Ostern in Camaret

16. April 2017

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Heute bewegen wir das MoMo nur wenige Kilometer weiter. Zum Stromtanken muss mal wieder ein Campingplatz her und da scheint  der Camping Municipal uns attraktiver als der Womo-Stellplatz.

Zumindest ist es hier deutlich leerer… Was sich auch mal wieder in der französischen Nonchalance zeigt, für eingeschränkte Services den vollen Preis zu nehmen. Hier ist es das Sanitärgebäude, bei dem man der Einfachheit halber die Herrenwaschräume geschlossen lässt und alle in die Damentoilette/-dusche schickt. Einer bei meinem Anblick dann doch verwunderten Frau werfe ich ein fragendes “Toilette unisex?” zu, was sie mit einem amüsierten “Bienvenue!” kontert. Geht doch!

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Wie es sich für einen Ostersonntag gehört, schmeissen wir uns in Schale und erkunden den Ort. Also, vielmehr die Promenade am Hafen, wo sich ein Restaurant an die nächste Crêperie an die nächste Bar reiht. Und eine Boulangerie finden wir auch noch, wo wir so gerade noch das letzte Brioche für unser Kaffetrinken kriegen können.

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In den hinteren Sträßchen und Gässchen gibt es jede Menge Ateliers und Galerien. Sieht alles sehr malerisch und atmosphärisch aus.

Wobei man aber auch sehr merkt: Eigentlich liegt der Ort immer noch im Winterschlaf – den Verkehr an der Promenade im Sommer mag ich mir nicht vorstellen!

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An einigen Restaurants hängt schon ein Schild “complet!” vor der Speisekarte. Als ich in einem empfohlenen Restaurant für den Abend einen Tisch reservieren möchte, weiß ich auch warum: Das bedeutet nämlich voll, ausgebucht, nix zu machen. Hm. Wir kriegen schließlich noch eine Reservierung für den Abend im Kraken an einem 8er-Tisch.
Den Nachmittag verbringen wir dann mal wieder faulenzenderweise auf dem Campingplatz. Im Hintergrund hört man von Zeit zu Zeit das Gejubel vom nahen Fußballplatz, wenn bei den Jugendspielen mal wieder ein Tor fällt. Ansonsten hat sich die Sonne wieder ein bisschen stärker durchgesetzt, so dass wir teilweise tatsächlich mal wieder im T-Shirt in der Sonne sitzen. Herrlich!

Abends kommt dann, was kommen muss: Wo gehen die ganzen Kids nach ihrem Fußballturnier hin? Natürlich auf den Campingplatz. Und wem gehören die 4 Zelte auf der anderen Seite der Hecke? Genau… Mal gucken, was das für die Nachtruhe bedeutet.

In der Abendsonne geht es noch mal eben zu den Alignements mégalithiques de Lagatjar. Zu deutsch: Hinkelsteine. Auch hier wieder tolle Steinklopse, aber leider nicht so scenic wie in Carnac oder im schwedischen Ales Stenar. Aber immerhin haben die Hunde noch mal ein Ründchen gemacht, denn in den Kraken dürfen sie leider nicht mit.

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Wir machen uns also einen schönen Abend zu zweit. Auch mal nett. Mit unserer Reservierung für 19 Uhr sind wir die ersten Gäste und können zugucken wie sich der Laden weiter füllt und auch jede Menge armer Tröpfe, die nicht reserviert haben und wieder weggeschickt werden.
Vom Preis-Leistungsverhältnis ist das ganze schon mal unschlagbar. Ein 3-Gänge-Menü für 16,50€ ist mal ne Ansage. Da machen wir uns mal einen leckeren Abend!

Als wir zum Campingplatz zurück kommen ist das erwartete Ich-kann-aber-lauter-als-du-kreischen schon im Gange. Was also tun? Simpel. Ins MoMo zurückziehen, Musik so laut aufdrehen, dass die Außenwelt verschwindet und Blog schreiben. Geht doch.

Dachte ich zumindest bis halb zwölf. Da sich bis dahin die Aktivitäten aber eher verstärken und erste Stadiongesänge angestimmt werden, stöpsele ich den Strom ab, werfe entnervt den Motor an und fahre zumindest ein Stück weit dem Lärm davon auf einen anderen Platz. Mal gucken, was die Nacht bringt…

 

1 Kommentar

  1. Glaube mich zu erinnern, dass wir letztes Jahr an unserem Hochzeitstag im selben Restaurant waren. Bin schon gespannt wie es weiter geht.

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