Besuch bei Merlin

9. Oktober 2021

Vom Wetter werden wir wirklich verwöhnt. Man kann wunderbar in der Sonne sitzen und es sich gut gehen lassen. Und da ich noch etwas zu arbeiten habe, verbinde ich das angenehme mit dem nützli­chen und kann meinen Auftrag bei strah­lendem Sonnen­schein erledigen. Ich habe schon unter schlech­teren Bedin­gungen gearbeitet!

Brocé­li­ande

Es ist dann schon Nachmittag, als wir endlich zu der Wande­rung aufbre­chen, die wir uns für heute überlegt haben. Wir sind hier in Saint-Malin-sur-Mel nämlich schon nah dran am Feenwald Brocé­li­ande, der in der Artus­sage Heimat der Fee Viviane und Sterbeort von Merlin, dem Zauberer, sein soll. 

Brocéliande

Nachdem wir eine Weile durch die eher unspek­ta­ku­läre, aber herrlich fried­liche Landschaft gelaufen sind, errei­chen wir einen Hohlweg, der uns in den Wald hinein­führt. Ein bisschen verwun­schene ist das hier schon. 

Brocéliande

Obwohl es schon spät am Nachmittag ist, kommen uns gelegent­lich immer noch Trüpp­chen von Merlin-Wald-Besuchern entgegen. Ich mag mir nicht vorstellen, wie voll es hier im Sommer sein wird.

Auf die Quelle der ewigen Jugend wird hier zwar mit einem hübschen Schild hinge­wiesen, gesehen haben wir sie aber nicht. Oder war das etwas das Rinnsal aus dem Elli getrunken hat? Dann hat es ja vielleicht wenigs­tens bei einem von uns was geholfen…

Brocéliande

Merlins Grab

Das Grab ist dann eher von der schlichten Sorte. Also, eigent­lich sind es eher zwei Felsbro­cken, auf denen diverse Blumen­gaben drapiert sind. Da muss man dann schon viel Fantasie mitbringen oder Feenwasser getrunken haben. Am besten wohl beides…

Brocéliande
Brocéliande

Da kann ich mir schon eher vorstellen, dass die Frau, die im Wald mit einem Schimmel an uns vorüber­zieht, in Wirklich­keit eine Fee ist, die einen Ritter verwun­schen hat und ihn jetzt in den Zauber­wald entführt.

Brocéliande

Herbst­li­cher Rückweg

Auf dem Heimweg riecht es schon nach Herbst. Wir gehen durch meter­hohe Maisfelder, die in Kürze abgeerntet werden. Auf manchen Feldern stehen dann auch nur noch ein paar traurige Maisstängel fotogen herum.

Maisfeld

Beson­ders fotogen finden wir dann noch den Bauern, der seine Katze mit dem Trecker spazieren fährt.

Bauer mit Katze

Unsere gut zweistün­dige Wande­rung ist dann am Ende perfekt geplant. Pünkt­lich zum Sonnen­un­ter­gang kehren wir zum MoMo zurück. An das frühe Einbre­chen der Dunkel­heit müssen wir uns erst noch gewöhnen. 

Maisfeld

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Der wilde Westen von Mull

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