Goodbye, California!

Irre, wie schnell 2 Wochen vergehen können. Waren wir nicht gerade erst in LA gelandet? Aber auf der anderen Seite: Was haben wir in der Zeit alles erlebt: die entspannte Stadtrundfahrt durch LA, Streit mit Crap Time, Alabama Hills, Wüste, Joshua Trees, Segeln, Blumenträume, Seelöwen und Shopping. Aber vor allem die Menschen, die uns hier mehr als nur willkommen geheißen haben!

Abschied

Und so nehmen wir zwar schweren Herzens Abschied von Sofie und „ihrer“ US-Familie, sind aber gleichzeitig unheimlich glücklich, dass wir so tolle Leute rund um Sofie wissen. Ich möchte nicht wissen, wie es uns gegangen wäre, wenn wir uns in irgendeiner Form hätten Sorgen machen müssen, wie sie die restlichen Monate bis zum Sommer rumkriegen solle.

Entsprechend fahren wir mit einem leicht schizophrenen Gefühl von absolutem Glück und Traurigkeit los, winken noch einmal und dann verschwinden alle Personen hinter der nächsten Kurve und wir sind das erste Mal in diesem Urlaub zu zweit unterwegs.

Crap Time? You bet!

Über den Highway, der sich Richtung LA immer mehr füllt, fahren wir, mit letztem Blick auf den Pazifik zur Womo-Übergabe zu Best Time.

Brav füllen wir kurz vorher noch das Gas wieder auf und auch getankt wird noch einmal. Mein erster Versuch mit 50$ füllt es aber nur zu ¾. Also nach mal nachschießen: 30$ müssten doch reichen…? Naja, wir liegen so gut wie auf der weißen „Full“-Markierung. Wird wohl reichen.

Tut es natürlich nicht. Denn auch die Rückgabe gestaltet sich Crap-Time-gemäß. Es wird nämlich nicht nur der nicht ganz gefüllt Tank moniert (wofür ich ja durchaus Verständnis habe, mir aber bei dem ganzen Ärger eine etwas kulantere Abwicklung gewünscht hätte) sondern auch ein paar Streifspuren, die sich unterhalb der Aufbautür befinden.

Wir können uns nicht mal ansatzweise an eine Situation erinnern, wo etwas geschehen sein könnte, was an genau dieser Stelle Kratzer verursacht haben könnte. Und auch die Stelle ist uns suspekt – hätte man das wirklich bei der Begehung in Las Vegas sehen und vor allem monieren müssen? Es stinkt alles ein bisschen sehr nach Abzocke.

Ich schlage vor, dass ich mich sehr gerne darüber mal mit Martin oder Neil unterhalten würde, aber wie immer ist gerade keiner zuständig oder erreichbar. Erst nachdem ich sehr deutlich gemacht habe, dass ich keinen Cent für so einen Quatsch auf den Tisch lege und nach plötzlich doch möglicher Rücksprache mit Neil wird auf ein Einbehalten der 1000$-Kaution verzichtet.

Und es passt dann einfach ins Bild, dass auch die Schlussabrechnung am PC nicht funktioniert, sondern der Rechner einfriert.

Während also alle anderen Mieter schon im Shuttlebus zum Flughafen sitzen, versucht Pablo, das Ding ans Laufen zu bringen. Ich kann aber berichten, dass mittlerweile tatsächlich eine korrekte Rückerstattung der Kaution erfolgt ist. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass nicht mal das klappt…

Relax in LAX

Der Rest des Tages gestaltet sich erstaunlich unspektakulär. Der Shuttlebus fährt uns durch trübes LA-Wetter. Rechtzeitig zur Ankunft im LAX kommt aber tatsächlich noch einmal die Sonne durch.

Und dann heißt es Gepäck aufgeben, Warten, Security, Warten. Die letzten Dollars in Cash setzen wir fast punktgenau in Kaffee um.

Nachtflug

Und dann: Rückflug im riesigen Airbus A388. Hatte ich mir irgendwie mehr von versprochen. Wegen des Nachtflugs ist alles eher gedämpft. Weniger Service, das In-Seat-Entertainment mit einem sehr zähen Touchscreen und nur 2 Mahlzeiten. Naja, schlecht ist immer noch anders.

Was allerdings heftig unangenehm ist: Luftlöcher. Wenn das ganze Flugzeug ruckelt und wackelt als wäre es gerade von der Straße abgekommen und eine Böschung hinunterpoltern, rutscht einem echt das Herz in die Hose. Nach wenigen Minuten ist der Spuk zwar vorbei, aber es braucht schon ein bisschen, bis das Adrenalin abgebaut ist…

Einmal warten, bitte

In München haben wir dann noch mal einen längeren Aufenthalt, aber tatsächlich macht es uns gar nicht viel aus. Wir genießen dieses komplette „aus der Zeit gefallen sein“ und außerdem stelle ich nach 2 Wochen USA fest, dass es auch wieder schön ist, in Deutschland zu sein. Hat auch was.

Falscher Parkplatz

Die ganze Rückreise hat bisher (Crap Time jetzt mal ausgenommen) so butterweich funktioniert, dass wir es selbst kaum glauben können. Da muss doch noch was schief gehen!

