Endspurt
15. August 2016

Wobei: Spurt trifft es nur bedingt. Wir brechen nämlich ganz gemütlich auf und auch die Fahrt ist alles andere als gehetzt. Aber es geht halt auf die Zielgerade. Die Ziellinie in Form des Trelle­borger Hafens zeichnet sich klar im Kalender ab und daher müssen wir heute ein paar Kilometer Richtung Westen machen.

Wir verlassen Öland mit dem sicheren Gefühl, dass wir hierhin noch einmal zurück müssen. Denn den Nordteil haben wir noch gar nicht erkundet und auch das Welterbe Stora Alvaret haben wir nicht erwandert. Heute fahren und gucken und genießen wir noch einmal auf dem Weg zurück zur Öland­brücke.

Und auf dem Weg nach Westen freue ich mich wieder und immer noch über das entspannte Autofahren in Schweden. Habe ich ja schon öfter erwähnt, aber dieses “Tempomat auf 90 und rollen lassen” klappt in Europa in keinem Land so gut wie hier.

Unser Plan für die letzten Tage ist simpel: Wir wollen einfach noch mal das wieder­holen, was uns im letzten Jahr so gut gefallen hat. Also steuern wir auch dieses Jahr wieder den Womo-Stell­platz in Nogersund an. Und freuen uns, dass er noch genau so schön ist, wie wir ihn in Erinnerung haben und man sich um 15 Uhr problemlos einen Stell­platz aussuchen kann.

Nach den Aussteigen stellen wir fest, dass unser Außen­ther­mo­meter zwar 23° anzeigt, aber auch ein reichlich kühler Wind weht. Und zwar so kühl, dass es trotz der doch eigentlich schön warmen Tempe­ratur zu einer feinen Gänsehaut reicht…

Wie schon geschrieben wollen wir vieles wieder­holen, was wir letztes Jahr schon gemacht haben. Dazu gehört auch eines meiner absoluten Highlights: Der hinreißend leckere Muscheltopf im Restaurant Dagmar’s in Hällevik. Wir steigen also auf die Räder, radeln die 3km in den Nachbarort und stellen fest, dass hier wohl Mitte August schon die Bordsteine hochge­klappt werden bzw. die Saison beendet ist… Geschlossen! Und auch das andere Restaurant im Hafen ist geschlossen. Frust!

Wir kaufen im Super­markt ein paar Krabben ein, die Annette dann im MoMo in unsere letzte Fisch­suppe einrührt und so zumindest die Enttäu­schung über das entgangene Abend­essen mindern kann. Naja, ein Grund, noch mal wieder­zu­kommen…

Sobald die Sonne sich dem Horizont nähert wird es dann endgültig zu frisch zum draußen sitzen. Aber immerhin kriegen wir noch einen schönen Abend­himmel zu sehen.

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