Up and away
24. März 2018

Wir haben einen Langzeit­park­platz am Düssel­dorfer Flughafen über Airparks gebucht. Etwas unsicher, weil in der Beschreibung stand, dass der Parkplatz erst in 2018 eröffnet wird. Nicht, dass die den irrtümlich schon freige­schaltet haben und wir dann dumm dastehen? Aber Puste­kuchen. Der Parkplatz ist zwar noch eine halbe Baustelle, aber dafür gut ausge­schildert. Und auch unser Shuttle­bus­fahrer ist sofort zur Stelle und bringt uns so flott zum Terminal, dass wir auf einmal reichlich Zeit haben. Denn auch die Gepäck­aufgabe klappt nahezu problemlos. Bis auf die fehlenden ö‑Pünktchen, die bei unserer Flugbu­chung mit der ansonsten sehr empfeh­lens­werten Hopper-App verloren gegangen sind.

Zeit totschlagen

Da wir plötzlich so viel Zeit haben, gibt es beim franzö­si­schen Cafe im Flughafen ein Tarte­lette Citron für Annette und ein pain au chocolat für mich — wenn wir dieses Jahr schon nicht nach Frank­reich fahren…

Während wir auf das Boarding für unseren Flug nach München warten, kommt die Durchsage, dass der Flug aufgrund des Ferien­be­ginns überbucht sei. Für zeitlich flexible Fluggäste gebe es 125€, wenn sie eine Stunde später fliegen könnten. Schade, dass wir zeitlich nicht flexibel sind!

Denn in München bleibt uns praktisch keine Zeit zum Gammeln — wir steigen nahezu ohne Unter­bre­chung in den nächsten Flieger. Next Stop LA!

Unsere letzter Langstre­ckenflug ist schon eine Weile her und wir sind echt beein­druckt, was sich seitdem vor allem beim On-Board-Unter­hal­tungs­system getan hat. Alles per Touch indivi­duell auswählbar und mehr als genug Futter, um die 12 Stunden gut unter­halten zu sein. Daumen hoch! Auch für die Oscar­ge­win­nerin Frances McDormand in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“!

Lufthansa? Gerne wieder!

Vom Bordper­sonal fühlen wir uns übrigens bei der Lufthansa ausge­sprochen gut betreut. Anders als die von der Iberia, die einem sehr vermittelt haben, wie lästig man Ihnen sei.

Nach einem im Rahmen von Holzklasse und 12-Stunden-Flug sehr angenehmen Flug landen wir pünktlich in LA. Schon beim Lande­anflug wird uns klar, wie riesig diese aus Tausenden von Schach­brettern bestehende Stadt wirklich ist.

Dumm nur, dass wir fast eine Dreivier­tel­stunde auf eine Parkpo­sition warten müssen und dann noch der Spaß mit der Immigration auf uns wartet. Denn auch, wenn das alles gut organi­siert ist: Dieses Durch­ge­schleustwerden vom Einrei­se­au­to­maten mit schmei­chel­haften Fotos zum Immigration-Officer hat irgendwie was skurril-dysto­pi­sches.

Endlich wieder zusammen

Aber als wir endlich mit unserem Gepäck die letzte Kontrolle hinter uns gelassen haben, suchen wir im Pulk der am Ausgang wartenden Leute nach Sofie. Und als sie uns dann zuerst entdeckt und uns juchzend in die Arme fällt, ist das ein wunder­bares Gefühl — große Freude!

Nach der ausgie­bigen Begrüßung organi­siert uns unsere Ameri­ka­nerin souverän den Shuttlebus vom Hotel, der nur für uns angefahren kommt.

Er trans­por­tiert uns wie eine etwas zu dick und zu hoch geratene Stretchlimo zum Hotel Hampton Inn&Suites südlich vom Flughafen, wo sich mal wieder bestätigt, dass man sich auf die Booking-Bewer­tungen verlassen kann. Feines Hotel!

Animal Fries

Da wir vom langen Anrei­setag doch ganz schön geschlaucht sind, beschließen wir, in der Nachbar­schaft zu essen. Nach einem kurzen Fußweg, den Sofie, ganz ameri­ka­nisch, am liebsten im Uber (eine Art Privattaxi) zurück­gelegt hätte, landen wir bei einem In‘n‘out-Burger. Eine Art McDonald‘s mit lecke­reren Burgern und übersicht­li­cherer Speise­karte. Und lernen von Sofie, dass man auch Sachen bestellen kann, die nicht auf der Karte stehen. Wer also seine Pommes mit Käse, Röstzwiebeln und Sauce überbacken mag, bestellt demnächst ganz souverän „Animal Fries“. Reisen bildet!

Als wir dann aber kurz vor neun wieder im Hotel landen, geht es dann doch ins Bett. Während die Mädels noch quatschen, bin ich angeblich innerhalb von 2 Sekunden einge­schlafen.

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