Jungfernfahrt
8. März 2015

Pünktlich zum Wochenende hat sich auch der Frühling angekündigt. Nach der doch etwas sehr gewöhnungsbedürftigen Schneefahrt am Montag kommt Vorfreude auf!

Am Samstag vormittag holen wir das Womo am Stellplatz ab und kurven nach Hause. Irgendwie ist die Sitzposition aber noch sehr gewöhnungsbedürftig – was hat sich der Herr Fiat dabei gedacht, dass man entweder viel zu weit vom Lenkrad weg sitzt, um noch die Instrumente ablesen zu können, oder aber viel zu nah, so dass die Schienbeine gegen die Ablage unter dem Lenkrad stoßen? Da muss doch noch was zu machen sein…? Egal, jetzt wird erst mal eingeräumt!

Alles lässt sich problemlos in unserem “kleinen” Womo unterbringen. Zur befürchteten Platznot kommt es definitiv nicht. Das liegt aber vor allem daran, dass wir unsere Faltsessel, die eigentlich in die “Heckgarage” (die viel eher ein sehr schmales Staufach ist…) sollten, einen feinen Platz hinter dem Fahrersitz kriegen. Passt!

Nachdem alles an seinem Platz untergebracht ist, fummele ich noch mal am Lenkrad rum und stelle fest, dass es sich ganz wunderbar in der Entfernung zum Armaturenbrett verstellen lässt. Und nachdem auch der Sitz richtig eingestellt ist, sitze ich sowohl bequem als auch mit guter Sicht. Geht doch!

Bis alles dann untergebracht ist, vergeht aber doch noch so einiges an Zeit, so dass wir am späten Nachmittag erst in die Eifel aufbrechen. Wir haben uns Nideggen als Ziel ausgeguckt. Dort haben wir uns schon im letzten Jahr sehr wohl gefühlt und wir fanden, dass es nicht schaden kann, wenn man sich an seinem ersten Zielort zumindest ein bisschen auskennt…

Wir kommen zum Sonnenuntergang am Stellplatz Danzley an und parken dank Rückfahrkamera problemlos auf dem Stellplatz rückwärts ein. Gut, auf einem Platz wo links und rechts meilenweit Platz ist und man gemütlich nach hinten setzen kann, war das jetzt auch nicht so ein Kunststück… Aber Spaß macht es trotzdem!

Wir beschliessen, nicht ganz stilecht, die Womo-Küche heute Abend kalt zu lassen und zur Feier des Tages im Ort essen zu gehen. Schließlich haben wir heute schon genug gearbeitet… Auf dem Weg in den Ort werden wir noch mit diesem fantastischen Sonnenuntergang belohnt:

Wir geniessen ein leckeres Abendessen im kuriosen Restaurant Angus: Ein Steakhouse mit italienischen (viele Gnocchi-Varianten) und indischen(!) Gerichten. Da wir schon ewig nichts indisches mehr gegessen haben, gibt es also etwas indisches – wir haben es nicht bereut!

Zufrieden, satt und müde kehren wir zurück und fallen kurz darauf schon müde ins Bett. Ein aufregender Tag!

Die Nacht war dann sehr unruhig und nicht ganz so erholsam. Zum einen sorgt die Aufregung und das Verarbeiten der Ereignisse für wirre Träume und zum anderen wird es in der Nacht doch recht kühl – auf die naheliegende Idee, die Heizung ein bisschen höher zu drehen, kommt keiner von uns beiden…

Am nächsten Morgen trösten uns der strahlend blaue Himmel und der Sonnenschein über die nicht wirklich erholsame Nacht hinweg. Und auf dem Weg zum Brötchen holen steigt die Laune in Vorfreude auf diesen ersten richtigen Frühlingstag schon deutlich. Am Rathausplatz sieht Annette einen Mann mit Brötchentüte ins Auto steigen, aber wir sehen keine geöffnete Bäckerei. Hm?

Des Rätsels Lösung: Es wird direkt aus der Backstube im Hinterhof verkauft und wir schlagen bei all den leckeren Brötchen richtig zu, damit wir auch morgen früh noch etwas davon haben.

Wir frühstücken bei geöffnetem Fenster und geniessen in vollen Zügen unser erstes MoMo-Frühstück. Ja, MoMo ist tatsächlich kein Tippfehler, denn diesen Namen hat mein Vater gestern in einer SMS verwendet und er gefällt uns so gut, dass wir ihn direkt übernehmen. Unser MonsterMobil!

Um 11 Uhr brechen wir dann zur Wanderung rund um die Buntsandsteine auf und stellen fest, dass die Wanderkondition doch etwas gelitten hat, denn der heutige Spaziergang kommt uns schon vor wie eine Mammut-Tour! Dafür gibt’s aber schöne Aussichten zu genießen – auch wenn die überwiegend braune Natur gerne noch etwas zulegen darf!

Nach der Wanderung genießen wir noch ein Käffchen im MoMo und brechen dann ganz entspannt wieder Richtung Heimat auf. Und auf der Heimfahrt fühlt sich dann alles schon sehr viel vertrauter und stressfreier an. So kann es gerne weitergehen!