Hm, wir müssen ja schließlich noch unser geparktes Auto abholen. Also rufe ich in Düsseldorf brav die Handynummer an, die auf der Visitenkarte von Airparks steht und wir stellen uns anschließend an die verabredete Pickup-Stelle.

Es kommt nach einiger Zeit auch der Shuttlebus und lädt unsere Sachen ein. Zu welchem Parkplatz wir denn wollten? Sie hätten ja zwei. Ich zeige die Visitenkarte vor und unser Fahrer weiß sofort Bescheid. Komisch nur, dass er uns nicht auf seinem Abholschein hat. Und auch mit meiner Buchungsbestätigung nichts anfangen kann.

Wir fahren also mit einem anderen Paar los und kommen an einem mir gänzlich unbekannten Parkplatz an. Habe ich wirklich so einen schlechten Ortssinn? Nein, es ist natürlich der falsche Parkplatz… Kann ja mal passieren. Wir sind beruhigt, als der Fahrer uns verspricht, dass er uns dann halt zum richtigen Parkplatz fährt.

Komisch ist nur, dass wir plötzlich wieder am Terminal ankommen. Hä? Ja, es käme gleich ein Vito, der uns abholen würde, erklärt der Fahrer, während er unsere Koffer ausräumt. Nee, ne?

Eine Horde anderer Kunden möchte ebenfalls zu ihren Auto gebracht werden. Und einer nach dem anderen sagt, dass er gerne zu unserem Parkplatz möchte. Also werden auf einmal alle Koffer wieder eingeladen und wir fahren erneut los…

Und tatsächlich erkennen wir hier alles wieder und auch unser Auto steht brav, wo wir es verlassen haben. Dann noch ein kleiner Schreck, als beim Anlassen so ungefähr gar nichts passiert. Batterie leer…? Aber nein, ich war es nur nicht mehr gewöhnt, beim Anlassen die Kupplung zu treten… Nach 2 Wochen Automatik kommt einem das dann richtig antiquiert vor.

Hunde und Grieche

Nachdem wir die Hunde unter großer Wiedersehensfreude bei Hannah abgeholt haben und ein bisschen quatschen konnten, kann es nach endlich nach Hause gehen. Aber da jetzt doch ein bisschen Hunger aufkommt, geht es kurz vor dem Ziel noch mal zu unserem Stamm-Griechen.

Und dann: Ist die Kalifornienreise endgültig Geschichte. Aber was für eine!

Beach and Barbecue

Eine Sache haben wir in diesem Urlaub noch viel zu wenig gemacht: Strandurlaub! Da sind wir endlich am Pazifik und waren noch nicht einmal so wirklich für längere Zeit am Strand – das muss sich an unserem letzten Tag noch dringend ändern!

Mission Beach

Wir fahren also mit den Kindern zum Mission Beach, Sofies Lieblingsstrand in San Diego.

Und hier findet man das Strandleben, was man als Kalifornien-Klischee im Kopf hat. Feinsandiger Strand, prächtige Wellen, easy going. Denn es ist wirklich bemerkenswert, wie entspannt hier alle sind. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass es geradezu bilderbuchhaftes Wetter für einen „day at the beach“ ist. Strahlender Sonnenschein, ein kühlender Wind und daher nicht zu heiß und nicht zu kalt.

Die Kinder haben viel Spaß beim Spielen im Sand und auch Annette ist im Förmchenfieber.

Meins, meins!

Der Kracher sind die Möwen, die hier unablässig alles daraufhin abscannen, ob es hier nicht etwas zu holen gibt. Als unsere Strandnachbarn ihren Bollerwagen zu lange unbeaufsichtigt lassen, wird dort mal ein Butterbrot gemopst. Und auch unsere in den Sand gefallenen Cracker werden begierig beäugt. Was mir die Gelegenheit für tolle Möwenfotos gibt, da diese praktisch regungslos unmittelbar über mir schweben.

Seaport Village

Eine andere Sache haben wir bisher auch noch nicht gemacht: Die Marina in San Diego Downtown besucht. Im Seaport Village Deli machen wir eine kleine Mittagspause und fallen dort mal wirklich auf die Touristenabzocke rein. Überteuert und im Falle meiner Clam Chowder wirklich richtig schlecht. Nunja, ansonsten haben wir ja wirklich viel Glück gehabt. Und immerhin sieht es nett aus dort.

Für diesen üblen Fraß gibt’s direkt die Quittung bei Tripadvisor…

Unconditional Surrender

Im Hafen liegt die USS Midway – ein echt heftig großes, ausrangiertes Kriegsschiff. Und drumherum tummeln sich die diversesten Büdchen, Stände und Musiker. Insbesondere der Gitarrist an der Statue „Unconditional Surrender“ ist wirklich unfassbar inbrünstig. Und unfassbar schlecht.

Ansonsten bewahrheitet sich, was Sofie uns schon angekündigt hat. Diese Ecke ist fest in chinesischer Touristenhand und man wird dann gerne auch schon mal energisch dazu ausgefordert, doch bitte aus dem Bild zu gehen, dass Papa von Mama machen will…

Marina

Und hier schließt sich so ein bisschen dann für uns auch ein Kreis. Denn was mit dem tollen Segeltörn am Sonntag begonnen hat, endet jetzt hier auf der Landseite. Und irgendwie war die Geschichte mit dem Segelschiff dann doch die coolere Variante…

Abschied mit Barbecue

Für uns heißt es dann zuhause Koffer packen und alles vorbereiten, so dass morgen mit unseren Freunden von Best Time nicht wieder alles schief geht.

