Umstellungen

Man könnte es glatt persönlich nehmen. Auch heute morgen ist es wieder grau und trüb. Naja, dann fallen die Entscheidung zum Weiterfahren und der Abschied nicht so schwer. Trotz Landstraße kommen wir hier in Schweden einfach schneller und stressfreier voran. Tempomat an, Spur halten und fertig.

In Karlstad, der nächstgelegenen Großstadt, schnuppern wir das erste Mal seit langem richtige Großstadtluft. Mit Fuzo, Shopping Mall, Bettlern und Systembolaget. In ersterer stöbert Annette in ihrem Lieblingsklamottengeschäft und schafft es, trotz 50-70%-Sale nichts zu kaufen. Respekt! In zweiterer erledige ich das Simkartenkaufen in einem Bruchteil der Zeit und mit einem Bruchteil des Stresses von Norwegen. Dritte fallen mir das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten überhaupt auf und vierteres füllt unsere Biervorräte für einen Bruchteil der Kosten in Norwegen auf.

Jetzt aber auf nach Degerfors, wo Annette eine Wanderung für uns ausfindig gemacht hat. Denn wirklich viel Bewegung haben wir seit unserem Besuch des Brixdalsbreen nicht mehr gehabt.

In Degerfors gibt es das Sveafallens Naturreservat, wo eiszeitliche Felsklötze und Wasserlöcher zu sehen sind. Das Ganze wird garniert mit Blaubeersträuchern, Wurzeln, Moos und Kiefern. Also genau das, was man von Schweden erwartet.

Und, zugegeben, mir reicht die 17m hohe Felswand, von der wir von oben runtergucken, um Höhenangst zu kriegen. Gleichzeitig ist man aber versucht, nach all der Norwegen-Monumentalität ein “Oh wie süß!” auszurufen…. Ist halt alles eine Nummer kleiner in Schweden. Dafür hat es andere Qualitäten!

Pacman lebt!  Pacman lebt!

Und die kriegen wir zu spüren, als wir nach Karlskoga fahren, wo es einen wahrhaft paradiesischen Stellplatz fur Umme geben soll: Strom, Wasserver- und entsorgung, Internet, asphaltierte Stellplätze direkt am See. Aber irgendwo ist da bestimmt ein Haken, oder?

Ja, der Haken ist schlicht und einfach, dass wir zu spät sind. Alle Plätze auf dem anscheinend ganz neu angelegten und wirklich perfekt realisierten Platz sind schon belegt. Aber das gute an Schweden: Direkt daneben gibt es noch einen geschotterten Platz, der natürlich nicht so chic ist, aber wo am Abend dann noch einmal so viele Womos Platz finden wie eigentlich geplant. Und alles ist entspannt und easy.

Ach so. Noch ein Vorteil von Schweden: Wir konnten tatsächlich den Großteil des Tages im T-Shirt rumlaufen…

2 Kommentare
  1. Sabine Luxenburger sagte:

    Hallihallo,
    ich bin gerade auf Eur Seite gestoßen und hätte einen Tipp für Karlskoga, wenn Ihr denn noch dort seid und es nicht sowieso geplant habt…besucht das Nobel Museum und nehmt vor allem an der einzigartigen, kurzweiligen, interessanten Führung teil. Ein Highlight unseres Schwedenurlaubs 2016. Jetzt lese ich mal Eure Berichte von Norwegen und Schweden. Wir sind leider schon zurück… LG

    Antworten
    • Michael sagte:

      Schade, Sabine! Wir sind anscheinend gerade losgefahren, als du deinen Kommentar geschrieben hast. Ist aber fürs nächste Mal notiert, denn der Stellplatz ist wirklich klasse.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Kommentar verfassen