Die Brücke des Grauens

Elsass0001.jpgAn so einem Campingplatzmorgen verfliegt die Zeit irgendwie. Auf jeden Fall ist es schon reichlich spät, als wir uns Richtung Drusenheim aufmachen.

Und der dortige Parkplatz am Fähranleger ist ja fast zu schön, um wahr zu sein. Der Rhein fließt gemächlich an einem vorbei, die Sonne strahlt. Zeit zum Radfahren!

Wir haben uns eine schöne Strecke entlang der Rheinauen ausgeguckt. In Frankreich hin, auf deutscher Seite zurück und zum Schluss eine Fährfahrt. Hört sich gut an!

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Auf französischer Seite ist die Strecke perfekt asphaltiert, aber leider immer hinter dem Deich. Ist uns aber relativ egal, da wir die Bewegung in der ungewohnten Sonne genießen. Zunächst sogar nur im T-Shirt, was sich dann aber doch als etwas zu optimistisch gedacht herausstellt.

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In Offenheim mit seinen pastellfarbigen und teilweise grenzwertig grellbunten Häusern erspäht Annette auf der Wiese neben dem Wasser sogar eine Bisamratte – ob das die Bewohner des Ortes genau so putzig finden wie wir?

Hinter dem Ort werden Strecke und Landschaft deutlich ungemütlicher. Landstraße mit Kies- und Betonwerken links und rechts. Huch!

Der wirkliche Schreck kommt dann aber bei der Rheinüberquerung.

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Die Straße ist so schmal, dass wir gerne auf den ebenso reichlich engen Fußweg ausweichen. Nicht schön, aber so lässt es sich für die kurze Etappe aushalten. Dumm nur, wenn man dann feststellt, dass auch dieser Fußweg wegfällt und man gezwungen ist, über die Straße zu fahren, auf der so gerade mal 2 LKWs nebeneinander passen. Wenn da einer meint „Passt scho!“, wo nix mehr passt?

Annette ist nicht begeistert – insbesondere mit dem Hundehänger kein Spaß. Wir deklinieren alle Möglichkeiten durch und Annette ist schon kurz vorm Umkehren, als plötzlich ein Rennradfahrer stoisch an uns vorbeifährt. Wir beobachten das Schauspiel der sich brav hinter ihm sammelnden Fahrzeuge und als sich kurz darauf eine große Lücke in unserer Fahrtrichtung auftut, fahren wir los. Überlebt!

Elsass0006.jpgAuch auf deutscher Seite gibt es zunächst mal wieder die nicht so hübschen Betonwerke. Aber nachdem wir das Industriegebiet hinter uns gelassen haben, kommen wir plötzlich an einem kleinen Park vorbei. Mit Bank. Und im Sonnenlicht um die Wette leuchtenden Bäumen. Da kann man dann schon mal ein Mittagspicknick machen. Und auch die Hunde können sich erst mal die Beine vertreten.

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Landschaftlich wird es auf der deutschen Seite dann anschließend deutlich abwechslungsreicher und schöner als bei den Franzosen. Dafür haben wir hier häufiger Schotterwege. Naja, man kann nicht alles haben.

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Der Herbst fährt hier noch mal alles auf, um sich das Gütesiegel „Goldener Oktober“ zu verdienen. Tolle Herbstfarben!

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Und am Rhein, den wir kurz darauf wieder sehen können, können wir von einer Bank aus den gemächlichen Schiffsverkehr beobachten.

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Auf die Fähre warten so einige Autos und wir genießen es, mit den Rädern einfach so an ihnen vorbeizuziehen und Minuten später schon auf die Fähre zu radeln. Und die positive Überraschung zum Schluss: Das ganze ist sogar kostenlos!

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