Arrivée
9. April 2017

IMG_4001.jpgWider Erwarten haben wir auf diesem picke­pa­cke­vollen, riesigen Platz paradie­sisch geschlafen. Und als der Bäcker um halb zehn hupend über den Stell­platz fährt, haben wir das Frühstück schon beendet. Offen­sichtlich sind wir für franzö­sische Verhält­nisse immer noch reichlich früh unterwegs, denn auch an der Ver-/Entsorgung ist nur ein einziges Fahrzeug vor uns. Gut so, denn das Wasser­bunkern dauert seine Zeit!

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Unsere dritte Etappe soll uns heute dann wirklich in die Bretagne führen. Also werden heute die restlichen 400 Kilometer gefressen. Aber auch heute ist uns das Wetter wohl gesonnen, so dass wir bei strah­lendem Sonnen­schein entspannt cruisen können. Ich erkläre Annette zunächst für verrückt, dass sie schon Shorts anzieht, aber bei unserer ersten Pause werde ich eines Besseren belehrt: Meine Jeans fühlen sich auf einmal schrecklich unpassend warm an! Und im weiteren Verlauf des Tages erreichen wir statt­liche 25° — hier ist Sommer!IMG_4005.jpg

IMG_4002.jpgAls wir in Dol de Bretagne abbiegen, kommen dann schon fast Heimat­ge­fühle auf, weil wir hier ja schon im letzten Jahr zweimal waren. Heute geht es aber nicht zum Stell­platz, sondern zum Roche aux Fées im Forêt du Mesnil. Zu diesem Goßsteingrab führt ein kurzer Weg und wir stellen uns vor, wie lauschig das hier sein muss, wenn die Bäume rundum kräftiger belaubt sind. Aber mit dem frischen Frühlingsgrün hat das auch was.Finistère-003-Bearbeitet.jpg

Finistère-049.jpgVon hier führt uns der Weg nach Plestin-les-Grèves, welches an der Corniche de l’Armorique liegt. Wir nehmen also quasi den Faden wieder auf, den wir im letzten Herbst hier haben liegen lassen. Einen urigen Stell­platz finden wir oberhalb vom Plage de Porz Mellec. Und er wird uns sicherlich immer in Erinnerung bleiben. Weniger, weil er so spekta­kulär ist (eher nicht), sondern, weil Elli hier das erste Mal auf Sand und Meer trifft. Und es ist wirklich zu drollig, zu sehen, wie die Kleine Löcher in den Sand buddelt, sich in den Sand drückt und vorwärts robbt oder wilde Tobespiele mit Mia macht.Finistère-103.jpgFinistère-126.jpgFinistère-093.jpg
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Da die Bucht in nordöst­licher Richtung liegt, ist hier aber um 18 Uhr schnell die Sonne weg, so dass es doch empfindlich frisch wird. Hier am Meer ist nicht mehr viel von der Wärme des Tages übrig und man empfindet die 14° plötzlich als regel­recht kalt.

Wir ziehen uns also erst mal ins MoMo zurück und stellen zu allem Überfluss fest, dass wir den ganzen Tag über noch nicht wirklich viel gegessen haben: Hunger! Erst, nachdem wir uns gestärkt haben, machen wir uns dann noch einmal auf den altver­trauten Zöllnerpfad auf, der natürlich auch hier wieder an der Küste entlang führt. Wir genießen es, dass so weit im Westen der Sonnen­un­tergang erst um 21 Uhr ist — auch das fühlt sich nach Sommer an!

Finistère-171-Bearbeitet.jpgFinistère-181-Bearbeitet.jpgFinistère-180-Bearbeitet.jpg

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