Einfach immer dem Regen nach
11. August 2017

IMG_5223.jpgEs hat die Nacht über durch­ge­regnet und entspre­chend trostlos sieht es rund um uns herum aus. Durch den Regen fahren wir hinüber nach Aurillac und bummeln ein bisschen durch die Straßen.IMG_5224.jpgErkenntnis Nummer 1: Im Regen hat es jede Stadt schwer, zu punkten. Noch dazu, wenn es so viele halbver­fallene Bruch­buden im Zentrum gibt. Eine Schönheit wie Figeac ist diese Stadt auf jeden Fall nicht.

Erkenntnis Nummer 2: Es hat seinen Grund, dass Aurillac eine Hochburg der Regen­schirm­her­stellung ist. Immerhin haben sie aus der Not eine Tugend gemacht und eine hübsche Straßen­über­da­chung damit gezaubert.

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Erkenntnis Nummer 3: Es gibt nicht viele Städte, die einen Drive-in-Käsemarkt haben. Aurillac hat. Und wir kaufen dort etwas, was wir so auch noch nicht gesehen haben.
Ein Bourriol scheint ein zusam­men­ge­wi­ckeltes Crepe mit Füllung zu sein. Sieht gut aus und wir kaufen uns auf Verdacht mal ein paar für das Abend­essen.IMG_5242.jpgIMG_5241.jpgErkenntnis Nummer 4: Für so eine große Stadt hat Aurillac ganz schön bescheidene Supermärkte.
Der Leclerc hat eine Höhen­be­grenzung von 3m und beim Inter­marche steht keine Begrenzung dran, ist aber definitiv weit unter 4m. Da probieren wir unser Glück dann auch gar nicht erst.

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Wir fahren lieber in Richtung Norden in die Vulkan­berge der Auvergne. Einziger Nachteil: Während in Aurillac bei der Abfahrt die Sonne scheint, fahren wir nördlich in eine schwarze Wand hinein. Und als wir beim Carrefour in Jussac schließlich zum Einkaufen anhalten schüttet es wieder.Auvergne-005.jpg

Auvergne-004.jpgNach dem Einkauf das selbe Spiel, wir fahren bei strah­lendem Sonnen­schein los und fahren bei grandiosem Licht wieder Richtung Regen. Positiver Neben­effekt: Wir sehen den flachesten Regen­bogen, den man sich vorstellen kann.Auvergne-008.jpg

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Auvergne-006.jpgDie Landschaft wird nun zunehmend hügeliger und ist irgendwie eine Mischung aus Eifel und Schweizer Voralpen. Und ein bisschen Irland ist wegen der Stein­mauern, dem satten Grün und dem Regen auch noch mit drin. Uns gefällt es — vor allem mit der Aussicht auf strah­lenden Sonnen­schein für morgen, wie es der Wetter­be­richt ankündigt.Auvergne-009.jpg
Unser Tagesziel ist Salers, ein attrak­tives Städtchen. Wir haben uns bei France Passion eine Fromagerie ausge­guckt, die in der Nähe liegt. Als wir dort ankommen, sind aber alle matsch­freien Plätze schon von Wohnmo­bilen belegt. Stört uns jetzt gar nicht mal so sehr, da wir mit dem Camping Municipal schon eine Backu­p­lösung in der Hinterhand haben.

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Da die Fromagerie aber zur Käseprobe einlädt, gehen wir hinein und befinden uns in einem merkwürdig überdi­men­sio­niertem und leeren Raum, in dem nicht viel steht. Auch eine Käsetheke gibt es nicht. Statt­dessen einen Ausblick in die Reife­kammer, wo die riesigen Käselaibe vor sich hin reifen. Der Käsemeister, der irgendwie auch aus einem Asterixheft stammen könnte, begrüßt uns zwar mit Handschlag, ist ansonsten aber eher unkom­mu­ni­kativ. Nach einer sehr leckeren Probe bestelle ich eine „Tranche“ und wir bekommen eine mehr als ordent­liche Portion vom Laib abgeschnitten. Ein richtiger Käse-Oschi! Kommt auf dem Bild nicht so rüber, ist aber richtig groß und schwer.

Wir fahren schließlich weiter zum Camping­platz und erleben dort einen ausge­sprochen herzlichen Empfang, bei dem ich für mein mehr als bruch­stück­haftes Franzö­sisch gelobt werde und wir uns einen Platz auf der sehr schönen Anlage aussuchen dürfen. Und das ganze für einen sehr zivilen Preis. Sagte ich schon, dass es einfach Spaß macht, in Frank­reich mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein?IMG_5245.jpg

Den Rest des Abends verbringen wir dann doch lieber gemütlich im MoMo anstatt uns Salers im Regen anzugucken. Das heben wir uns dann lieber für morgen auf, da wir vom Camping­platz sogar einen Gutschein für kosten­loses Parken unten im Ort bekommen. Super!

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