6e323024-5565-4b57-91d4-d50e0b07e066

Und George macht seinem Ruf als Grillmeister für Steaks alle Ehre. Beim Anblick der 3cm dicken Oschis hatte ich schon größte Befürchtungen und erinnerte mich an zähe Kauorgien mit den Steaks die wir auf unserer Tour vor 14 Jahren gekauft hatten. Aber er erweist sich als echter Könner, denn ich glaube, ich habe wirklich noch nie ein besser gegrilltes Steak gegessen. Würzig, saftig und butterzart – himmlisch! Bloß blöd, dass ich vor lauter Begeisterung vergessen habe, Bilder zu machen…

Next level shopping

Bevor wir „unseren“ Tag starten, bringen wir Maddie noch in ihren Kindergarten. Oder, wie das hier heißt: „Child Development Center“. Und mir kommen schon ein bisschen die Tränen: So könnte also Vorschule/Schule aussehen, wenn man ein bisschen Geld in die Hand nähme.

Und sicherlich, dies ist eine private Einrichtung. Aber wenn man es mit dem Zustand unserer schulischen Gebäude vergleicht, wirkt das, als wäre man in Deutschland in einem besseren Entwicklungsland.

Hello Horse!

Heute zeigt uns Sofie den Stall mit Islandpferden, den sie auf Empfehlung einer Stallfreundin gefunden hat. Herrlich gelegen in einem Viertel, wo anscheinend nur Pferdefreunde wohnen. Denn hier gibt es keinen Radweg neben der Straße, sondern einen Reitweg!

Aber auch sonst ist es hier wirklich mediterran idyllisch. Palmen hier, üppig bestückte Zitronenbäumchen dort. Treffenderweise heißt der Stall „Sunland“.

In dieser Landschaft die Isis zu sehen ist dann noch ein bisschen merkwürdiger als es bei uns im grünen Bergischen ist. Aber die Pferde (und ein Esel!) fühlen sich wohl und werden auch hier von ihren Besitzern heiß geliebt.

Und Sophia zeigt sich erstaunlich furchtlos, begrüßt jedes Pferd mit einem fröhlichen „Hello Horse!“ und möchte auch streicheln. Good Girl!

Next level Mall

Anschließend zeigt uns Sofie die ganz neu entstehende Westfield-UTC Mall. Ich hatte eine etwas großzügigere Variante eines überdachten Allee-Centers erwartet. Stattdessen ist hier in San Diego natürlich alles Open Air. Aber das ist noch nicht alles: Die ganze Anlage ist wirklich bis ins Detail so geplant, dass man sich gerne dort aufhält. Was bedeutet: schöne Bepflanzung mit blühenden Bäumen, alle paar Meter eine Loungeecke, die dazu einlädt, sich hinzulümmeln. So ein bisschen wie das Mediterana unter den Shopping Malls. Echt eine Empfehlung für Shoppingfans!

Das machen wir dann auch mittags und gönnen uns Sandwiches von Jersey Mike’s – nach Sofies Empfehlung das etwas bessere Subway. Und ich komme zu meinem ersten Philly Cheese Steak – lecker!

Eine gute Sache gibt es in der Mall auch noch: Viele hübsche Dinge – aber gottseidank sind die teilweise so absurd teuer, dass wir gar nicht erst in Versuchung kommen, zuzuschlagen. Der Kracher sind dann aber die Toiletten. Zunächst mal geht man durch Gänge, die so lang sind, wie bei uns eine ganze Mall. Dann trifft man auf luxuriös ausgestattete Vorräume(!) zu den Restrooms(!) eines Einkaufszentrums(!)…

Technik-Upgrade

Eine solche Sache ist der Tesla-Store, wo ich mich zum ersten Mal in ein Model 3 hineinsetzen kann (und das ist noch die „bezahlbare“ Variante). Aber alleine schon für dieses flüssig bedienbare Riesendisplay mit allen Funktionen muss man das Ding lieben. Warum sind andere Autobauer da immer noch in der Steinzeit?

Im Apple Store sagen wir dann noch Goodbye zu unseren alten Uhren und statten uns neu aus. Verglichen mit den Preisen bei uns ist das echt „billig“…

Den Nachmittag verbringen wir dann gechillt mit den Kindern auf der Terrasse. Das Klima hier ist aber auch wirklich weltklasse: Nicht zu kalt, aber auch nicht zu heiß!

Brauereibesuch

Für den Abend hat George für uns einen Tisch in der Ballast Point Brewery reserviert. Und so etwas habe ich dann auch noch nicht gesehen: Es gibt wirklich 100 Biersorten „on tap“ frisch aus dem Zapfhahn und man kann sich eine eigene Variation zur Verkostung, einem Flight, zusammenstellen.

Und lecker waren die Biere alle, das beste war wieder das „Victory at sea“ in einer besonders gereiften Version, die es auf stolze 12% Alkoholgehalt brachte, aber einfach in Geruch und Geschmack unvergleichlich gut war.

