Oktober­sommer
13. Oktober 2018

Ach, was ist das morgens im Bett gemütlich! Aber ich möchte heute doch mal wieder raus zum Fotogra­fieren. Denn ein Sonnen­aufgang um viertel vor acht ist ja mit das angenehmste, was man sich vorstellen kann!

Also Rucksack und Stativ gepackt, aufs Fahrrad gestiegen und losge­radelt. Der Blick auf die still dalie­gende Ostsee ist schon mal wunder­schön und ich stelle fest, dass es eine halbe Stunde früher wahrscheinlich noch toller gewesen wäre. Grmpf.

Mit meinen neuen Filtern bin ich noch nicht auf Du-und-Du und muss mir erst mal aneignen, an was ich alles denken muss, damit die Bilder nicht sehr speziell werden… Schön, wenn man im Blog dann nur die Bilder veröf­fent­lichen kann, die was geworden sind!

 

Die Stimmung an der Schön­berger Seebrücke ist herrlich entspannt. Eine Handvoll Leute ist schon unterwegs. Eine ältere Dame hat es sich in einem Strandkorb, der in Richtung der aufge­henden Sonne ausge­richtet ist, gemütlich gemacht und frühstückt.

Andere spazieren zum Ende der Seebrücke und wieder zurück. Und ein Müllwerker feudelt mal die ganzen Brücken­ge­länder ab. Über allem liegt eine völlige Zeitlu­pen­stimmung — als würde das noch ewig so weiter gehen. Aber als die goldene Stunde vorüber ist, mache ich mich auf den Rückweg zum Frühstücken.

Ruhestörung

Wir gehen den Tag heute mal noch ruhiger an als sonst schon. Das heißt: In Ruhe die Bilder des Morgens sichten bzw. Hunde­runde am Strand. Und lesen, lesen, lesen.

Es könnte so schön sein, wenn nur nicht hinter der Hecke offen­sichtlich ein Freun­des­treffen im größeren Stile statt­finden würde. Und auch das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn es nicht diese eine Frau gäbe, die immer übertrieben laut reden und vor allem lachen würde. Eben alles einen Tacken too much. Wir sind da ja eher auf der Suche nach Ruhe…

Aber da der Stell­platz groß ist, kundschafte ich kurzerhand aus, ob man am anderen Ende noch etwas hören kann und tatsächlich: Bis auf ein röhrend hustendes Rind himmlische Stille!

Also bewegen wir das MoMo ein paar Meter weiter, richten uns häuslich ein und sind glücklich. Und als Beweis, dass wir nicht wirklich unsoziale Grantler sind, können wir es wunderbar aushalten, dass sich direkt hinter uns eine junge Familie mit Kleinkind und Großeltern einrichtet, die aber rücksichtsvoll daran denken, dass sie nicht alleine auf der Welt sind.

Oktober­sommer

Das einzige Gesprächs­thema heute ist das sommer­liche Wetter. Komplett irre 26° für Mitte Oktober. Und wir verbringen tatsächlich den Tag in T‑Shirt und Shorts und auch abends wird es uns lange nicht so kalt wie noch gestern. Alles fühlt sich nach Sommer an.

Mittags radel ich noch mal los und kaufe im Super­markt ein paar leckere Sachen ein. Unter anderem einen Pudel.

Nein, auch in Schleswig-Holstein kriegt man keine Hunde serviert. Aber dafür einen Rosinen­stuten. Lecker und so mächtig, dass wir nach unserem Kaffee­trinken keinen größeren Hunger mehr verspüren. Das eigentlich für den Abend geplante Grillen verschieben wir mal flexibel auf morgen.

Hunde­strand

Nachmittags gehen wir noch mal an den Hunde­strand, damit die beiden Vierbeiner auch zu ihrem Recht kommen. Während Mia so etwas ja eher entspannt-routi­niert zur Kenntnis nimmt und pflicht­schul­digst mal an einem Büschel Seegras schnuppert, ist Elli in ihrem Element.

So viele neue Freunde! Ein Hund nach dem anderen wird zum Spielen aufge­fordert und mit den neuen Buddies wird dann eine Runde nach der anderen gerast, dass der Sand und das Wasser nur so spritzen.

Und abends sitzen wir dann locker noch eine Stunde länger als gestern draußen, weil es einfach so mild ist und vor allem: Weil es im MoMo immer noch reichlich (zu) warm ist! Dabei ist es doch Ok-to-ber! In Deutsch-land! Am Me-her!

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