Watcher on the wall
28. Juli 2018

Eigentlich war ja der Plan, es einmal etwas gemäch­licher anzugehen. Aber als wir den Wetter­be­richt sehen, stellen wir fest, dass es besser wäre, noch etwas zu unter­nehmen, bevor ab 16 Uhr dann ziemlich regne­ri­sches Wetter einsetzen soll.

Im Tal, was direkt an unserem Camping­platz Richtung Gletscher­gebiet abgeht, gibt es am Ende den Bergs­et­breen. Wäre doch doof, wenn wir diesen Gletscher nicht auch noch mitnähmen!

Also reser­vieren wir einen anderen, fein geschot­terten Stell­platz etwas näher am Haupt­ge­bäude mit Tisch und Stühlen und fahren los.

Es geht auf schmaler Straße wieder mal gut bergauf und ich bin dem Trecker­fahrer echt dankbar, der mit seinem Gülle­an­hänger extra für uns am Berg rückwärts fährt, damit wir vorbei­kommen.

Am Anfang des Wander­weges ist ein im Vergleich zu gestern lächerlich kleiner Wander­park­platz. Und nicht mal der ist gefüllt.

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Entspre­chend übersichtlich ist auch die Zahl der Leute, die zusammen mit uns auf dem Weg unterwegs ist. Aber das ist uns auch recht.

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Diesmal ist es ein Mittelding zwischen problemlos und ein bisschen abenteu­erlich. Meistens ist der Weg eben und sogar breit.

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Es gibt aber auch einige Passagen, die ganz schön überschwemmt sind und an einer Brücke rauscht der Gletscherbach mit Karacho auch neben dem Bachbett weiter. Da schmilzt gerade ganz schön viel Eis!

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Der Star auf dieser Tour ist aber mal wieder der Gletscher. Ganz anders als die beiden Gletscher der vergan­genen Tage wirkt er, je näher man kommt, wie eine majes­tä­tisch mächtige und abwei­sende Eismauer. So stellen wir uns die „Wall“ aus Game of Thrones vor.

Bergsetsbreen-013-Bearbeitet.jpgBergsetsbreen-027-Bearbeitet.jpgBergsetsbreen-045-Bearbeitet.jpgBergsetsbreen-055-Bearbeitet.jpg

Als wir schließlich an der roten Endmar­kierung des Weges ankommen, werden wir von einem älteren Norweger gelobt, dass wir nicht noch weiter gehen, wie der Nieder­länder mit seinen 4 Kindern vor uns. Nach seiner Erfahrung könnten jederzeit auch größere Eis- oder Gesteins­brocken runter­kommen. Muss man ja nicht haben.

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Das Wetter ist kurios. Obwohl es sich immer mehr zuzieht und die Wolken über den Gletscher fliegen, ist es eher schwülwarm. Der Schweiß fließt fleißig. Mit Blick auf die Uhr (und die angekün­digten Regen­fälle) treten wir den Rückweg an.

Und als wir um 16 Uhr am Camping­platz ankommen, fallen auch prompt die ersten Tröpfchen. Alles richtig gemacht! Naja, fast. Denn bis auf einen kleinen Schauer kommt dann nicht mehr viel.

Bald ist es wieder trocken und wir können danach den ganzen Abend noch draußen sitzen und uns die irren Wolken­bilder angucken, die sich über den Himmel schieben und immer neue Bilder und Licht­stim­mungen erzeugen. Drama­tisch, aber ohne einen Tropfen Regen. Es gibt Schlim­meres…

Cloudporn-011-Bearbeitet.jpg

4 Kommentare

  1. Hallo Annette und Michael,

    Test der Kommen­tar­funktion

    Gruß Walter

    Antworten
    • Hurra, es klappt wieder!

      Antworten
  2. Hi ihr Lieben!
    Ihr seht ja happy aus! Aber alle eure Fotos sind immer so toll. Danke, dass ihr uns alle immer mit auf Reisen nehmt. Wünsche euch noch wunder­volle Erleb­nisse. Bis bald. LG Chris­tiane

    Antworten
    • Dich nehmen wir doch gerne mit! 🙂

      Antworten

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