Aber auch das Essen war wirklich gut und empfehlenswert. Eine echter Geheimtipp für Reisende aus Deutschland, denn in diese „abgelegene“ Gegend kommt der Normaltourist sicherlich eher nicht.

Peaks and Pies

Unser ungeplanter Campingplatz erweist sich bei Tageslicht als sehr brauchbar und vor allem als sehr gut gelegen.

Denn es starten die scheinbar spannendsten Trails des State Parks genau hier.

Wir haben die Qual der Wahl und entscheiden uns für den Aufstieg auf den Stonewall Peak.

 

   

Feuerlandschaft

Das Wetter ist wie fürs Wandern gemacht. Strahlend blauer Himmel, aber nicht zu heiß und ein leichter Wind geht auch noch. Perfekt!

Und so bewundern wir schon beim Aufstieg die skurrile Landschaft, die leider eine traurige Ursache hat. Denn beim Cedar Fire im Jahr 2003, dem größten Waldbrand in Kaliforniens Geschichte, wurden 90% des Baumbestands zerstört. Daher gibt es hier so gut wie ausschließlich grau-schwarz verkohlte Baumskelette, die traurig-stolz in den Himmel ragen.

Gemischt mit den rötlichen-beigen Steinen und dem Grün der Büsche aber eine tolle Szenerie.

Gipfelhörnchen

Der Anstieg zum Gipfel ist nicht sehr schwer und wir entdecken neben einer tollen Rundumsicht auch noch ein paar Gipfelhörnchen, die sich anscheinend auf Touristen spezialisiert haben. Zumindest zeigen sie keine Scheu. Von uns gibt‘s aber trotzdem nix. Auch nicht fürs Posen als Fotomodel…

Langer Abstieg

Auf dem Abstieg kommt es uns merkwürdig vor, wie langsam wir voran kommen. Denn so lange sollte der Hike doch gar nicht dauern! Aber wir stellen fest, dass wir a) die Entfernung nicht richtig abgeschätzt haben und b) gerade echt keine Kondition haben. Die 8,5km fühlen sich auf jeden Fall an wie 8,5 Meilen!

Aber die Ausblicke auf diese ungewöhnliche Landschaft entschädigen für die Anstrengung.

 

Diner Deluxe

Unser Plan ist simpel. Als Belohnung für die Mühe soll es in Julian, der nächstgelegenen Stadt, einen Pie geben. Denn für ihre Kuchen ist die Stadt ziemlich berühmt.

Aber als wir dort ankommen, meint Sofie, dass ihr ganz schön der Magen knurren würde und etwas herzhaftes jetzt auch nicht verkehrt wäre. Und Annette entdeckt kurzerhand den Miner‘s Diner, der zu vielversprechend aussieht, als dass wir ihn auslassen wollten.

Und wir werden sowas von belohnt für unsere Flexibilität. Denn dieser Diner serviert nicht nur gute Burger und Fries sondern ist wirklich originell eingerichtet und atmet förmlich „American Diner“-Atmosphäre. Die nette Eisenbahn, die oberhalb der Gäste durch den Diner fährt, ist da nur das Tüpfelchen auf dem i.

Takeaway Pie

Jetzt sind wir natürlich so satt, dass es Sünde wäre, den Pie einfach noch obendrauf zu setzen. Also kaufen wir kurzentschlossen in der Julian Pie Company einen ganzen Pie, den wir dann als Dessert für alle heute abend bei den Millers einplanen.

Aber auch sonst gefällt es uns in Julian ausgesprochen gut. Ein nettes Örtchen, wo die Zeit ein bisschen langsamer zu vergehen scheint und keiner in Eile ist. Und es gibt tatsächlich auch ein paar nette Lädchen in denen man es gut aushalten kann, weil die angebotenen Sachen nicht all zu geschmacklos sind und uns im Gegenteil so manches richtig gut gefällt.

Fast schon Schweiz

Die Rückfahrt nach San Diego ist dann ein herrlich entspannter Trip durch ungewöhnlich grüne Landschaft. Mit den sanft geschwungenen Hügel und grünen Wiesen fühlt sich das ein bisschen wie Schweiz an.

Plan B am Abend

Nachdem wir wieder zuhause gelandet sind (und tatsächlich ist Sofies Zuhause in den paar Tagen auch schon ein bisschen unser Zuhause geworden), wollen wir sofort wieder aufbrechen, um zu den Sunset Cliffs zu fahren.

Aber als wir nach ein paar Kilometern sehen, dass a) ein Mörderstau ist und b) sich düstere Wolken vor den Sonnenuntergang schieben, kehren wir einfach wieder um und verbringen einen netten Abend mit der Familie.

Oldtown, Balboa Park und ein Abenteuer

Heute geht Maddie in die Preschool, was für Sofie bedeutet, dass sie sich als Au Pair nur um Sophia kümmern muss. Und daher packen wir die Kleine ins Auto und machen uns auf Sightseeingtour.

fullsizeoutput_37d0

Phantasia Oldtown

fullsizeoutput_2df5

Die Altstadt von San Diego ist nun wirklich so ganz anders als das, was man als Europäer unter einer Altstadt versteht. Die Location mag stimmen und auch viele Gebäude sehen etwas ältlicher aus. Auch stehen mehrere auf alt kostümierte Personen vor den Häusern. Und selbst das Museum mit den ausgestellten Planwagen, Sätteln und Brandeisen zeigt etwas von der guten alten Zeit.

