Beaujolais olé

Wir verabschieden uns ein bisschen schweren Herzens von unserem Campingplatz im Tal. Hier konnte man es gut aushalten! Aber ein bisschen wollen wir dann ja doch wieder in Richtung Südwesten kommen. Also geht es weiter!

IMG_4935.jpgWir machen einen kurzen Schlenker, um in einem Tabac eine SIM-Karte von free zu kaufen. Der geneigte Leser erinnert sich vielleicht noch, dass das im Herbst noch eine mittlere Odyssee war. Mittlerweile kann man auf einer Online-Karte den nächsten Laden suchen, der einen Automaten hat – meistens ein Tabac. Die Bedienung des Automaten erschließt sich sogar mit meinen rudimentären Französischkenntnissen und kurz darauf plumpst tatsächlich eine SIM-Karte ins Ausgabefach. Einlegen, loslegen! Warum ist das nicht überall so einfach? Wirklich genial! Und die 100GB(!) mit 4G und 25GB Roaming im Ausland sollten sich mal alle deutschen Mobilfunkfirmen ganz flott als Beispiel nehmen. Für meinen Telekomvertrag mit (mittlerweile) armseligen 3GB zahle ich mehr als das doppelte!

Heute steuern wir das Beaujolais-Weinbaugebiet an. Genauer gesagt, das Städtchen Juliénas. Noch genauer: Das Weingut Matray. Eigentlich waren wir bisher der Meinung, dass Beaujolais nicht unbedingt zu unseren Favoriten gehört. Und auf einem Weingut zu stehen und dann zu sagen „Euer Wein taugt nix“ fanden wir auch nicht so prickelnd. Daher hatten wir uns zur Sicherheit mal einen Gold-prämierten Beaujolais im SuperU gekauft und für gut befunden. Also nichts wie hin zur Weinprobe!Beaujolais-002.jpg

IMG_4940.jpgDie Tochter des Winzers, die dankenswerterweise Englisch spricht, erklärt uns ein bisschen was zu den typischen Eigenschaften der lokalen Weine. Dass alle aus der Rebsorte Gamay stammen. Dass ein sehr fruchtiger Geschmack nach roten Beeren typisch ist. Dass es verschiedene Geschmacksrichtungen von unterschiedlichen Terroirs gibt. Und tatsächlich können wir einiges davon als Laien auch wirklich nachvollziehen. Der Chénas zum Beispiel duftet so sehr nach Erdbeeren, dass man es gar nicht überriechen kann!

Das beim Degustieren übliche (und schlaue) Ausspucken bringen wir nicht übers Herz und auch das Wegschütten des guten Tropfen fällt schwer. Aber auf nüchternen Magen nachmittags um 4 hat das zur Folge, dass wir ausgesprochen guter Laune und mit 6 Flaschen Wein plus Spezialaperitif Rikiki zum MoMo zurückkehren.IMG_4941.jpg

Beaujolais-001.jpgAm Abend gehen wir noch mal mit den Hunden den Weinberg hinauf und genießen die Stille, die hier herrscht und die weite Sicht ins Tal und hinüber zu den Bergen des Jura. Man sagt, dass man von hier an guten Tagen sogar bis zum Montblanc gucken kann!Beaujolais-003.jpgIMG_4942.jpg

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.