Dänemark ruft
9. Juli 2020

Dass wir das noch erleben dürfen! Die Reise nach Dänemark und Norwegen ist nicht mehr nur Spinnerei sondern eindeutig Realität. 

Wir sind so aufgeregt, als würden wir das erste Mal mit einem Wohnmobil wegfahren. Haben wir auch an alles gedacht? Kriegen wir das alles noch verstaut? Muss man nicht doch lieber was zuhause lassen, weil man sonst überladen ist? 

Tatsache ist, dass unsere Reise­vor­be­rei­tungen länger als gewöhnlich dauern, weil uns wirklich die Routine zu fehlen scheint. Aber gegen kurz vor 12 ist dann wirklich alles im MoMo unter­ge­bracht. Alles? Wir haben beide trotzdem das unbegründete Gefühl, die Hälfte vergessen zu haben… Trotzdem brechen wir ausge­sprochen happy auf: Es geht endlich los!

Aufbruch

NRW nervt

Wir kommen zunächst aber gefühlt gar nicht vom Fleck. Was aber nicht am Verkehr an sich liegt, sondern vielmehr an der Unmenge von Baustellen, die es speziell in unserem Heimat­bun­desland gibt. Die A1 in Richtung Norden besteht eigentlich mehr aus Baustellen und wird nur mal kurz von freien Abschnitten unter­brochen. Nach zweieinhalb Stunden haben wir es bis hinter Osnabrück geschafft und brauchen erst mal eine Pause.

Die verbringen wir dann ganz stilecht mit hartge­kochten Oster­eiern, die uns unsere eierver­kau­fende Nachbarin noch angedient hat. Irgendwie kommen da Kindheits­er­in­ne­rungen hoch!

Eier

Regen, Regen, Regen

Nur leider setzt bei bei unserem Päuschen auch der Regen ein. Und was erst noch ganz nett aussieht, wird später ungemütlich. 

Regenaussicht

In Nieder­sachsen also kaum Baustellen, dafür aber Schweiss­wetter. Hm.

Regenautobahn

Kurz vor Hamburg machen wir ein zweites Mal Pause und können zumindest vom Reise­verkehr her Entwarnung geben. So leer hatte ich mir in den Sommer­ferien einen Rastplatz nicht vorgestellt!

leerer Rastplatz

Je nördlicher, desto Sonne

Hinter Hamburg wird nicht nur der Verkehr bald geringer, sondern auch das Wetter freund­licher. Man kann sogar etwas blau erkennen! Wir haben sogar den Eindruck, dass es eine klare Wetter­grenze gibt: In Deutschland noch Wolken, in Dänemark aber blauer Himmel. So haben wir uns das vorgestellt!

Richtung Norden

Dorfidylle

Unser Tagesziel ist Dänemark heute aber nicht mehr. Wir haben im Landver­gnügen-Führer den Hof der Familie Johannsen in Sprakebüll gesehen und für einen Besuch wert befunden. Nach unseren bisher eher durch­wach­senen Erfah­rungen mit den Landver­gnügen-Plätzen hatte ich schon Sorge, dass es hier auch wieder eng werden würde, überhaupt einen Platz zu kriegen. Aber die Realität sieht viel besser aus. Wir stehen hier nämlich komplett alleine! 

Und das ist bei einem so schönen Ziel schon recht verwun­derlich. Hier ist nämlich so richtig Dorfidylle zu finden. Aber nicht so leicht marode verfallend, wie in manchen Eifel­dörfern, sondern auffallend adrett mit Brunnen und Mitfahrbank. Hier ist natürlich der Hund begraben, aber wer uns kennt, weiß ja, das wir so was lieben…

Stellplatz Sprakebüll

Speise­kammer

Perfekt macht unser Glück dann noch die Speise­kammer des Hofes, die wir bei einer ersten Orien­tie­rungs­runde erkunden. Die öffnet von 7–21 Uhr und funktio­niert nach dem Prinzip der Kasse des Vertrauens. Sie bietet ein sehr ordent­liches Sortiment an, aus dem man sich bedienen kann. So haben wir uns das vorge­stellt mit dem Landvergnügen! Wir freuen uns schon auf den Hofladen, der morgen wieder öffnet und nicht nur noch mehr Auswahl, sondern auch noch frische Brötchen für uns im Programm hat. Die Urlaubs­stimmung steigt!

Speisekammer

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