Hot, hot, hot

Diese Nacht hat schon weniger Abkühlung gebracht als die vergangene. Es wird schnell warm, später heiß.

In Freiburg beschließen wir nach der ruhigen Nacht am Ökosportplatz den offiziellen Womoplatz in Freiburg anzulaufen, um Ver- und Entsorgung zu erledigen. Am dortigen Platz finden wir aber so ungefähr die schlechtest gelöste Station vor, die man sich denken kann. Vor uns steht ein Womo, dessen Fahrer einen Gartenschlauch in den Frischwassertank hält. Sieht zwar nicht seriös aus, aber es ist weit und breit auch kein anderer Frischwasseranschluss zu sehen. Das Wasser zum Spülen der WC-Kassetten nimmt man wohl aus einer Gießkanne, die neben der Toilettenentsorgung steht. Nachdem ich das Frischwassertanken mit dem Schlauch begonnen habe, kommt ein bereits erfahrener Camper mit seiner WC-Kassette und wundert sich, dass ich den Schlauch zum Reinigen der WCs für mein Frischwasser nehme. Hä?! Und wo ist dann das Frischwasser? Er zeigt mir einen Betonklotz, aus dem ein Wasserhahn senkrecht nach oben in die Luft ragt. Keine Beschilderung, kein Garnix. Na toll… Da muss man schon echt mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um so etwas zu konstruieren und nicht mal vernünftig zu beschriften!

Wir brechen nun endgültig nach Frankreich auf. Und da der Plan Entschleunigung heißt, wollen wir durch Frankreich gänzlich ohne Maut und lieber auf den Nationalstraßen fahren. Es geht  daher um so manchen Kreisverkehr, so manches halbverlassene Dorf und so manche Steigung.

Im Tal des Doubs machen wir Station in L’Isle-sur-le-Doubs. Der Fluß liegt malerisch neben unserem Parkplatz. Alleine: Es ist in der Mittagshitze einfach zu warm – das MoMo-Thermometer zeigt zwischenzeitlich 35° an! So belassen wir es bei einem kurzen Päuschen ohne unnötige Aktivität.

Südlich von Besançon habe ich diverse Ziele ausgekundschaftet, die sich interessant anhören. Aber direkt das erste, Port-Lesney, erweist sich als Volltreffer. Direkt an der Brücke über die Loue ist ein Parkplatz, wo sogar ein freier Platz auf uns wartet. Und unter der Brücke ist ein Kiesstrand mit flachem Wasser,in dem die Kinder spielen und einer Stromschnelle, an der die Wagemutigen sich jauchzend mit ihrem Schwimmtier beschleunigen lassen.

Das ganze sieht irgendwie aus der Zeit gefallen aus. Bis auf die Kleidung und so manche Neongummitiere könnte sich das auch vor 100 Jahren an einem Sommertag so zugetragen haben!

Wir suchen uns einen Schattenplatz, der dafür sorgt, dass es mit dem leichten Wind zumindest gefühlt unter 30° sind. Im MoMo messen wir dagegen schon 37°. Autsch!

Ich merke, dass das so ungefähr gar nicht meine Wohlfühltemperatur ist. Und werde entsprechend unleidlich. Annette erträgt das tapfer und zaubert dann mit einem Saté-Hühnchen mit Reis und einem Fläschchen Rotwein doch noch ein zufriedenes Gesicht. Und die einzelnen Regentröpfchenam späten Abend, die eine Abkühlung für den morgigen Tag ankündigen, wirken fast schon beglückend!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Kommentar verfassen