Beaujolais olé
22. Juli 2017

Wir verab­schieden uns ein bisschen schweren Herzens von unserem Camping­platz im Tal. Hier konnte man es gut aushalten! Aber ein bisschen wollen wir dann ja doch wieder in Richtung Südwesten kommen. Also geht es weiter!

IMG_4935.jpgWir machen einen kurzen Schlenker, um in einem Tabac eine SIM-Karte von free zu kaufen. Der geneigte Leser erinnert sich vielleicht noch, dass das im Herbst noch eine mittlere Odyssee war. Mittler­weile kann man auf einer Online-Karte den nächsten Laden suchen, der einen Automaten hat — meistens ein Tabac. Die Bedienung des Automaten erschließt sich sogar mit meinen rudimen­tären Franzö­sisch­kennt­nissen und kurz darauf plumpst tatsächlich eine SIM-Karte ins Ausga­befach. Einlegen, loslegen! Warum ist das nicht überall so einfach? Wirklich genial! Und die 100GB(!) mit 4G und 25GB Roaming im Ausland sollten sich mal alle deutschen Mobil­funk­firmen ganz flott als Beispiel nehmen. Für meinen Telekom­vertrag mit (mittler­weile) armse­ligen 3GB zahle ich mehr als das doppelte!

Heute steuern wir das Beaujolais-Weinbau­gebiet an. Genauer gesagt, das Städtchen Juliénas. Noch genauer: Das Weingut Matray. Eigentlich waren wir bisher der Meinung, dass Beaujolais nicht unbedingt zu unseren Favoriten gehört. Und auf einem Weingut zu stehen und dann zu sagen “Euer Wein taugt nix” fanden wir auch nicht so prickelnd. Daher hatten wir uns zur Sicherheit mal einen Gold-prämierten Beaujolais im SuperU gekauft und für gut befunden. Also nichts wie hin zur Weinprobe!Beaujolais-002.jpg

IMG_4940.jpgDie Tochter des Winzers, die dankens­wer­ter­weise Englisch spricht, erklärt uns ein bisschen was zu den typischen Eigen­schaften der lokalen Weine. Dass alle aus der Rebsorte Gamay stammen. Dass ein sehr fruch­tiger Geschmack nach roten Beeren typisch ist. Dass es verschiedene Geschmacks­rich­tungen von unter­schied­lichen Terroirs gibt. Und tatsächlich können wir einiges davon als Laien auch wirklich nachvoll­ziehen. Der Chénas zum Beispiel duftet so sehr nach Erdbeeren, dass man es gar nicht überriechen kann!

Das beim Degus­tieren übliche (und schlaue) Ausspucken bringen wir nicht übers Herz und auch das Wegschütten des guten Tropfen fällt schwer. Aber auf nüchternen Magen nachmittags um 4 hat das zur Folge, dass wir ausge­sprochen guter Laune und mit 6 Flaschen Wein plus Spezi­al­ape­ritif Rikiki zum MoMo zurück­kehren.IMG_4941.jpg

Beaujolais-001.jpgAm Abend gehen wir noch mal mit den Hunden den Weinberg hinauf und genießen die Stille, die hier herrscht und die weite Sicht ins Tal und hinüber zu den Bergen des Jura. Man sagt, dass man von hier an guten Tagen sogar bis zum Montblanc gucken kann!Beaujolais-003.jpgIMG_4942.jpg

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