Erkun­dungstour durch LA
25. März 2018

Nach einer jetlag­gemäß mäßigen ersten Nacht, in der man ab 4 Uhr nicht mehr schlafen kann, bringt uns eine heiße Dusche erst mal steil nach vorn.

American Breakfast

Und auch das Frühstück im Hotel ist tatsächlich, wie in den Rezen­sionen beschrieben, besser als das ameri­ka­nische Duchschnitts­ho­tel­früh­stück. Wobei man sich da keinen Illusionen hingeben darf: Das einzige was die Amis im Umwelt­schutz drauf haben, ist ein Mülleimer, auf dem Recycling steht. Ansonsten ist alles Besteck und Geschirr Wegwerfware und auch die meisten zusätz­lichen Sachen sind extra verpackt.

Mein persön­liches Highlight ist aber der Waffle-Maker. Da kann man sich selbst eine Waffel kreieren. Zunächst mit einem Wende­waf­fel­eisen frisch backen, anschließend nach Lust und Laune verzieren. So was will ich auch zuhause haben!

Dennis rockt

Für den heutigen ersten Tag nach dem Flug haben wir uns einen beson­deren Luxus gegönnt: Eine ganztägige deutsch­spra­chige Stadt­rund­fahrt durch LA. Hatte ich mal irgendwo aufge­schnappt und hörte sich vielver­spre­chend an. Denn so wirklich Lust auf die Stadt hatten wir nicht und sie auf eigene Faust zu erkunden, schien irgendwie ohne Auto auch schwierig. Und was soll ich sagen: Volltreffer!

Denn nicht nur ist Dennis freundlich und pünktlich am Hotel — auch die Tour ist bis ins letzte Detail liebevoll vorbe­reitet und löst das Versprechen tatsächlich ein, innerhalb eines Tages einen groben Überblick über die Stadt zu vermitteln.

Downtown

Wir starten in Richtung Downtown und der erste Blick bestätigt wirklich alle Vorur­teile, die ich bisher über LA hatte. Wenig attraktiv, unendlich viele Flach­bauten, etwas runter­ge­kommen, Müll, Obdachlose. Naja.

Am Park neben dem Pico House ist unser erster Stopp und hier sieht es schon etwas netter aus. Alles startet gerade gemütlich in den Tag und vor allem: Die Sonne scheint und wir genießen es, im T‑Shirt und mit offener Jacke herum­zu­laufen.

Richtig toll finden wir dann das Bahnhofs­ge­bäude der Union Station. Fast schon ein histo­ri­sches Gebäude mit seinem Art-Deco-Stil.

Und ein bisschen Mexico gibt es dann in der Olvera Street.

Only in LA

Auf dem weiteren Weg kommen wir an weiteren Sehens­wür­dig­keiten vorbei, wobei vor allem die Walt Disney Concert Hall mit ihren runden Schwüngen beein­druckt.

Und man merkt, dass Hollywood nicht weit ist: Wir sehen unterwegs Drehar­beiten an einem Gebäude und kommen sogar mitten in einen Werbespot. Ein Polizist sperrt die Straße vor uns ab und ein BMW (mit deutschem Kennzeichen!) fährt, begleitet von einem Filmtruck mehrmals eine Straße rauf und runter. Cool!

Schöne Aussicht

Next Stop: Griffith Obser­vatory. Und hier oben herrscht schon reges Treiben, obwohl noch nicht so viele Busse da sind.

Die Aussicht ist aber auch wirklich grandios und das Hollywood-Sign haben wir in einem Suchbild verewigt. Sofie gibt einen kleinen Tip…

Auch das Obser­va­torium selbst wäre sicher einen längeren Besuch wert. Aber dafür haben wir jetzt nicht so viel Zeit, wie wir wollten.

Beim nächsten LA-Besuch wäre es toll, hier mal den abend­lichen Ausblick auf die Stadt zu genießen!

Walk of Bullshit

Weiter geht‘s den Berg wieder hinunter zum Walk of Fame. Diese ganze Ecke am Hollywood Boulevard mit dem Chinese Theatre, vor dem die Handab­drücke der Stars zu finden sind und dem Dolby Theatre, wo die Oscar­ver­leihung statt­findet, ist eine einzige Tourimeile mit allem Schlimmen, was dazugehört.

Die Geschäfte mit Touris­tennepp. Die Anquat­scher, die dir eine Holly­woodtour verkaufen wollen. Die verklei­deten Figuren, die für Fotos posieren wollen. Neu waren für uns aber die CD-Verkäufer, die einem ihre CDs fast schon mit Gewalt in die Hand drücken wollen. Nervig.

Wir sind aber zumindest erleichtert, dass auch für uns schon mal Sterne reser­viert sind.

Und cool ist auch der Blick vom Dolby Theatre hinunter auf das Treiben auf der Straße. Ansonsten: Muss man nicht nochmal haben.

Farmer‘s Market

Da mittler­weile schon der Magen knurrt, machen wir prakti­scher­weise Mittags­pause im Farmer‘s Market, wo man sich an den unter­schied­lichsten Ständen vom Chinesen über Brasi­lianer bis hin zum Franzosen alles Mögliche an Essen kaufen kann.

Wir entscheiden uns für Cajun­küche aus New Orleans und italie­nische belegte Brote. Gute Wahl!

Ganz schön edel

Am Sunset Strip, in Beverly Hills und natürlich dem Rodeo Drive wird es dann posh. Hier sieht es nun so gar nicht mehr wie am Vormittag aus — man sieht, dass hier Geld wohnt und Geld herum­spa­ziert.

Promis haben wir zwar keine gesichtet, aber mit dem kurzwei­ligen Quiz, dass Dennis mit uns während der Fahrt durch­führte, haben wir zumindest eine Vorstellung davon, wo die sich so rumtreiben.

Und am Holmby Park ist dann sogar Zeit für ein Extra­fa­mi­li­enfoto.

On the beach

In Santa Monica kommen wir dann endlich auch an den Pazifik. Der Ausblick hinunter auf den breiten Strand mit dem Vergnü­gungspier gefällt uns gut. Und vor allem sind hier mal Menschen zu Fuß unterwegs!

Unsere eigent­liche Strand­station haben wir dann am Ende der Stadttour am Venice Beach. Hier ist richtig was los!

Aber so richtig begeistert haben uns vor allem die Skate­boarder, die durch die wirklich coole Skater­anlage düsen. Der Kleinste war vielleicht 5 Jahre alt, konnte aber schon durchaus was mit seinem Brett anfangen. Stark!

Auf dem Blechdach

Nachdem wir uns nach der Stadt­führung im Hotel ein bisschen erholt haben, geht es heute tatsächlich per Uber zum Restaurant Tin Roof, was sich ein paar Kilometer südlich befindet.

Da wir nicht reser­viert haben, müssen wir ein bisschen am Tresen warten. Und da man bei den Amis mit 18 zwar schießen, aber nicht saufen darf, guckt Sofie uns dabei zu, wie wir unser IPA schlürfen.

Zum Trost gibt es eine Barkee­perin, die ihr Handwerk wirklich versteht. In einem Affenzahn werden Getränke einge­schüttet, gemixt oder geschüttelt.

Das Restaurant entpuppt sich dann als wirklich guter Tipp, denn alles, was wir uns bestellt haben, schmeckt tatsächlich auch wirklich lecker. Ein schönes Ende für einen schönen Tag!

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