Aber das ganze Arrangement mit seinen breiten betonierten Gehwegen und Shop an Shop an Shop wirkt dann auf eine Weise eher wie ein Freizeitpark.

fullsizeoutput_2ded

Gut gefallen hat uns das Casa De Reyes mit seinem unverkennbar mexikanischen Einschlag. Aber auch hier ist wirklich alles Business. Andererseits: In Rüdesheim sieht es zwar optisch anders aus, aber die Geschäftemacherei ist die gleiche. Und da gefällt es mir hier in Amerika dann doch fast schon wieder besser. Und kaufen müssen wir ja nichts.

fullsizeoutput_2dccfullsizeoutput_2de2fullsizeoutput_2dc8fullsizeoutput_2dd6fullsizeoutput_2ddcfullsizeoutput_2e02

Coyote Tortillas

fullsizeoutput_2dfb

Sofie hat dann noch einen ganz heißen Tipp für uns: Das Cafe Coyote. Dort soll es legendär leckere Tortillas geben.

Und nachdem ich herausgefunden habe, wo man sich dafür anstellen muss (es gibt nämlich merkwürdigerweise keinerlei Hinweis, wo der Tresen ist oder wie viel die Tortillas kosten), kommt die Überraschung.

fullsizeoutput_2dd9

Denn die wirklich leckere Tortilla mit Salsa zum selberbestreichen kostet nur einen sagenhaften Dollar! Ein wirkliches Schnäppchen!

Balboa Park

fullsizeoutput_2de4

Nachdem wir etwas länger nach einem Parkplatz suchen mussten, ging es dann in den Balboa Park. Quasi der Central Park von San Diego. Und er ist wirklich schön angelegt!

fullsizeoutput_2d86

Überall werben die Schilder für die 16 Museen, die es dort gibt und die Gebäude sehen tatsächlich toll aus. Hätten wir nicht so wenig Zeit und so gutes Wetter – da kann man es bestimmt drin aushalten!

fullsizeoutput_37d6fullsizeoutput_2d9afullsizeoutput_2df8fullsizeoutput_2d89

So suchen wir uns aber einen Tisch im Prado Restaurant, wo wir Pläne für den morgigen Tag schmieden. Denn Sofie hat Mittwochs frei und noch dazu hat Annette den Geistesblitz, dass wir dann ja heute abend schon mit dem Minnie Winnie losfahren könnten.

fullsizeoutput_37d2

On the road again

Jetzt hatten wir uns gerade so schön in unserem bequemen Leben im Haus eingerichtet und schon geht es wieder los. Fast kostet es etwas Überwindung, das Womo startklar zu machen, aber als wir dann losfahren, siegt dann doch die Abenteuerlust. Annette hat nämlich den Cuyamaca State Park als Ziel ausgeguckt, der uns wieder eine andere Seite von Kalifornien zeigen soll. Grün und mit Bäumen und gar nicht wüstig.

Im zweiten Anlauf Glück

Da wir noch die Vorräte auffüllen und tanken müssen, wird es ein Rennen gegen die Zeit. Im Rückspiegel sehe ich auf dem Highway den roten Sonnenball immer weiter Richtung Horizont sinken und schnell wird klar, dass es dämmerig sein wird, wenn wir ankommen.

Wir erreichen den Green Valley-Campingplatz so gerade mit dem letzten bisschen Tageslicht – nur um verblüfft vor einem „Camp closed“-Schild zu stehen. Und jetzt? Immerhin gibt es den Hinweis, dass es in 8km den nächsten Campingplatz gibt. Was bleibt uns übrig? Frei stehen ist hier überall verboten.

Und in den 10 Minuten, die wir jetzt noch fahren, wird es dann auch sofort stockdunkel. Immerhin ist der Paso Picacho-Campground tatsächlich geöffnet. Aber im Dunkeln einen Stellplatz zu finden ist immer etwas frickelig. Wir nehmen daher den erstbesten, den man bequem mit einem Womo befahren kann und stellen fest, dass das gar nicht mal die schlechteste Wahl war. Ebener Platz, Bank und Feuerstelle. Passt!

fullsizeoutput_2db8

Also wird flugs ein Feuer gemacht, die Vorräte an Getränken und Knabbereien werden auf dem Tisch drapiert und wir sitzen mal wieder unter freiem Himmel. Immer noch toll!

fullsizeoutput_37d8

Blumentraum und Seelöwen

Jetzt fängt der entspannte Teil des Urlaubs an. Für uns. Denn Sofie muss arbeiten und wir gucken unserer Tochter dabei zu, wie sie eine tolle Nanny für die kleinen Mäuse ist. Und mir gelingt es sogar, die ersten Blogposts fertig zu machen und unters Volk zu bringen.

Flower Fields

Gegen Mittag brechen wir aber auf. Sofie hat von einem anderen Au Pair den Tipp bekommen, zu den Flower Fields in Carlsbad zu fahren. Denn dort soll es tolle Blumenbeete geben, wo man dann auch schöne Fotos machen kann.

