Hinsetzen und Chillen
20. Juli 2015

Heute wachen wir erstaunlich früh auf und genießen den Luxus der warmen Dusche ohne Zeitlimit und 5‑Kronen-Stücke nachwerfen. So ist der Start in den Tag doch gleich viel schöner!

Annette amüsiert sich königlich darüber, dass ich zum Aufbruch dränge, da laut Fahrplan um 10 Uhr die Fähre über den Stora Le fahren soll und wir 30 Minuten warten müssten, wenn wir sie verpassen. Hallo? Entschleunigt? Ich trium­phiere, als wir um 5 vor 10 am Anleger ankommen und werde gleich dafür belohnt: Mit salomo­ni­scher Weisheit kommt die Fähre pünktlich genau zwischen den Abfahr­zeiten um 10.15 Uhr an…

Kann uns aber auch sowas von egal sein, denn das Wetter eentwi­ckelt sich prächtig und wir genießen die 10-minütige Überfahrt über den See. Auf der anderen Seeseite fahren wir dann tatsächlich entschleunigt entlang durch eine wunderbar ländliche Seenland­schaft. Herrliche Ausblicke links und rechts!

Unser Plan für heute war es, entweder zum Camping­platz in Bengtsfors oder weiter nördlich in Richtung des Glaskogen Natur­re­servats zu fahren. Durch die schöne Landschaft, das sonnige Wetter und die geniale Lage des Camping­platzes zwischen 2 Seen ist die Entscheidung schnell für Bengtsfors gefallen, da auch der Platz selber einen deutlich schöneren Eindruck macht als der in Nössemark.

Wir können uns unseren Stell­platz selber aussuchen, da noch mehr als genug Plätze frei sind und sind uns schnell einig, dass wir einen Platz in der Nähe des Sees wollen. Und wie es der Zufall will ist gerade in einer Reihe offen­sichtlich ein Platz frei geworden, da dort zwar ein Reser­vie­rungs­schild hängt, dieses aber nur bis gestern gültig war. Unsere Einpark­künste sind mal wieder eine ganz große Show: Vorwärts? Och nö, lieber rückwärts! Aber dann ist die Tür auf der falschen Seite! Dann doch wieder vorwärts… Eigentlich müssten wir für unseren Auftritt als Pausen­clowns Eintritt nehmen!

Danach geht aber alles ganz flott:

Tisch aufbauen? Check!

Stühle ausein­an­der­falten? Check!

Kekse und Kaffee fertig? Check!

Und den Rest des Tages wird dann einfach nur noch die Sonne genossen, entspannt und der Reiseplan für die kommenden Tage gesponnen. Aber darüber morgen mehr!

Das einzig ärgerlich ist wie bisher an den meisten Abenden, dass, sobald die Sonne hinter Bäumen oder Wolken verschwindet, der eisige Wind und die Tempe­ra­turen uns alsbald ins MoMo treiben. Aber auch dort können wir unser Entspan­nungs­pro­gramm problemlos fortführen. Und mehr geht schließlich nicht!

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