Im Schlem­mer­wein­land
27. Oktober 2017

Heute können wir es ruhig angehen lassen. Denn der Wetter­be­richt hält Wort: Im Laufe des Vormit­tags wird es richtig ungemüt­lich und wir machen es uns im MoMo bequem.

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Denn für Mittags haben wir uns vorge­nom­men, unserem neuen in Caillac angefan­ge­nen Hobby „Mittags­menu“ zu frönen. Denn das Linde­plat­zel sieht im Inter­net schon mal sehr vielver­spre­chend aus. Und als wir um 12 Uhr das MoMo verlas­sen, ist dann auch Sonne pünkt­lich am Start.

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Bei herrli­chem Wetter schlen­dern wir die Haupt­straße hinun­ter, nur um am anderen Ende dann lange Gesich­ter zu machen: „Ausge­bucht!“ Anschei­nend haben andere Leute das gleiche Hobby wie wir… Also beschlie­ßen wir, im etwas tradi­tio­nel­le­ren Restau­rant Gilg von der gleich­na­mi­gen Winze­rei unser Glück zu versu­chen.

Elsass0007.jpgDer erste Eindruck ist eher so meh… Etwas trutschige Einrich­tung und auch das silberne Besteck wirkt eher bieder als elegant. Wir bestel­len das Menu du saison. Wir haben an der Tafel etwas von potimar­ron (Maronen) und veloute (Suppe) gelesen und das flugs als Kasta­ni­en­suppe übersetzt. Und „cerf“? War das nicht Kalb? Passt scho…

Aber gut, dass unsere mangel­hafte Überset­zung uns nicht von der Bestel­lung abgehal­ten hat. Denn die potimar­ron entpuppt sich als kleiner Kürbis, wie wir beim Bezah­len erfah­ren (wer würde schon vor dem Essen fragen, was das sein könnte…?). Und den cerf habe ich beim Essen immer­hin schon treff­si­cher als Wild, so in Richtung Reh identi­fi­ziert. Richtig übersetzt war das ganze ein Hirsch­gu­lasch. Und alles ausge­spro­chen köstlich. Mjam!

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Solcher­ma­ßen abgefüllt gibt es zwei Möglich­kei­ten: Verdau­ungs­schlaf oder Verdau­ungs­spa­zier­gang. Wir entschei­den uns für letzte­res.

Das Chateau d’Andau sieht, wie Annette treffend feststellt, aus, wie Kinder eine Burg malen würden. Links und rechts zwei große Türme, dicke Mauer, fertig. Und quali­fi­ziert sich damit und mit der nicht all zu fernen Distanz für ein würdi­ges Wander­ziel.

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Ist das nicht der coolste Latten­jupp aller Zeiten?

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Als wir dort ankom­men, sind wir aber etwas unter­wäl­tigt. Es ist wirklich eher eine Ruine und von Fernsicht ist leider auch nichts zu vermel­den. Kann man machen, muss man aber nicht. Egal, denn auch heute gibt es wieder buntes Laub und Farben­spiele. Auch schön.

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Da der Tag schon fortge­schrit­ten ist, fahren wir nun im Nachmit­tags­licht weiter Richtung Süden und schla­gen unser Quartier in Châte­nois auf, wo es einen Womostell­platz mit Ver-/Entsor­gung gibt. Und kommen damit in die châte­noi­si­sche Rush-Hour, wo sich kurio­ser­weise an einem Kreis­ver­kehr der Verkehr endlos staut. Sachen gibt’s!

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