Tolles Tal mit ohne Grotte
21. Juli 2017

Was ein schöner Übernach­tungs­platz! Auf dem Parkplatz am Ende des Tales war es himmlisch ruhig und wir haben geschlafen wie in Abrahams Schoß.

Und da wir uns für heute morgen die Höhlen­be­sich­tigung vorge­nommen haben, wo die erste Tour erst um 10.30 Uhr startet, haben wir alle Zeit der Welt. Wir stehen ja schließlich schon quasi an der Kasse!

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Wir kaufen direkt das Kombi­ticket für Grotte und Abbaye, da wir für den kleinen Aufpreis die Abtei dann auch noch mitnehmen wollen. Zunächst mal aber starten wir mit einem kleinen Grüppchen zur Höhlen­führung. Da sie für Hunde an der Leine erlaubt ist, haben wir auch Elli und Mia im Schlepptau. Und schon die ersten Treppen hinauf zum Höhlen­eingang sind ein Abenteuer. Man merkt, dass Elli das doch reichlich unheimlich ist.

Am Höhlen­eingang müssen wir erst mal warten. Unsere Führerin erklärt auf franzö­sisch, warum sie noch mal zurück zum Kassenhaus muss und verschwindet. Was ist denn hier los. Kurz darauf kommt sie mit einer Taschen­lampe wieder und es geht die ersten paar Meter in die Höhle hinein. Schön, dass sie vorne eine Taschen­lampe hat… Hinten sehen wir so ungefähr gar nichts mehr! Und auch meine Handy­ta­schen­lampe bringt nur wenig Erhellung. Nach nur wenigen Schritten heißt es erneut Stop. Wir möchten doch bitte wieder zum Ausgang gehen.IMG_4910.jpgOffen­sichtlich gibt es Probleme mit dem Strom — daher kein Licht! Erneut verlässt uns unsere Führerin unter mehrma­liger “désolé”-Beteuerung. Nach mehreren Versuchen, doch noch mit dem richtigen Schalter das Licht einzu­schalten, werden wir zum Ausgang gebeten — das wird erst mal nix mehr. Naja, kann man nichts machen. Aber das Kombi­ticket mit der Abbaye geben wir dann gerne wieder zurück. Höhere Gewalt…
Statt­dessen machen wir den Aufstieg zum Belvedere-Aussichts­punkt, der ziemlich steil nach oben führt. Und da ich mich für die 11° kalte Höhle eher warm angezogen habe, komme ich ganz schön ins schwitzen! Aber diesmal lohnt sich die Aussicht wirklich. Ein toller Blick ins Tal mit diesen irren Steil­wänden.IMG_4913.jpg

IMG_4914.jpgNachdem wir die vollge­schwitzten Klamotten im MoMo gegen luftigere Sachen ausge­tauscht haben, kommt der gechillte Teil des Tages. Wir beschließen, die paar Kilometer zum Ort zurück zu fahren und uns auf den Camping­platz zu begeben, der so lauschig an dem kleinen Bach im Tal liegt.

Prompt kriegen wir auch noch einen letzten Platz direkt am Bach, fahren die Markise aus, richten uns häuslich ein und genießen das Wetter. Naja, und ich ärgere mich ein bisschen mit dem Blog und unserem wieder mal irrsinnig hohem Daten­ver­brauch herum. Nichts­des­to­trotz ist es hier aber mal so richtig gemütlich. Ein kleiner schnu­cke­liger Camping­platz, keine Thrills, aber für uns ein *****-Platz. Hier kommen wir gerne noch mal hin!IMG_4919.jpg

Wie es uns überhaupt das Jura angetan hat. Mit dem dichten Laubbaum­be­stand könnte es hier im Herbst durchaus bunt zugehen. Ist schon mal notiert! Und was uns auch sehr angenehm auffällt: Hier scheint man völlig entspannt zu sein, was frei stehende Womos angeht. Hier stehen sogar Wohnmobile vor dem Camping­platz oder auf der anderen Bachseite und es gibt reichlich Parkplätze, wo man es sich gemütlich machen kann. Vorbildlich!IMG_4916.jpg

Annette spielt Visagistin für Elli und ich gebe mir Mühe, bei einer Fotosession unseren kleinen Wusel ins rechte Licht zu rücken.

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Nachdem wir unsere gestrigen Einkäufe wegge­grillt haben, brauchen wir doch noch ein wenig Bewegung. Also auf ins Dorf! Die Tages­tou­risten sind größten­teils schon weg und es ist herrlich verschlafen hier.IMG_4926.jpgIMG_4931.jpg

Und da es nach Geschäfts­schluss anscheinend niemanden kümmert, können wir auch das Gelände der Abbaye erkunden. Keine Absper­rungen, keine Verbots­schilder, kein Nix. Also gucken wir uns um und stellen als beken­nende Kultur­ba­nausen fest, dass wir mit der verpassten Führung sehr gut leben können. Als gesamtes Ensemble ist das Dorf zwar sehr sehenswert, aber außer, dass die Abtei sehr alt ist, hat sie für mein Auge nicht viel zu bieten.

IMG_4934.jpgAuf dem Rückweg fängt es an zu tröpfeln und wir beide sind uns einig, dass wir diesen Geruch von Sommer­regen auf dem warmen Asphalt richtig gut leiden mögen. Und uns macht wenig später der leichte Regen unter der Markise eh nichts aus!

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