Schären­liebe
7. August 2018

Wie erwartet verbringen wir in Grimsøy eine ruhige Nacht. Die anderen drei Womos, die hier stehen, sind Deutsche. Scheint ein Übernach­tungs­platz zu sein, der sich nur in Deutschland rumge­sprochen hat…

Nach unserem Frühstück (endlich mal wieder im Freien, endlich mal wieder am Meer!) tauschen wir noch ein bisschen Erfah­rungen mit den erfah­renen Schwe­den­fahrern Torsten und Cordula aus, die gerade erst am Anfang ihrer Reise sind. Ein paar tolle Tipps für unsere nächste Schwe­den­reise sind notiert!

So kommen wir erst Mittags los und sind nach ein paar Kilometern dann auch nicht nur gefühlt, sondern auch in echt in Schweden. Danke Norwegen, es war uns ein Vergnügen!

In Schweden wollen wir ein bisschen in Erinne­rungen schwelgen und steuern auf Fjäll­backa zu. Aber in Grebbestad bleiben wir im Sport­shopen hängen. Stellt euch einfach ein Sport­ge­schäft nach dem IKEA-Prinzip vor. Also riesig, mit Kinder­pa­radies und Fress­an­ge­boten im Eingangs­be­reich. Und eine feine Entsor­gungs­station für Wohnmobile haben sie auch noch im Angebot.

Nach den eher zweck­mä­ßigen Ortskernen in Norwegen (zumindest dort, wo wir waren) gefällt uns das rege Treiben in Grebbestad mit den weißen Häuschen und einla­denden Geschäften am Hafen schon deutlich besser. Aber Parken mit dem Womo ist eher schwierig, so dass wir diesmal durch­fahren und uns den Besuch für später aufheben.

Kurz vor Fjäll­backa fällt mir wieder das schöne Natur­re­servat Veddö ein, wo wir letztes Mal so eine tolle Rundwan­derung gemacht haben. Also biegen wir kurzent­schlossen ab und machen ein kleines Picknick auf den Schären­felsen und genießen es, am Meer zu sein. Für die Rundwan­derung reicht unsere Motivation heute nicht so ganz…

In Fjäll­backa parken wir auf einem der eher teuren, dafür aber leeren Bezahl­park­plätze. Wir wollen ja nur noch mal gucken und uns in der „Fiskaffär“ leckere Fisch­bu­letten und Lax-Nuggets fürs Abend­essen kaufen. Aber, oh weh, die Lax-Nuggets gibt es nur am Wochenende!

Wir planen also um.

Und unser Plan B ist jetzt nicht der aller­schlech­teste: Direkt am Ingrid-Bergmans-Torg, dem zentralen Platz am Hafen, gibt es das Café Skafferiet, wo auf der Terrasse schon ein Zweier­tisch auf uns wartet. Also gibt es Fisch­suppe für mich (lecker!) und gut belegtes Krabbenbrot für Annette.

Und ganz nebenbei kann man da auch ganz gut Leute gucken. Von sehr chic bis sehr geschmacklos bis Hipster kann man da alles bewundern. Nebenbei kriegen wir noch ein paar Liege­fahr­räder, einen schicken Oldtimer und die Band von Ebbot Lundberg zu sehen, die gerade etwas planlos ins Hotel einchecken. Sehr unter­haltsam.

Nachdem wir unsere Eindrücke von Fjäll­backa aufge­frischt haben, fahren wir zum großen Parkplatz etwas außerhalb, wo wir auch letztes Mal gestanden haben. Aber auch diesmal ist dieser Platz eher zweck­mäßig als schön. Ich checke also nochmal, ob es nicht etwas besseres geben könnte und sehe, dass in Hamburgsund durchaus die Möglichkeit besteht, auch frei zu stehen. Da es nur 9km sind, fahren wir einfach mal rüber. Der Platz am Hafen ist auf 12 Stunden beschränkt und auch etwas sehr schmal, aber der Platz neben dem Fußball­platz ist (bis auf eine leichte Schräge) ziemlich prima. Nehmen wir!

Und bei unserem Abend­spa­ziergang durch das nette Örtchen stoßen wir im Hafen auch noch auf die Pendel­fähre, die die vielleicht 100m hinüber auf die Insel Hamburgö überbrückt.

Und direkt daneben das einla­dende Harbour House, in dem Annette einen perfekten Platz mit 2 Liege­sesseln für uns entdeckt, so dass wir mit 2 Bierchen auch hier dem Treiben zugucken können. Herrlich relaxed!

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