USA2018--643.jpgUSA2018--518-Bearbeitet.jpgUSA2018--853-Bearbeitet.jpg

Als wir dort ankommen, sind wir überrascht wie voll es ist. Erst auf einem Overflow-Parking finden wir einen Platz. Noch überraschter sind wir, als wir den stolzen Eintrittspreis von 16$ sehen. Aber jetzt sind wir schon mal da und haben den Kindern schließlich dort auch ein Eis versprochen. Muss man dann auch halten!

USA2018--928-Bearbeitet.jpgUSA2018--930.jpgUSA2018--606-Bearbeitet.jpgUSA2018--878-Bearbeitet.jpgUSA2018--909-Bearbeitet.jpgUSA2018--808-Bearbeitet.jpg

Im Park ist es dann tatsächlich sehr schön. Es gibt so viele Gelegenheiten, Blumen und Kinder und uns zu fotografieren, dass der Auslöser von Kamera und iPhone eigentlich nie still steht. Und unseren Mitbesuchern geht es nicht anders. Aber die Warteschlangen an so besonderen Locations wie dem Traktor im Blumenfeld hält sich in Grenzen und natürlich nimmt auch gerne jemand ein Foto von uns allen auf.

USA2018--687.jpgUSA2018--533-Bearbeitet.jpgUSA2018--707-Bearbeitet.jpg

Bloggergirls

Was hier besonders auffällt, sind die Bloggerinnen. Das ist diese besondere Spezies, die nichts besonderes kann, außer sich im Internet oder bei Instagram zu produzieren. Man erkennt sie zielsicher am leicht extravaganten stylishen Outfit, dem sorgfältig geschminkten Look und dem bemüht coolen Gesichtsausdruck. Gerne auch zusätzlich mit Hut. Nachdem Sofie und ich Annette aufgeklärt haben, ist auch sie binnen Minuten im Stande, diesen besonderen Typus zielsicher zu erkennen. Und: Man kann sie dann auch nicht mehr nicht sehen…

USA2018--516.jpg

Zur Belohnung gibt es für die Mädels und mich ein Softeis, bevor wir weiterfahren.

USA2018--695-Bearbeitet.jpgUSA2018--775-Bearbeitet.jpg

La Jolla

USA2018--742-Bearbeitet.jpg

Als nächstes Ziel hat Sofie für uns La Jolla ausgeguckt, was aber stilecht spanisch ausgesprochen wird. Das besondere dort (neben den ganzen Touristen): Seelöwen, die sich am Strand einen Dreck darum scheren, dass die Menschen ihnen viel zu nahe kommen. Da können die Hinweisschilder noch so deutlich sein: Selbst das Streicheln können einige trotz der eindringlichen Warnungen nicht lassen.

USA2018--940.jpgUSA2018--548-Bearbeitet.jpgUSA2018--850-Bearbeitet.jpgUSA2018--532-Bearbeitet.jpgUSA2018--839.jpgUSA2018--495.jpgUSA2018--726.jpgUSA2018--701.jpgUSA2018--864.jpgUSA2018--661-Bearbeitet.jpgUSA2018--729.jpg

Ich halte ein bisschen mehr Abstand, bin aber auch fasziniert von der Möglichkeit, diese hübschen Tiere von so Nahem und ohne Hindernis fotografieren zu können.

USA2018--817-Bearbeitet.jpgUSA2018--696-Bearbeitet.jpgUSA2018--650-Bearbeitet.jpgUSA2018--690-Bearbeitet.jpg

Und als ich an die Klippe trete, um nach unten zu gucken, trete ich fast auf einen Seehund, der farblich so gut in die Landschaft passt, dass ich ihn wirklich erst im letzten Moment gesehen habe.

Aber auch andere Tiere machen sich sehr fotogen zurecht. Annette schiesst mit einem Squirrel den Vogel ab.

Ich finde aber, dass sich auch meine Lifeguard-Möwe sehen lassen kann!

USA2018--826-Bearbeitet.jpgUSA2018--932.jpg

Jacuzzi

Abends springen wir dann noch in den Jacuzzi und genießen gute Gespräche und ein Bad unter freiem Himmel.

Easter Surprise

Es geht direkt weiter mit der Feierei. Denn heute ist Ostersonntag! Und natürlich wurden im und um das Haus Dutzende von Ostereiern versteckt, die die Kinder jetzt jauchzend suchen dürfen. Und wieder eins gefunden!

Frühstück läuft hier ähnlich formlos ab wie das Abendessen. Kaffee machen, Teilchen dazu essen, fertig. Denn wir sind zeitlich festgelegt: Es geht heute in die Kirche.

Ostergottesdienst mal zwei

Sofie hatte uns schon von Weihnachten erzählt, dass auch Gottesdienste hier viel lockerer seien als bei uns. Da würden auf zum Gottesdienst gerne mal Flipflops und Shorts angezogen. Ich halte mich brav an diese Ansage, komme mir dann aber doch leicht underdressed vor, da der Durchschnitt sich schon eher was feines angezogen hat. Aber schräge Blicke gibt es da tatsächlich nicht.

Das große, rundliche Kirchgebäude ist schon gut gefüllt, als wir kommen. Sofie hatte uns auch schon darauf hingewiesen, dass wir sehr wahrscheinlich im Eingangsbereich stehen müssten.

