Hinsetzen und Chillen

Heute wachen wir erstaunlich früh auf und genießen den Luxus der warmen Dusche ohne Zeitlimit und 5-Kronen-Stücke nachwerfen. So ist der Start in den Tag doch gleich viel schöner!

Annette amüsiert sich königlich darüber, dass ich zum Aufbruch dränge, da laut Fahrplan um 10 Uhr die Fähre über den Stora Le fahren soll und wir 30 Minuten warten müssten, wenn wir sie verpassen. Hallo? Entschleunigt? Ich triumphiere, als wir um 5 vor 10 am Anleger ankommen und werde gleich dafür belohnt: Mit salomonischer Weisheit kommt die Fähre pünktlich genau zwischen den Abfahrzeiten um 10.15 Uhr an…

Kann uns aber auch sowas von egal sein, denn das Wetter eentwickelt sich prächtig und wir genießen die 10-minütige Überfahrt über den See. Auf der anderen Seeseite fahren wir dann tatsächlich entschleunigt entlang durch eine wunderbar ländliche Seenlandschaft. Herrliche Ausblicke links und rechts!

Unser Plan für heute war es, entweder zum Campingplatz in Bengtsfors oder weiter nördlich in Richtung des Glaskogen Naturreservats zu fahren. Durch die schöne Landschaft, das sonnige Wetter und die geniale Lage des Campingplatzes zwischen 2 Seen ist die Entscheidung schnell für Bengtsfors gefallen, da auch der Platz selber einen deutlich schöneren Eindruck macht als der in Nössemark.

Wir können uns unseren Stellplatz selber aussuchen, da noch mehr als genug Plätze frei sind und sind uns schnell einig, dass wir einen Platz in der Nähe des Sees wollen. Und wie es der Zufall will ist gerade in einer Reihe offensichtlich ein Platz frei geworden, da dort zwar ein Reservierungsschild hängt, dieses aber nur bis gestern gültig war. Unsere Einparkkünste sind mal wieder eine ganz große Show: Vorwärts? Och nö, lieber rückwärts! Aber dann ist die Tür auf der falschen Seite! Dann doch wieder vorwärts… Eigentlich müssten wir für unseren Auftritt als Pausenclowns Eintritt nehmen!

Danach geht aber alles ganz flott:

Tisch aufbauen? Check!

Stühle auseinanderfalten? Check!

Kekse und Kaffee fertig? Check!

Und den Rest des Tages wird dann einfach nur noch die Sonne genossen, entspannt und der Reiseplan für die kommenden Tage gesponnen. Aber darüber morgen mehr!

Das einzig ärgerlich ist wie bisher an den meisten Abenden, dass, sobald die Sonne hinter Bäumen oder Wolken verschwindet, der eisige Wind und die Temperaturen uns alsbald ins MoMo treiben. Aber auch dort können wir unser Entspannungsprogramm problemlos fortführen. Und mehr geht schließlich nicht!

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