Fahrradtag am Farstadstrand
25. Juli 2016

Wir sind von unserem hier gefun­denen Stell­platz so angetan, dass wir beschließen, hier noch eine Nacht zu bleiben. Und den heutigen Tag mal wieder auf den Rädern zu verbringen. Die Strecke bietet sich hierfür an: Wir sind ja am Meer und wollen dem Küsten­verlauf folgen. Was kann da schon schief gehen?

Hinter Bud beginnt nämlich der bekannte Atlan­ter­havs­vegen. Dass ist diese malerische Strecke, die kleine Inselchen über mehrere geschwungene Brücken verbindet. Man findet sie in jedem Norwegen-Reise­führer. Wir fahren aber heute nur den Teil ohne Brücke. Und stellen fest, dass das, was einem im Wohnmobil als weitest­gehend eben erscheint, auf dem Zweirad dann doch die eine oder andere fiese Steigung parat hat. Aber anders als im Rondane bleiben wir hier standhaft und schaffen alles mit beharr­lichem Treten und kleinem Gang. Trotzdem machen wir an der kleinen Kirche in Hustad eine kurze Pause und genießen den Blick aufs Meer durch verrostete Grabkreuze.

Wir kommen am Strand von Farstad an und auf dem Schild steht wirklich Farsta­d­strand. Kannste dir nicht ausdenken! Es ist tatsächlich eine Bucht mit herrlichem, feinen Sand und “der nördlichsten Düne südlicher Prägung” — was auch immer das heißen mag. Für uns heißt es: Picknick­decke raus, essen, trinken, dösen, Leute gucken. Das Wetter ist weiterhin viel sommer­licher als vorher­gesagt, so dass es sich wirklich auch nach einem Sommertag am Strand anfühlt.

Aber der Wetter­be­richt sagt für Nachmittag und Abend mit 90%iger Wahrschein­lichkeit Regen und sogar Gewitter vorher. Daher machen wir uns früher als wir eingentlich wollen auf den Rückweg, da die Wolken im Inland durchaus düster aussehen.

Auf dem Weg entdecken wir noch den “Sir Matt Busby Way” an der Kreuzung zum “Sir Alex Ferguson Way” — da hat sich wohl ein Manchester United-Fan voll ausgelebt…

Da das Wetter sich weiterhin hält, machen wir noch einen Abstecher nach Askevågen, dass mit einem Blumen­kohl­symbol gekenn­zeichnet nur 2km abseits liegen soll. Wir wissen zwar nach dem Abstecher immer noch nicht, womit sich der Ort die Kennzeichnung als Sehen­wür­digkeit verdient hat, aber der Ausblick von der Hafenmole war ganz malerisch…

Nach der Rückkehr stärken wir uns erst mal mit Kaffee und Berliner Ballen, die im Super­markt nebenan im Angebot waren und tatsächlich so gut schmecken wie zuhause.

Nachdem wir von der Tour dann doch ganz schön geschafft sind, geniessen wir es, einfach mal nix zu tun, noch mal im Super­markt die Vorräte aufzu­füllen und auf den Regen zu warten, der aber einfach nicht machen will, was der Wetter­be­richt befiehlt. Sehr sympathisch!

Aber als abends dann das  auf uns zukommt, sind wir dann doch froh, im muckligen MoMo die Nacht zu verbringen. Für morgen deutet sich Vassen­den­wetter an…

Vassen­den­index

Sommer­wetter: 10

Pisswetter: 2

 

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