Aber ich sehe, wie viele Leute zu einem großen Gebäude etwas weiter hinten auf dem Grundstück pilgern. Ich frage Großmutter Zsa Zsa, was dort wohl wäre. „Ach, dort ist auch ein Gottesdienst. Sollen wir dorthin gehen?“ Und tatsächlich ist es nicht, wie von mir vermutet, eine TV-Übertragung aus der Kirche, sondern einfach ein weiterer Gottesdienst mit allem Piffpaffpuff. Und einem schon sehr betagten Priester, der mich spontan an Maester Aemon aus Game of Thrones erinnert. Er hat eine tolle Stimme, der man gerne zuhört und würzt seine Predigt auch mit einem Schuss Humor. Und obwohl die Abläufe und Reihenfolge so katholisch wie in Europa ist, ist die allgemeine Stimmung doch etwas anders. Das mag an der musikalischen Gestaltung mit verstärkter Sängerin und Band(!) mit Schlagzeug(!!) liegen. Ist halt anders als Orgel und Chor.

Osterbrunch

Wieder zuhause angekommen, wird sofort in der Küche gebrutzelt. Jetzt gibt es ein Brunch mit Eggs Benedict und Bratkartoffeln. Lecker!

Die Kinder spielen derweil mit ihren Ostergeschenken. Insbesondere eine Tiara und Sticker stehen hoch im Kurs. Aber auch Eierfärben macht Spaß!

Das beste Geschenk jedoch ist der Seifenblasendelfin. Der pustet angeblich 500 Seifenblasen pro Minute raus und wir haben alle viel Spaß mit den jauchzenden Kindern, die immer und immer wieder hinter den Bubbles herjagen.

Überraschung!

Für den Nachmittag hat uns Sofie eine Überraschung versprochen. Wir kriegen lediglich die Info, dass etwas wärmere Kleidung gut wäre und die Kamera mitzunehmen nicht die schlechteste Idee sei.

Wir fahren Richtung San Diego (neuer Rekord: 8 Spuren!) und landen schließlich an der Shelter Island Marina, etwas nördlich von San Diego. Sofie hat uns tatsächlich eine Sunset-Sailing-Tour mit Sail San Diego organisiert!

USA2018--845.jpg

Und es ist, wie bei unserer Stadtrundfahrt in LA, mal wieder alles bestens vorbereitet und geplant.

Drinks und Snacks? Reichlich vorhanden.

Ein Schiff, das nicht zu groß und nicht zu klein ist? Perfekt!

Ein lustiger und souveräner Käpt‘n? Heißt bei uns Anthony und macht einen tollen Job.USA2018--574.jpg

Und als Tüpfelchen auf dem i gibt es noch einen richtig guten, gechillten Musikmix und Beanbags an der Bugspitze. Richtig, richtig gut!

USA2018--580.jpg

Auch unsere Mitreisenden, 2 Pärchen aus New Jersey, sind unterhaltsam. Als der coole ältere Herr hört, dass wir aus Deutschland kommen, bietet er uns an, dass wir doch bitte gerne ihren Präsidenten auf dem Heimweg mitnehmen könnten…

USA2018--568.jpgUSA2018--575.jpg

Und die Fahrt in Richtung San Diego ist dann wirklich herrlich. Strahlender Sonnenschein, aber nicht zu heiß, leichter Wind in den Haaren. Anthony steuert uns ganz entspannt durchs Hafenbecken von San Diego und wir genießen diesen ersten Anblick der Stadt, den sicher nicht jeder Tourist so geboten bekommt.

USA2018--846.jpgUSA2018--572.jpgUSA2018--922.jpg

Als die Sonne dann untergeht, wird es doch empfindlich kühl. Aber auch dafür ist vorgesorgt: Es gibt Jacken, Decken und sogar einen Snugli, in den sich Sofie hineinkuscheln kann.

Was eine tolle Überraschung!

Meeting the family

Heute heißt es Abschied nehmen von der Wüste. Aber einen Vormittag im Nationalpark gönnen wir uns noch, bevor wir nach San Diego aufbrechen, um endlich Sofies Gastfamilie kennen zu lernen.

Birthday Girl

Und als allererstes steht sowieso erst Mal unsere Geburtstagstochter im Mittelpunkt. Alle mitgebrachten Geschenke werden auf dem Tisch drapiert und anschließend mit Freude ausgepackt. So fängt der Tag doch schon mal gut an!

img_7449

So.Viele.Bäume!

img_7452

img_0024

Als wir uns dann schließlich in Richtung Hidden Valley verabschieden, kommen wir durch eine Ebene mit den Bäumen, die dem Park seinen Namen gegeben haben. Und nach wie vor können wir uns für diese Joshua Trees begeistern, bei denen keiner wie der andere aussieht.

img_7476img_7522img_0028

Endlich Netz

Nach dem Fotostopp an der Hall of Horrors, wo wir die ersten Felskletterer sehen, haben wir das erste Mal seit 2 Tagen überhaupt mal wieder Handyempfang. Und Sofies Telefon läuft regelrecht heiß mit den ganzen Geburtstagswünschen, die da zusammengekommen sind. Denn während hier der Tag gerade mal anfängt, ist ihr Geburtstag nach deutscher Zeit schon fast wieder vorbei!

2018-04-10-photo-00000460

Und bei dieser Gelegenheit beruhigen wir auch mal die Daheimgebliebenen, dass alles in bester Ordnung ist.

