Elchland
4. August 2018

Nach einer herrlich ruhigen Nacht an unserem See starten wir mit einer kleinen Wanderung aufs Furufjell. Viel wissen wir eigentlich nicht. Nur, dass der Weg direkt an unserem Stell­platz losgeht, dass es einen Höhen­un­ter­schied von 200m gibt und dass jemand bei Park4night geschrieben hat, dass es 45 Minuten Weg sind. Kann also so schlimm nicht werden.

Wird es auch nicht. Der Weg ist gut gekenn­zeichnet, geht immer bergauf, aber nie so steil, dass man schlimm ins Schwitzen gerät. Von unten ist es oft moosig moorig. Nass! Kein Weg für Leute ohne Wander­schuhe!

Ansonsten aber prima. Mit allem, was einem als Skandi­na­vi­en­rei­sendem so gefällt. Birken, Flechten, Blåbär­felder. Und, wenn man mal stehen bleibt: absolute Stille. Herrlich.

Was es besonders prickelnd macht: Ebenfalls an unserem Parkplatz soll wohl auch der Start­punkt für eine Elchsafari sein und wir haben gestern schon gedacht: Wo sollen wir auf einen Elch treffen, wenn nicht an diesem einsamen See? Also halten wir Augen offen. Aber vorerst: Kein Elch in Sicht.

Dann wird es spannend: Mitten auf dem Weg: Runde Köttel, die aussehen, wie die billigen kleinen Schoko­la­deneier, die es immer einge­packt in bunter Silber­folie zu Ostern gibt. Hier ist es aber tatsächlich: Elchlosung! Annette ermutigt mich, sie mal zu probieren, um die Frische zu bestimmen. Ich lehne dann doch dankend ab.

Als wir oben auf das Furufjell kommen, ist immer noch kein Elch zu sehen. Dafür aber ein tolles Panorama mit beträcht­licher Fernsicht. Auch nicht schlecht!

Das Wetter heute ist zum Wandern perfekt. Nicht zu heiß, nicht zu kalt und meistens freundlich sonnig mit ein paar Wolken. Nur als wir in Richtung Westen gucken, genau dahin, von wo wir gestern gekommen sind, sehen wir ein dickes Regenband kommen. Es wird doch nicht…? Nein, es schwenkt brav in ein Tal vor uns ab. Das wäre ungemütlich geworden!

Statt­dessen können wir weiter nach Elchen suchen. Es gibt einige Seen und Gebiete, die wieder sehr attraktiv für die Langbeiner sein müssten. Und so leicht übersehen kann man so große Tiere doch auch nicht! Aber wir finden: nichts.

Auf dem Rückweg ernten wir noch ein paar Molte­beeren, die wir hier erstmals in größerer Anzahl vorfinden. Lecker!

Den Rest des Tages verbringen wir dann ganz unauf­geregt am See. Stühle raus, Kekse raus. Gut gehen lassen. Abends noch lecker Grillen. Es kann so einfach sein!

Ach ja, der Sonnen­un­tergang war auch nicht so ganz schäbig. Nur einen Elch, den haben wir bis Ende des Tages. nicht gesehen…

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