Kleine Tour zum Langen Jan

Die Entscheidung, noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz zu bleiben, fällt uns nicht schwer. Das Wetter ist heute mal wirklich richtig sommerlich – man kann tatsächlich ohne Reue in T-Shirt und Shorts rumlaufen. Hatten wir jetzt auch nicht so häufig…

Wir machen die Räder mit dem Hundeanhänger und den beiden Fahrradtaschen fertig – bestens vorbereitet auf ein Picknick am Leuchtturm Långe Jan am Südende von Öland. Los geht’s!

Nach einem Kilometer höre ich von hinten „Oh nein! Ich habe nichts zu Trinken eingepackt…“ Ups, im Reiseführer stand, dass man auf Öland möglichst immer was zu Trinken dabei haben sollte. Wegen Hitze und Wind und so… Naja, dann müssen wir uns halt im Restaurant am Leuchtturm was holen – halb so schlimm.

Nach drei Kilometern kommt von hinten „Hast du eigentlich deine Jacke eingepackt?“ Mittlerweile frage ich mich, was eigentlich in den zwei pickepackevoll gepackten Radtaschen drin ist – das konnte doch nicht alles für *eine* Person gewesen sein…! Aber auch hier stört es nicht wirklich, da das Wetter so schön sonnig und sommerlich ist, dass eine Wind- und Regenjacke ja nun wirklich nicht nötig ist.

Die Landschaft auf dem Weg zum Leuchtturm ist herrlich. Wenn man den Blick auf die Schafe unter den Bäumen wirft, die es sich vor blauem Himmel und noch blauerem Meer gut gehen lassen, und wenn man sich den steifen kühlenden Wind wegdenkt, könnte es genau so auch am Mittelmeer aussehen. Herrlich!

Das Strampeln gegen den kräftigen Wind macht die Fahrt länger als erwartet. Und die Freude über die Ankunft am Lången Jan größer.

Bei diesem strahlenden Wetter sieht der weiße Leuchtturm gleich noch mal so malerisch aus. Und überhaupt ist das ganze Gelände sehr schön angelegt – ideal für einen Kaffee, ein Picknick (ach *das* war in der schweren Tasche!) und ein bisschen Sonnenbaden.

Als plötzlich die Sonne nicht mehr ganz so stark scheint, gucken wir zum Himmel und sehen auf einmal ein größeres Wolkenfeld. Ups! Denn auf einmal ist der Wind nicht mehr angenehm kühlend, sondern richtig frisch. Wir lösen das Dilemma der fehlenden Jacke, indem ich eine der zwei Jacken anziehe, die Annette für sich eingepackt hat. Steht mir gut…

Aber auf dem Rückweg ist das Wetter dann immer noch so freundlich, dass Annette eine größere Brombeer-Sammelaktion startet. Ich fotografiere in der Zeit mal ein paar Schafe.

Als wir zum MoMo zurückkehren, kriegen wir ein paar Tropfen ab. Hm, das war aber so gar nicht angekündigt! Und der darauf folgende Platzregen auch nicht. Und die immer wiederkehrenden Schauer der nächsten Stunden erst recht nicht. Gut, dass wir rechtzeitig aufgebrochen waren!

Denn so machen wir uns einen Lesenachmittag mit Brombeerdickmilch im Wohnmobil und nur zum Fotografieren des spektakulären Sonennuntergangs bequeme ich mich noch mal hinaus.

Trotz der Regenepisode: Ein toller letzter Tag auf unserer neuen schwedischen Lieblingsinsel!

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