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Düstere Klippen und faulende Schiffe

IMG_4094-Bearbeitet.jpgIMG_4114-Bearbeitet.jpgDer Stellplatzwechsel kurz vor Mitternacht hat sich zwar insofern ausgezahlt, dass es danach deutlich ruhiger war, aber gut geschlafen haben ist was anderes. Nach einer Dusche in der Unisex-Toilette bin ich aber trotzdem so erfrischt, dass es für einen Gang zum Bäcker reicht. Wir müssen allerdings feststellen, dass das die mit Abstand schlechtesten Croissaints und Pain au chocolat sind, die wir bisher in Frankreich bekommen haben. Und das ausgerechnet auf der Croissant-Halbinsel!

Wir machen nach dem Frühstück noch eine ausgiebige Hunderunde hinunter zum Plage den Pen Hat und haben jede Menge Spaß mit den wüst und begeistert spielenden Hunden.IMG_4104-Bearbeitet.jpg

Als nächster Stop steht Pointe de Pen Hir auf dem Programm. Allen Reiseführern nach das Highlight auf der Halbinsel. Und tatsächlich ist die Aussicht hier schon reichlich toll. Steil abfallende helle Granitklippen, die auch gerne als Kletterfelsen genutzt werden.IMG_4133-Bearbeitet.jpg

Crozon-013-Bearbeitet.jpgCrozon-058-Bearbeitet.jpgCrozon-021-Bearbeitet.jpgCrozon-048-Bearbeitet.jpgCrozon-027-Bearbeitet.jpgIMG_4132-Bearbeitet.jpg

Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Wetterbericht uns eindeutig mehr Sonne versprochen hat. Es ist eigentlich durchgängig grau in grau und dazu bläst auch ein durchaus frischer Wind. Natürlich immer noch 100x besser als der Schnee, der wohl heute zuhause tatsächlich zu Ostern gefallen ist.Crozon-061-Bearbeitet.jpg

IMG_4119-Bearbeitet.jpgWir tun uns schwer mit unseren Plänen für den Tag. Letztendlich entscheiden wir uns zunächst mal für den Schiffsfriedhof in Camaret. Mittlerweile kennen wir uns ja schon gut aus, parken das MoMo am oberen Kreisverkehr und gehen die paar letzten Meter hinunter zum Hafen. Und hier ist heute mal richtig was los. Die Leute spazieren auf dem schmalen Stück zum Tour Vauban als würden sie dafür Geld kriegen.

Ist mir aber relativ egal, denn mein Augenmerk gilt den Schiffswracks, die hier offensichtlich als Hingucker geparkt wurden. Denn es hat schon was, dem Verfall zuzugucken. Rost, abblätternde Farbe, Löcher und nicht zuletzt die freiliegenden Ruder und Schiffsschrauben. Da lacht das Fotografenherz!IMG_4120-Bearbeitet-Bearbeitet.jpgCrozon-115-Bearbeitet.jpg

Auf unserem Weg Richtung Cap de la Chevre kommen wir am gigantischen Plage de Goulien vorbei. Geradezu unwirklich wirkt dieser riesig breite Strand mit seinen vorgelagerten Klippen, der auf einmal im schönsten Sonnenschein strahlt.

Crozon-135-Bearbeitet.jpgWir biegen kurzentschlossen zum Parkplatz ab und wollen uns diesen Strand genauer angucken. Also, eigentlich nur ich, denn Annette ist der Meinung, dass Elli vom bisherigen Tag schon fertig und erschöpft sei, trägt sie fürsorglich hinunter und sucht sich einen warmen Platz am steinigen Strandrand. Elli hat aber noch nicht mitbekommen, dass sie erschöpft ist und läuft fröhlich auf und ab, rangelt mit Mia und kommt auf jedes Kind, was vorbeikommt, enthusiastisch zugelaufen. Nach diesem Programm macht sie allerdings auch auf mich den Eindruck, dass es jetzt mal genug Action für den Tag war.Crozon-131-Bearbeitet.jpg

Wir lassen daher am Pointe de Dinan die Hunde im Auto und machen uns alleine zur Spitze dieser kleinen Halbinsel auf. Die Besonderheit hier (neben dem fast schon selbstverständlichen grandiosen Meerblick): Es gibt das Chateau de Dinan, einen Felsklumpen am äußersten Ende der Halbinsel, der wirklich mit ein bisschen Fantasie aussieht wie eine Burg aus Game of Thrones.Crozon-182-Bearbeitet.jpgCrozon-167-Bearbeitet.jpgCrozon-191-Bearbeitet.jpg

Leider ist der Parkplatz hier sehr uneben, so dass wir beschließen weiter zu fahren. Und es lohnt sich. Der Weg zum Cap de la Chevre führt uns durch noch einsamere Gegenden der Insel. Uns erinnert die Strecke teilweise an den Weg zum Cap de Barbaria auf Formentera, denn auch das Abendlicht ist ähnlich orangig warm. Unterwegs kommen wir noch an einem Strandparkplatz vorbei, den wir aber erst mal für den kommenden Abend zurückstellen. Auch die kleinen Hausansammlungen, für die das Wort Dorf noch eine Übertreibung wäre, sehen teilweise herzallerliebst aus. Eine tolle Ecke ist das hier!

Auf dem großen Parkplatz am Cap stehen zwar schon einige Womos, aber es ist nicht weiter schwer, einen schönen Platz für uns zu finden.IMG_4122-Bearbeitet.jpg

Kurz vor Sonnenuntergang machen wir uns Richtung Klippen auf. Diesmal gibt es „nur“ einen schönen Sonnenuntergang und kein Himmelsfeuerwerk wie in Brignogan Plages. Und Annette rügt mich zurecht als ich ein bisschen maule, dass ich da besseres gewohnt bin…Chevre sunset-005-Bearbeitet.jpgChevre sunset-014-Bearbeitet.jpgChevre sunset-027-Bearbeitet.jpg