Ganzweit­weg­mädchen
17. Juli 2017

So komisch sind wir wirklich noch nie in einen Urlaub gestartet… Denn obwohl wir uns auf unseren Trip Richtung Nordspanien richtig vorfreuen konnten, ist die Stimmung in den letzten Tagen eher gedrückt. Nein, es ist nichts Schlimmes passiert. Eher im Gegenteil. Aber wenn auch das zweite Kind flügge wird und das Nest verlässt und mal eben für ein Jahr als Au Pair in die USA geht, ist das schon ein merkwür­diges, grummelig mitfreu-trauriges Gefühl.

img_4830Wie es der Zufall will, liegt der Abflug­termin passend zu unserem Losrei­se­termin. Also führt uns die erste Etappe nicht schon nach Frank­reich, sondern nach Frankfurt. Genauer gesagt nach Dietzenbach, wo wir bei Sofies bester Freundin und deren Großeltern die letzte Nacht zusammen verbringen.

Und nachdem wir zu gottloser Zeit aufge­standen sind und die lange Schlange am Check-in hinter uns gelassen haben, heißt es wirklich Abschied nehmen. Noch mal drücken, Küsschen, Tränchen und dann bleiben wir zurück und unsere große Kleine bricht in ihr Abenteuer auf!

Für uns geht es dann aber mit sehr gedämpfter Stimmung erst mal weiter. In Gedanken sind wir immer noch ein bisschen in Frankfurt und versuchen uns mit dem Gedanken anzufreunden, dass wir bis auf Weiteres auch Zuhause nur noch zu zweit sein werden.

img_4835Aber so richtig Reise­stimmung kommt bei uns nicht auf. Und da mein Knie mal wieder eine Pause haben möchte, beschließen wir, hinter Karlsruhe mal Richtung Schwarzwald abzubiegen. Und im Kurörtchen Gernsbach vertreten wir uns dann erst mal die Beine. Sommerlich heiß ist es hier!

Und da hier ein Stell­platz direkt am Flüsschen Murg zu finden ist und die gedrückte Stimmung eh nicht nach Weiter­fahren und Entde­ckungen machen verlangt, sind wir mal Muster­schüler im Entschleu­nigen, beenden die Etappe, kaum das sie angefangen hat und lassen uns für den Rest des Tages hier nieder.

img_4839Unser Hobby für den Nachmittag: Mittels Flugzeug-App stalken wir Sofie auf dem Flug nach New York und sind quasi virtuell bei der Landung dabei. Faszi­nie­rende Technik!

Gernsbach1Und nachdem sicher­ge­stellt ist, dass mit dem Flug alles glatt gegangen ist, wird es uns doch ein wenig leichter ums Herz und wir feiern das mit einem ausge­sprochen leckerem Eis in der örtlichen Eisdiele, gucken Leute und genießen eine etwas merkwürdige Atmosphäre zwischen gleich­zeitig verschla­fenem Nest und auffällig viel (und lautem) Verkehr.

Gernsbach2

img_4843

Nachdem wir uns anschließend im Biergarten mit den lokalen Gersten­säften vertraut gemacht haben, geht es zurück zum MoMo. Wir sind dann schon beglückt, dass die Innen­tem­pe­ratur von freund­lichen 34° beim Wieder­kommen auf nur noch 27° für die Nacht zurück gegangen ist. Wer hat eigentlich behauptet, dass man nach Spanien fahren muss, wenn man es warm haben will?

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