Watcher on the wall

Eigentlich war ja der Plan, es einmal etwas gemächlicher anzugehen. Aber als wir den Wetterbericht sehen, stellen wir fest, dass es besser wäre, noch etwas zu unternehmen, bevor ab 16 Uhr dann ziemlich regnerisches Wetter einsetzen soll.

Im Tal, was direkt an unserem Campingplatz Richtung Gletschergebiet abgeht, gibt es am Ende den Bergsetbreen. Wäre doch doof, wenn wir diesen Gletscher nicht auch noch mitnähmen!

Also reservieren wir einen anderen, fein geschotterten Stellplatz etwas näher am Hauptgebäude mit Tisch und Stühlen und fahren los.

Es geht auf schmaler Straße wieder mal gut bergauf und ich bin dem Treckerfahrer echt dankbar, der mit seinem Gülleanhänger extra für uns am Berg rückwärts fährt, damit wir vorbeikommen.

Am Anfang des Wanderweges ist ein im Vergleich zu gestern lächerlich kleiner Wanderparkplatz. Und nicht mal der ist gefüllt.

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Entsprechend übersichtlich ist auch die Zahl der Leute, die zusammen mit uns auf dem Weg unterwegs ist. Aber das ist uns auch recht.

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Diesmal ist es ein Mittelding zwischen problemlos und ein bisschen abenteuerlich. Meistens ist der Weg eben und sogar breit.

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Es gibt aber auch einige Passagen, die ganz schön überschwemmt sind und an einer Brücke rauscht der Gletscherbach mit Karacho auch neben dem Bachbett weiter. Da schmilzt gerade ganz schön viel Eis!

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Der Star auf dieser Tour ist aber mal wieder der Gletscher. Ganz anders als die beiden Gletscher der vergangenen Tage wirkt er, je näher man kommt, wie eine majestätisch mächtige und abweisende Eismauer. So stellen wir uns die „Wall“ aus Game of Thrones vor.

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Als wir schließlich an der roten Endmarkierung des Weges ankommen, werden wir von einem älteren Norweger gelobt, dass wir nicht noch weiter gehen, wie der Niederländer mit seinen 4 Kindern vor uns. Nach seiner Erfahrung könnten jederzeit auch größere Eis- oder Gesteinsbrocken runterkommen. Muss man ja nicht haben.

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Das Wetter ist kurios. Obwohl es sich immer mehr zuzieht und die Wolken über den Gletscher fliegen, ist es eher schwülwarm. Der Schweiß fließt fleißig. Mit Blick auf die Uhr (und die angekündigten Regenfälle) treten wir den Rückweg an.

Und als wir um 16 Uhr am Campingplatz ankommen, fallen auch prompt die ersten Tröpfchen. Alles richtig gemacht! Naja, fast. Denn bis auf einen kleinen Schauer kommt dann nicht mehr viel.

Bald ist es wieder trocken und wir können danach den ganzen Abend noch draußen sitzen und uns die irren Wolkenbilder angucken, die sich über den Himmel schieben und immer neue Bilder und Lichtstimmungen erzeugen. Dramatisch, aber ohne einen Tropfen Regen. Es gibt Schlimmeres…

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4 Kommentare
  1. Christiane sagte:

    Hi ihr Lieben!
    Ihr seht ja happy aus! Aber alle eure Fotos sind immer so toll. Danke, dass ihr uns alle immer mit auf Reisen nehmt. Wünsche euch noch wundervolle Erlebnisse. Bis bald. LG Christiane

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