Kleine Tour zum Langen Jan
14. August 2016

Die Entscheidung, noch eine weitere Nacht auf dem Camping­platz zu bleiben, fällt uns nicht schwer. Das Wetter ist heute mal wirklich richtig sommerlich — man kann tatsächlich ohne Reue in T‑Shirt und Shorts rumlaufen. Hatten wir jetzt auch nicht so häufig…

Wir machen die Räder mit dem Hunde­an­hänger und den beiden Fahrrad­ta­schen fertig — bestens vorbe­reitet auf ein Picknick am Leuchtturm Långe Jan am Südende von Öland. Los geht’s!

Nach einem Kilometer höre ich von hinten “Oh nein! Ich habe nichts zu Trinken einge­packt…” Ups, im Reise­führer stand, dass man auf Öland möglichst immer was zu Trinken dabei haben sollte. Wegen Hitze und Wind und so… Naja, dann müssen wir uns halt im Restaurant am Leuchtturm was holen — halb so schlimm.

Nach drei Kilometern kommt von hinten “Hast du eigentlich deine Jacke einge­packt?” Mittler­weile frage ich mich, was eigentlich in den zwei picke­pa­ckevoll gepackten Radta­schen drin ist — das konnte doch nicht alles für *eine* Person gewesen sein…! Aber auch hier stört es nicht wirklich, da das Wetter so schön sonnig und sommerlich ist, dass eine Wind- und Regen­jacke ja nun wirklich nicht nötig ist.

Die Landschaft auf dem Weg zum Leuchtturm ist herrlich. Wenn man den Blick auf die Schafe unter den Bäumen wirft, die es sich vor blauem Himmel und noch blauerem Meer gut gehen lassen, und wenn man sich den steifen kühlenden Wind wegdenkt, könnte es genau so auch am Mittelmeer aussehen. Herrlich!

Das Strampeln gegen den kräftigen Wind macht die Fahrt länger als erwartet. Und die Freude über die Ankunft am Lången Jan größer.

Bei diesem strah­lenden Wetter sieht der weiße Leuchtturm gleich noch mal so malerisch aus. Und überhaupt ist das ganze Gelände sehr schön angelegt — ideal für einen Kaffee, ein Picknick (ach *das* war in der schweren Tasche!) und ein bisschen Sonnen­baden.

Als plötzlich die Sonne nicht mehr ganz so stark scheint, gucken wir zum Himmel und sehen auf einmal ein größeres Wolkenfeld. Ups! Denn auf einmal ist der Wind nicht mehr angenehm kühlend, sondern richtig frisch. Wir lösen das Dilemma der fehlenden Jacke, indem ich eine der zwei Jacken anziehe, die Annette für sich einge­packt hat. Steht mir gut…

Aber auf dem Rückweg ist das Wetter dann immer noch so freundlich, dass Annette eine größere Brombeer-Sammel­aktion startet. Ich fotogra­fiere in der Zeit mal ein paar Schafe.

Als wir zum MoMo zurück­kehren, kriegen wir ein paar Tropfen ab. Hm, das war aber so gar nicht angekündigt! Und der darauf folgende Platz­regen auch nicht. Und die immer wieder­keh­renden Schauer der nächsten Stunden erst recht nicht. Gut, dass wir recht­zeitig aufge­brochen waren!

Denn so machen wir uns einen Lesenach­mittag mit Brombeer­dick­milch im Wohnmobil und nur zum Fotogra­fieren des spekta­ku­lären Sonenn­un­ter­gangs bequeme ich mich noch mal hinaus.

Trotz der Regen­episode: Ein toller letzter Tag auf unserer neuen schwe­di­schen Lieblings­insel!

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