem Eis in der örtlichen Eisdiele, gucken Leute und genießen eine etwas merkwürdige Atmosphäre zwischen gleichzeitig verschlafenem Nest und auffällig viel (und lautem) Verkehr.

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Nachdem wir uns anschließend im Biergarten mit den lokalen Gerstensäften vertraut gemacht haben, geht es zurück zum MoMo. Wir sind dann schon beglückt, dass die Innentemperatur von freundlichen 34° beim Wiederkommen auf nur noch 27° für die Nacht zurück gegangen ist. Wer hat eigentlich behauptet, dass man nach Spanien fahren muss, wenn man es warm haben will?

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