Nebelberg

Der Herbst kommt jetzt aber mächtig!

Draußen ist es üsselig und wir beschließen, das ganze erst mal auszusitzen. Buchstäblich. Denn in der kuscheligen Rundsitzgruppe lässt es sich gut leben. Wir fühlen uns schon langsam heimisch im neuen MoMo.

Erst gegen Mittag brechen wir auf und haben uns den Donnersberg als Zwischenziel ausgeguckt. Vielleicht ist der ja so hoch, dass wir wie in St. Odile im Elsass über die Wolken kommen und in der Sonne sitzen. Aber Pustekuchen. Ganz im Gegenteil landen wir oben erst so richtig in der Wolkensuppe. Und die anderen scheinen das alle geahnt zu haben – wir sind quasi alleine hier oben.

Aber da wir schon Mal da sind, beschließen wir, wenigstens ein bisschen die Umgebung zu erkunden. Direkt neben dem Parkplatz gibt es die Keltenmauer, die hier beispielhaft wiederhergestellt wurde. Gucken wir uns an, sind aber bei dem feuchten Wetter nur mäßig beeindruckt.

Der allwissende Pfälzer

Auf einmal ruft uns ein älterer Mann zu, dass wir doch mal rüber kommen sollen. Er ist rustikal gekleidet und passt irgendwie wie Pott auf Deckel an diesen Ort. Aber vor allem ist er sehr, sehr redefreudig. Wir erfahren alles, was es an Wissenswertem über die Umgebung zu erzählen gibt. Insbesondere das Uhrenmuseum in Rockenhausen legt er uns sehr ans Herz. Es stellt sich heraus, dass er die Hütte neben dem Ludwigsturm bewirtschaftet und auch den Schlüssel für den Turm hat. Wir könnten gerne hinaufgehen und ihm nachher eine Spende dalassen.

Wir steigen hinauf und sind beeindruckt. Nicht von der Aussicht, aber davon, wie wenig wir sehen. Denn wenn hier nicht die Aussichtstafeln anzeigen würden, was man sehen könnte, wenn die Sicht besser wäre, könnte man auch meinen, dass hier gar nichts besonderes ist. Immerhin ist die Wendeltreppe unser heutiges Fitnessprogramm.

Wieder unten angekommen geht der unermüdliche Redefluss unseres Pfälzers weiter. Denn er hat nicht nur viel Wissen über die Umgebung, sondern auch diverse Spezialitäten im Angebot. Neben dem obligatorischen Saumagen und Leberwurst auch noch diverse Honige, Biere, Würste und Schafskäse. Und wirklich zu jedem Produkt kriegen wir nicht nur die Empfehlung, dass es natürlich das weltbeste seiner Art sei, sondern auch detaillierte Infos zum Herstellungsprozess samt Hersteller. Wir fragen uns, ob er grundsätzlich so gesprächig ist, oder nur, weil wir nahezu die einzigen sind, die sich heute hier hoch verirren werden…

Friedhofsruhe

In Kallstadt soll es nicht nur viele Winzer an der Weinstraße geben, sondern auch einen kostenlosen Stellplatz am Friedhof. Der ist dann sogar besser als erwartet. Denn es ist ein von Bäumen umfasster Grasplatz, an dem wir einen schönen Platz an der Friedhofsmauer finden.

Abends gehen wir bei leichtem Nieselregen in den Ort und werden im alten Kelterhaus fündig. Die Schweinebäckchen in Rotweinsauce waren wirklich sensationell!

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