Belgien und Show Frites
7. April 2017

Der Start in unseren dritten Breta­gneurlaub beginnt vorbildlich. Das größten­teils gestern gepackte MoMo wartet nur darauf, dass wir die letzten paar Kleinig­keiten einräumen. Und so geht es am späten Mittag los. Wegen der Sperrung der Lever­ku­sener Brücke weichen wir wieder über die Route über Roermond aus. Das klappt auch alles sehr fein, bis wir nach Belgien kommen.

Liebes Belgien, ich weiß nicht warum, aber ich werde mit dir einfach nicht warm. Du begrüßt uns mit einem Mörderstau bei Lüttich, der Zustand deiner Straßen ist unbeschreiblich schlecht und alles sieht einfach immer einen Hauch dreckiger aus, als es auf einer ungepflegten Autobahn ohnehin aussehen müsste.finistere-01-2.jpg

Und wir haben sogar Glück: Denn bei Namur ist im Gegen­verkehr ein LKW spekta­kulär in die Mittel­leit­planke gekracht. Mein Tipp ist ja, dass er in eines der zahllosen gigan­ti­schen Schlag­löcher gefahren ist und danach die Kontrolle verloren hat. Bei uns gibt es nur Gaffer-Stau (schlimm genug), aber für den Gegen­verkehr ist daher Vollsperrung.

Wir sind also entspre­chend glücklich als wir hinter Mons endlich das Schild “France” entdecken… Endlich Frank­reich! Das Navi lotst uns quer durch Valen­ci­ennes, weil auf der Autobahn auch dort ein heftiger Stau sein soll. Und ich fühle mich an die Brüssel­durch­fahrt im letzten Herbst erinnert. finistere-03.jpgZu allem Überfluss ist dann noch die Brücke gesperrt, über die wir eigentlich gelotst werden sollten und eine Umleitung nicht ausge­schildert. Also fahren wir zurück und kommen wieder am “Show Frites” vorbei, dass uns schon bei ersten Vorbei­fahren aufge­fallen war. “Show” und “Pommes” habe ich auch noch nicht mitein­ander verknüpft gesehen. Kurzent­schlossen beschließen wir, dass eine Pommes zum Abend­essen eine super Idee ist. Ich besorge uns also zwei Grand Frites und kriege verdutzt alsbald eine richtig schwere Tüte a emporter in die Hand gedrückt. Haben die meine Bestellung falsch ausge­führt? Ist da noch ein Schnitzel dabei? 4 Hamburger?

Da es schon kurz vor Sonnen­un­tergang ist, müssen die Pommes noch etwas warten und wir fahren zum Étang du Vignoble, einem Naherho­lungs­gebiet nahe des Zentrums von Valen­ci­ennes. Wir fahren über eine hauch­dünne Landzunge und finden vorbild­liche Parkplätze ganz für uns alleine vor. Fast zu schön, um wahr zu sein! finistere-04.jpg

Als wir endlich unsere Pommestüte auspacken, trifft uns fast der Schlag. Grande heißt hier wirklich groß! Hätte man mir auch sagen können, dass man von einer Portion eine mittlere Klein­stadt ernähren könnte!finistere-02.jpg

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