Nebel­berg
4. Oktober 2019

Der Herbst kommt jetzt aber mächtig!

Draußen ist es üsselig und wir beschließen, das ganze erst mal auszu­sitzen. Buchstäb­lich. Denn in der kusche­ligen Rundsitz­gruppe lässt es sich gut leben. Wir fühlen uns schon langsam heimisch im neuen MoMo.

Erst gegen Mittag brechen wir auf und haben uns den Donners­berg als Zwischen­ziel ausge­guckt. Vielleicht ist der ja so hoch, dass wir wie in St. Odile im Elsass über die Wolken kommen und in der Sonne sitzen. Aber Puste­ku­chen. Ganz im Gegen­teil landen wir oben erst so richtig in der Wolken­suppe. Und die anderen scheinen das alle geahnt zu haben — wir sind quasi alleine hier oben.

Aber da wir schon Mal da sind, beschließen wir, wenigs­tens ein bisschen die Umgebung zu erkunden. Direkt neben dem Parkplatz gibt es die Kelten­mauer, die hier beispiel­haft wieder­her­ge­stellt wurde. Gucken wir uns an, sind aber bei dem feuchten Wetter nur mäßig beeindruckt.

Der allwis­sende Pfälzer

Auf einmal ruft uns ein älterer Mann zu, dass wir doch mal rüber kommen sollen. Er ist rustikal gekleidet und passt irgendwie wie Pott auf Deckel an diesen Ort. Aber vor allem ist er sehr, sehr redefreudig. Wir erfahren alles, was es an Wissens­wertem über die Umgebung zu erzählen gibt. Insbe­son­dere das Uhren­mu­seum in Rocken­hausen legt er uns sehr ans Herz. Es stellt sich heraus, dass er die Hütte neben dem Ludwigs­turm bewirt­schaftet und auch den Schlüssel für den Turm hat. Wir könnten gerne hinauf­gehen und ihm nachher eine Spende dalassen.

Wir steigen hinauf und sind beein­druckt. Nicht von der Aussicht, aber davon, wie wenig wir sehen. Denn wenn hier nicht die Aussichts­ta­feln anzeigen würden, was man sehen könnte, wenn die Sicht besser wäre, könnte man auch meinen, dass hier gar nichts beson­deres ist. Immerhin ist die Wendel­treppe unser heutiges Fitnessprogramm.

Wieder unten angekommen geht der unermüd­liche Redefluss unseres Pfälzers weiter. Denn er hat nicht nur viel Wissen über die Umgebung, sondern auch diverse Spezia­li­täten im Angebot. Neben dem obliga­to­ri­schen Saumagen und Leber­wurst auch noch diverse Honige, Biere, Würste und Schafs­käse. Und wirklich zu jedem Produkt kriegen wir nicht nur die Empfeh­lung, dass es natür­lich das weltbeste seiner Art sei, sondern auch detail­lierte Infos zum Herstel­lungs­pro­zess samt Hersteller. Wir fragen uns, ob er grund­sätz­lich so gesprä­chig ist, oder nur, weil wir nahezu die einzigen sind, die sich heute hier hoch verirren werden…

Fried­hofs­ruhe

In Kallstadt soll es nicht nur viele Winzer an der Weinstraße geben, sondern auch einen kosten­losen Stell­platz am Friedhof. Der ist dann sogar besser als erwartet. Denn es ist ein von Bäumen umfasster Grasplatz, an dem wir einen schönen Platz an der Fried­hofs­mauer finden.

Abends gehen wir bei leichtem Niesel­regen in den Ort und werden im alten Kelter­haus fündig. Die Schwei­ne­bäck­chen in Rotwein­sauce waren wirklich sensationell!

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