Hot, hot, hot
19. Juli 2017

Diese Nacht hat schon weniger Abkühlung gebracht als die vergangene. Es wird schnell warm, später heiß.

In Freiburg beschließen wir nach der ruhigen Nacht am Ökosport­platz den offizi­ellen Womoplatz in Freiburg anzulaufen, um Ver- und Entsorgung zu erledigen. Am dortigen Platz finden wir aber so ungefähr die schlechtest gelöste Station vor, die man sich denken kann. Vor uns steht ein Womo, dessen Fahrer einen Garten­schlauch in den Frisch­was­sertank hält. Sieht zwar nicht seriös aus, aber es ist weit und breit auch kein anderer Frisch­was­ser­an­schluss zu sehen. Das Wasser zum Spülen der WC-Kassetten nimmt man wohl aus einer Gießkanne, die neben der Toilet­ten­ent­sorgung steht. Nachdem ich das Frisch­was­ser­tanken mit dem Schlauch begonnen habe, kommt ein bereits erfah­rener Camper mit seiner WC-Kassette und wundert sich, dass ich den Schlauch zum Reinigen der WCs für mein Frisch­wasser nehme. Hä?! Und wo ist dann das Frisch­wasser? Er zeigt mir einen Beton­klotz, aus dem ein Wasserhahn senkrecht nach oben in die Luft ragt. Keine Beschil­derung, kein Garnix. Na toll… Da muss man schon echt mit dem Klammer­beutel gepudert sein, um so etwas zu konstru­ieren und nicht mal vernünftig zu beschriften!

Wir brechen nun endgültig nach Frank­reich auf. Und da der Plan Entschleu­nigung heißt, wollen wir durch Frank­reich gänzlich ohne Maut und lieber auf den Natio­nal­straßen fahren. Es geht  daher um so manchen Kreis­verkehr, so manches halbver­lassene Dorf und so manche Steigung.

Im Tal des Doubs machen wir Station in L’Isle-sur-le-Doubs. Der Fluß liegt malerisch neben unserem Parkplatz. Alleine: Es ist in der Mittags­hitze einfach zu warm — das MoMo-Thermo­meter zeigt zwischen­zeitlich 35° an! So belassen wir es bei einem kurzen Päuschen ohne unnötige Aktivität.

Südlich von Besançon habe ich diverse Ziele ausge­kund­schaftet, die sich inter­essant anhören. Aber direkt das erste, Port-Lesney, erweist sich als Volltreffer. Direkt an der Brücke über die Loue ist ein Parkplatz, wo sogar ein freier Platz auf uns wartet. Und unter der Brücke ist ein Kiesstrand mit flachem Wasser,in dem die Kinder spielen und einer Strom­schnelle, an der die Wagemu­tigen sich jauchzend mit ihrem Schwimmtier beschleu­nigen lassen.

Das ganze sieht irgendwie aus der Zeit gefallen aus. Bis auf die Kleidung und so manche Neongum­mi­tiere könnte sich das auch vor 100 Jahren an einem Sommertag so zugetragen haben!

Wir suchen uns einen Schat­ten­platz, der dafür sorgt, dass es mit dem leichten Wind zumindest gefühlt unter 30° sind. Im MoMo messen wir dagegen schon 37°. Autsch!

Ich merke, dass das so ungefähr gar nicht meine Wohlfühl­tem­pe­ratur ist. Und werde entspre­chend unleidlich. Annette erträgt das tapfer und zaubert dann mit einem Saté-Hühnchen mit Reis und einem Fläschchen Rotwein doch noch ein zufrie­denes Gesicht. Und die einzelnen Regen­tröpf­chenam späten Abend, die eine Abkühlung für den morgigen Tag ankün­digen, wirken fast schon beglü­ckend!

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