Nach heiß kommt feucht
18. August 2017

Nachdem es gestern abend relativ schnell abgekühlt war, hatten wir nicht mit einem so sonnigen und heißen Tag gerechnet. Aber tatsächlich kommen wir beim Abbauen, Vorräte auffüllen, Putzen und Verstauen regel­recht ins Schwitzen!
Dabei wollen wir doch heute noch mal fein Essen gehen! Denn im Nachbarort Mirebel gibt es ein anscheinend sehr gutes Restaurant mit einem fast schon lachhaft billigen Mittagsmenu für 17,50€ inklusive Wein. Das Le Bouchon Du Chateau ist, als wir um kurz nach 12 dort aufschlagen, bereits gut gefüllt und wir werden allen Ernstes gefragt, ob wir reser­viert hätten! Nach dem kurzen Schreck kriegen wir aber den anscheinend tatsächlich einzigen freien Tisch. Puh!

Und was soll ich sagen: An diese leckeren Mittags­menus für vergleichs­weise kleines Geld und 100% preis-wert könnten wir uns sehr gewöhnen! Auch hier ist wieder alles aufwändig angerichtet, so dass auch die Augen satt werden. Und es ist genau so lecker wie es aussieht! Große Empfehlung!

Als wir das Restaurant zufrieden lächelnd verlassen, sind zwar ein paar Wolken aufge­zogen, aber nach der angekün­digten Gewit­ter­front sieht das nicht gerade aus. Trotzdem verlassen wir uns auf den Wetter­be­richt und sehen zu, dass wir das Jura hinter uns lassen. Aber nicht ohne vorher noch in Plasne, wo wir auf der Hinfahrt schon so lecker einge­kauft haben, noch einmal zuzuschlagen.

Und als wir das Jura verlassen, kommen tatsächlich auch die ersten Regen­tropfen. Aber Gottseidank bewegt sich das alles im Rahmen von normal-schlechtem Wetter und auch unsere Provi­sorien an Dach und Fenster halten weiter dicht. Sehr beruhigend!

Was sich aber ändert, sind die Außen­tem­pe­ra­turen. Die 30° vom Vormittag sind am Abend in den Vogesen nämlich mal locker halbiert — auf 15° sind wir mit unseren kurzen Sommer­sachen ja mal gar nicht mehr einge­stellt!

Und an unserem zunächst anvisierten France-Passion-Platz stehen wir wie Pik‑7 da, weil alle 3 Plätze schon belegt sind und wir daher noch mal neu suchen müssen.

In der Park4­night-App findet sich dann ein Natur­park­platz bei Saint Nabord, der etwas sein könnte. Aber als wir dort ankommen sind wir zunächst nicht wirklich begeistert. Sieht aus wie ein überdi­men­sio­nierter Parkplatz für ein kleines Naherho­lungs­gebiet mit vielen Schlag­lö­chern, die nach dem ganzen Regen ordent­liche Pfützenseen bilden.

Aber als ich das Gebiet ablaufe, stellt sich heraus, dass es durchaus schönere Stellen gibt, wo man mit dem MoMo ganz nett, ganz einsam und direkt am Wasser stehen kann. Das Wasser identi­fi­ziere ich zunächst als die Mosel, die hier durchs Tal fließt. Es stellt sich aber heraus, dass das sowas wie Auenseen sind, die sich hier in einer Biegung der Mosel gebildet haben. Sehr urig!

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