4 Kommentare

  1. Nett geschrieben
    Und weiterhin allzeit gute Fahrt!

    Antworten
    • Dankeschön!

      Antworten
  2. Schöner Bericht von Eurer Jungfernfahrt nach Nideggen in der Eifel. Ist der Stellplatz empfehlenswert?
    Gruß Michael

    Antworten
    • Ich fand den Stellplatz in Ordnung. Befestigt, der Ort ist fußläufig schnell erreicht und in der Nacht ruhig. Es ist aber eigentlich "nur" ein Wanderparkplatz, der nicht wirklich ausgewiesene Womo-Stellplätze anbietet und der tagsüber bei schönem Wetter entsprechend voll ist.

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Eifel | Kurztrip
Generalprobe geglückt

Generalprobe geglückt

Die letzten Wochen waren merkwürdig. Mit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine hat man den Eindruck, dass man von einer großen Krise in eine noch gewaltigere hineinschlittert. Mit Corona haben wir uns arrangiert. Geboostert und vorsichtig mit Maske wird uns...

Sweet Zoutelande

Sweet Zoutelande

Da habe ich doch glatt einen Blogeintrag von unserem Kurztrip vor 3 Wochen noch nicht gepostet! Wir waren endlich mal wieder auf Tour und haben die ersten Lockerungen in den Niederlanden dankbar mitgenommen. Viel Spaß beim Lesen und Schauen. Sogar ein Seehund war da!...

Radtour zum Naschikönig

Radtour zum Naschikönig

Ein bisschen vorab-wehmütig sind wir heute schon. Unser letzter voller Tag an der Schlei ist angebrochen. Aber wir wollen ihn noch mal so richtig genießen, bevor es morgen ins Corona-NRW zurückgeht. Frühpaddeln Annette macht es schon mal richtig. Sie schaut aus dem...

Negativ ist positiv

Negativ ist positiv

Das Dolce Vita an der Schlei setzt sich fort. Ausschlafen, Sonnenschein und frische Brötchen. Das einzig frustrierende sind die wirklich niedrigen Temperaturen und der frische Wind. Man möchte doch bei diesem Sonnenschein so gerne draußen frühstücken! Aber das...

Fischfrikadelle mit Aussicht

Fischfrikadelle mit Aussicht

Eine Sache kann man schon mal festhalten: Die in Schleswig-Holstein haben ganz schön gutes Wetter für ihr Modellprojekt bestellt. Auch heute begrüßt uns ein strahlend blauer Himmel und auch im Laufe des Tages sind die Wolken am Himmel eher malerisch als störend. Beste...

Schlei-Idylle

Schlei-Idylle

Unsere erste Nacht im MoMo mit Toffi. Es war nicht ganz einfach. Sie ist ein ganz schöner Angstbeller und hat uns (immer kurz vorm Einschlafen…) mit ein paar energischen Bellern, wenn jemand vorbeikam, noch mal aufgeschreckt. Aber irgendwann war dann auch gut und wir...

Versuchskaninchen

Versuchskaninchen

Es gibt einiges zu berichten! Wir sind wieder auf Reisen und können es immer noch nicht so ganz fassen. Aber das ist bei Weitem noch nicht alles – deshalb erst mal der Reihe nach. Gestatten, Toffi Noch einmal vielen Dank für die lieben Kommentare zu Mias Tod. Das hat...

Volle Dröhnung NatOur

Volle Dröhnung NatOur

Nee, wat ist dat schön hier! Wir stellen fest, dass es wirklich nicht viel braucht, um uns glücklich zu machen. Ein sonniger Morgen direkt am Fluss mit Ausblick auf Fischreiher und Libellen reicht uns da schon. Und macht es auch echt schwer, sich für unsere geplante...

Rund um die Our

Rund um die Our

Der heftige Regen hat in der Nacht nachgelassen und von einem Gewitter sind wir auch verschont geblieben. Und heute morgen scheint schon wieder die Sonne. So muss das sein! Wir lassen uns Zeit mit dem Aufbrechen und werden dafür mit bestem Fahrwetter belohnt. Klarer...

Verspäteter Regen

Verspäteter Regen

Den heutigen Tag hat uns der Wetterbericht als den schlechtesten der Woche präsentiert. Regen und Gewitter. Und das nicht zu knapp. Aber es bleibt auffällig trocken. Es ist zwar wie in den vergangenen Tagen alles reichlich auf der schwülen Seite, aber noch aushaltbar,...

Radelduschen und Waldbaden

Radelduschen und Waldbaden

Ups. Da haben wir wohl etwas verschlafen. Erst nach 9 Uhr wachen wir auf und wundern uns. Aber das gleichförmige Rauschen der Kyll direkt nebenan hat uns wohl regelrecht eingeschläfert. Egal! Wir feiern stattdessen lieber, dass wir das erste Mal seit gefühlten...

Eifelblech

Eifelblech

Unsere Nacht auf der Alpakafarm war friedlich. Das sanfte Tröpfeln des Regens auf den Alkoven war eher schlaffördernd. Das Wetter macht uns ja für die kommenden Tage eher Sorge. Im Wetterbericht werden jeden Tag Regenwolken angezeigt. Nicht das, was wir sehen wollen....