Unser Abenteuer geht weiter. Heute brechen wir unsere Zelte in Dinnet ab und fahren noch weiter ins Tal hinein. Obwohl wir drei Tage hier waren, hätten wir noch reichlich Trips in petto, die ein Wiederkommen rechtfertigen. Werden wir wiederkommen? Definitiv!
Fish Shop
Heute steht seit längerem mal wieder Lecker Essen auf dem Tagesplan. Nicht, dass wir im MoMo nicht auch lecker essen können, aber heute wollen wir uns mal wieder verwöhnen lassen.
Im Bib Gourmand haben wir den Fish Shop in Ballater gefunden, für den wir mittags einen Tisch reserviert haben. Der Name ist für uns als Fisch-Fans schon mal verheißungsvoll, die Bewertungen sind begeistert – was soll da schon schiefgehen? Allerdings sind wir nach dem gestrigen Desaster mit dem Mac&Cheese etwas vorsichtig geworden. Ob Ballater uns heute mehr begeistern kann?
Meine Skepsis erweist sich schnell als unbegründet. Freundliche Begrüßung, geschmackvolle Einrichtung und ein 3-Gänge-Mittagsmenü für 26 € mit lecker klingenden Gerichten: Genau unser Ding.

Es ist dann auch wirklich ein Essensgenuss, der sich nicht hinter den Mittagsmenüs in Frankreich verstecken muss. Im Gegenteil: Das ist richtig gute Küche hier! Einziger übler Fauxpas: Espresso in einer regulären Kaffeetasse zu servieren ist schon arg stillos. Aber ansonsten: 10/10.


Wir überlegen kurz, ob wir morgen einfach wieder hier essen gehen. Aber so ganz passt es dann doch nicht in den Reiseplan, denn Ballater liegt nicht auf unserer Abreiseroute. Wir freuen uns aber jetzt schon auf den nächsten Besuch dort!
Kurze Shoppingeskalation
Anschließend gehen wir noch zu Wilkies, wo Annette gestern im Schaufenster ein Kleid gesehen hat. Nur mal eben anprobieren…
Ich muss dann meine gestrige Einschätzung, dass man in Ballater nicht shoppen könne, zügig revidieren. Annette findet so einige Kleidungsstücke, die man in Deutschland jetzt nicht unbedingt finden würde. Und wenn nicht manche der „New Arrvials“ bereits in den normalen Größen ausverkauft wären, hätten wir vielleicht die nächstgrößere Einkaufstüte benötigt. Aber auch so verlässt Annette das Geschäft mit einem Strahlen.
Linn of Dee oder Linn of Quoich?
Wir fahren nun weiter hinein ins Tal des River Dee. Es wird vielleicht noch ein Stückchen uriger, wenn auch nicht so karg wie im Glen Muick. Ein wenig erinnert uns die Landschaft an die Fahrt entlang des Madison River in West Yellowstone.
Unser Ziel ist das Ende der Straße, wo es zwei attraktive Ziele gibt. Zum einen das Linn of Dee und ein wenig weiter Linn of Quoich.
Wobei Linn sich am ehesten mit Klamm übersetzen lässt. Es ist eine Schlucht, in der sich das Wasser den Weg durch den Fels gesucht hat.
Unser ursprünglicher Plan, beim Linn of Quoich zu starten, ist Makulatur, als wir den Waldparkplatz hinter der Brücke am Linn of Dee sehen. Auch hier erinnert uns das etwas an die Nationalparks in den USA. Außer, dass die Straßen nicht gerade US-Dimensionen haben…
Wir bleiben hier.
Lin of Dee
Eine Sache, die das Linn of Dee mit Sicherheit so populär gemacht hat (im Sommer soll es hier richtig voll sein!), ist der gemütliche und trotzdem spektakuläre Spazierweg, den man hier vom Parkplatz aus in einer guten Stunde machen kann.

Dass es hier pittoresk ist, findet auch ein Brautpaar, das hier malerisch unterhalb der Brücke abgelichtet wird. Das werden bestimmt feine Bilder!

Wir bestaunen derweil die toll ausgewaschenen Becken und die schieferartig geschichteten Felsen am Rande des Flusses. Das Ganze mit den Farben des Herbstes? Spitzenklasse!


Lui Water
Nachdem wir die Straße überquert haben, wenden wir uns gen Norden und laufen nun entlang des Lui Water, welcher hier in den River Dee mündet.

Auch hier wieder Ausblicke und Ansichten zum Niederknien. Was ich auch buchstäbliche tue, um Wasser und Herbstlaub in den richtigen Bildausschnitt zu bekommen.



An einer anscheinend aufgegebenen Lachstreppe gibt es weitere Fotomotive. Es hört einfach nicht auf!



Grande Finale
Nachdem wir glücklich wieder am MoMo angekommen sind, schnappe ich mir noch mal das Stativ und gehe für Langzeitbelichtungen noch mal zurück zur Klamm.
Die ist mit der Brücke obendrüber wirklich sehr fotogen.

Gut, dass Annette nicht mitansehen muss, wie ich am Abgrund immer noch eine bessere Position für das nächste Bild suche.
Da es trocken ist, sind die Steine sehr griffig. Aber bei Feuchtigkeit würde ich sicherlich nicht an die Stellen gehen, die heute kein Problem waren. Ein tolles Erlebnis!



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