Von Strand zu Strand

26. September 2022

Gestern waren wir uns noch ganz sicher: Wir bleiben noch eine zweite Nacht hier. Passt doch alles: Strand, Ruhe, Sonnenschein.

Nach einer Nacht mit röhrenden Hirschen, einem streunenden Hund, der sich mit unseren Hunden einen Bellwettbewerb liefert und beginnendem Baustellenbetrieb am Montagmorgen sind wir uns relativ schnell einig: Och nö. Lieber weiter fahren.

Quietschender Sand

Bevor wir aufbrechen, unternehmen wir aber noch einen Strandspaziergang hier in Leba. Heute, am Montag, sind kaum Leute unterwegs und das Wetter ist immer noch freundlicher als vorhergesagt. Die Ostsee hat Schaumkronen vom etwas aufgefrischten Wind, ist aber immer noch nicht mit der Nordsee vergleichbar. Es wirkt immer noch sehr beschaulich.

Leba Strand

Wir lieben den wirklich grandios feinen Sand hier. Auch heute quietscht er wieder außerordentlich deutlich. Das hängt laut Wikipedia mit der Reibung zusammen, die bei Sand mit einer ganz bestimmten Zusammensetzung dazu führt, dass er diese Geräusche erzeugt.

Leba Strand
Leba Strand

Reisepläne hin und her

Wir tun uns extrem schwer mit der Planung unserer Rückreise. Eigentlich würden wir liebend gerne hier bleiben. Ein paar Kilometer in Richtung Heimat wären heute auch nicht verkehrt. Aber der Strand hier gefällt uns auch super.

Wir entscheiden uns für die scheinbar vernünftigere Lösung und wählen als Kompromiss als Zielort Kolberg, was 200 Kilometer weiter in Richtung Westen liegt und wo der Strand auch schön zu sein scheint. Am Ende ärgern wir uns aber eher über unsere Vernunft. Denn mit einem Supermarkteinkauf und drei Stunden Fahrt verbringen wir den größten Teil des sonnigen Tages eben nicht an der frischen Luft, sondern fahrend im MoMo. Blöd.

Insbesondere die merkwürdige Ortsdurchfahrt durch Koszalin entpuppt sich als richtig nervig, weil es zusätzlich zu der gesperrten Schnellstraße auch im Ort selbst noch mal eine Umleitung gibt. Da ist die Top-Schnellstraße in Richtung Kohlberg dann ein wahrer Genuss.

Versöhnliches Ende

Westlich von Kohlberg finden wir dann einen durchaus feinen Parkplatz in Meeresnähe. Dieser ist zwar direkt an der Landstraße gelegen, aber der Verkehrslärm hält sich zumindest abends in Grenzen.

Durch ein kleines, dicht bewachsenes Kiefernwäldchen gelangt man zum Ostseestrand, der hier ähnlich feinsandig wie in Leba ist. Da hier noch weniger los ist als in Leba können die Hunde endlich mal wieder ohne Leine am Strand toben. Hurra!

Strand Kolberg
Strand Kolberg
Strand Kolberg

Durch die langen Fahrten gibt es hier blogtechnisch in den kommenden Tagen wahrscheinlich weniger zu berichten. Ich werde die kommenden Tage und unser Fazit wahrscheinlich noch mal in einem abschließenden Eintrag zusammenfassen und bedanke mich schon mal fürs Mitlesen bis hierhin.

Schön, dass du ein Stück mit uns mitgefahren bist!

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Der wilde Westen von Mull

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4 Kommentare

  1. Danke fürs Mitnehmen. Eure Bilder sind der Wahnsinn 😍

    Viele Grüße
    Familie Weber

    Antworten
    • Danke für das Kompliment!

      Antworten
  2. Danke, ich bin auch wieder mitgefahren. Wieder mal viele tolle Bilder und ein Reisebericht der Freude macht.
    Ob mir das Land gefällt, kann ich noch nicht sagen. Da gehört mehr dazu als traumhafte Landschaft. Polen muss noch warten.
    Ich sage Danke, ich war gerne mit euch unterwegs und freue mich auf die nächste Reise.
    traudel

    Antworten
    • Schön, dass du dabei warst, Traudel.

      Antworten

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