2018-04-10-photo-00000456

Hidden Valley oder Rüdesheim?

Da beim Barker Dam Trail bereits alle Parkplätze belegt sind, kehren wir um und finden auch am Hidden Valley Trail zunächst keinen Parkplatz. Voll hier! Aber wir hatten zuvor schon die Augen offen gehalten und einen Parkplatz mit ein paar Extrametern zu Laufen entdeckt.

USA2018--424-Bearbeitet.jpgimg_7456

Beim Eingang zum Hidden Valley geht es dann zunächst mal im Schneckentempo voran, da offensichtlich gerade eine Reisebusbesatzung zurückkehrt. So viele Leute!

USA2018--427-Bearbeitet.jpgUSA2018--432.jpg

Im eigentlichen Tal verteilt es sich dann aber doch recht gut – aber Einsamkeit sieht anders aus.Wir genießen den Ausblick auf Kletterer, Lizards, verkohlte Bäume und natürlich die dollen Felsen, die das Tal umgeben.

USA2018--418-Bearbeitet.jpgUSA2018--469.jpgUSA2018--468-Bearbeitet.jpgUSA2018--458-Bearbeitet.jpgUSA2018--454.jpgUSA2018--450-Bearbeitet.jpgUSA2018--446-Bearbeitet.jpgUSA2018--442-Bearbeitet.jpgUSA2018--440-Bearbeitet.jpgUSA2018--438-Bearbeitet.jpgUSA2018--429-Bearbeitet.jpgUSA2018--422-Bearbeitet.jpgUSA2018--420-Bearbeitet.jpgimg_7460img_7464img_0026img_0027img_00252018-04-10-photo-00000459

Slow Dumping

Nach dieser Wanderung soll es jetzt in großen Schritten Richtung San Diego gehen. Aber vorher wollen wir noch mal dumpen und Frischwasser auffüllen, damit wir für die zweite Woche gut gerüstet sind. Am Black Rock Campground im Nationalpark gibt es eine Dumpstation, also nichts wie hin.

Dort zahlen wir brav unsere 5$ und stellen uns neben einen anderen Camper der zufälligerweise auch aus San Diego stammt. Er weist uns schon mal sicherheitshalber darauf hin, dass das Frischwasser sehr langsam fließe. Und er hat recht: Erst nach einer Stunde(!) haben wir erledigt, was eigentlich eher 10 Minuten dauern sollte…

On our way

Auf dem Weg kriegen wir dann noch mal alles an Landschaft geboten, was der Westen der USA zu bieten hat. Wüste, Weite, aber auch schneebedeckte Berge und teilweise extremen Seitenwind. Und natürlich wieder deutlich mehr Verkehr. Das breiteste, was ich zwischendurch gezählt habe, waren 7 Spuren…

img_0029

Und je weiter wir in Richtung Südkalifornien kommen, desto grüner und hügeliger wird die ganze Landschaft. Und tatsächlich kann ich jetzt besser verstehen, was Sofie meinte, als sie sagte, dass sie die Landschaft irgendwie auch an die Toskana erinnern würde.

What a warm welcome

Schließlich kommen wir an Sofies amerikanischem Zuhause an. Und der Empfang könnte nicht freundlicher und herzlicher sein – noch dazu für ein Geburtstagskind!

img_0030

Wir kriegen von der kleinen Maddie erst mal das Haus gezeigt und dürfen uns sogar aussuchen, ob wir das Gästezimmer nehmen oder im Minnie Winnie schlafen mögen. Toll!

Und Sofies Gastvater George freut sich, dass er begeisterte Abnehmer für seine besonderen amerikanischen Bierspezialitäten gefunden hat. Wirklich leckeres Craft Beer aus San Diego! Und auch für Sofie gibt es alle Zutaten für ihr Lillet Berry, was sie dann fachkundig mixt.

Und neben den leckeren Getränken gibt es dann noch Appetizers, Lasagne und Salat, von denen sich jeder bedient, wann er Lust hat und sich irgendwo platziert, wo er Lust hat. Das nenne ich mal ungezwungen! Und wir fühlen uns sehr wohl damit.

img_0031

“Sie haben ihr Ziel erreicht“

Annette wird pünktlich kurz vor Sonnenaufgang wach und stupst mich an: „Boah!“ Es setzt sich nahtlos fort, was uns schon gestern begeistert hat – diese ohnehin schöne Landschaft ist bei Sonnenaufgang noch einen Tacken schöner!

Also bewaffne ich mich mit der Kamera und suche nach einer schönen Stelle um die Sonne zu begrüßen. Annette genießt derweil den Logenplatz direkt in unserem Bett.

Traumwetter

Relativ schnell beschließen wir, dass wir nach den strapaziösen Fahrtagen zuvor heute einfach das Fahrzeug stehen lassen und die Hikes machen, die man von hier aus zu Fuß erreichen kann. Und das zahlt sich aus. Wo könnte man besser die Seele baumeln lassen als an einem schönen Ort wie diesem? Noch dazu bei perfektem Sommerwetter. Es sind zwar bis zu 30° am Nachmittag angekündigt, aber da ein leicht kühlender Wind geht, finden wir es nach dem kalten deutschen Winterfrühling einfach genial. Wir genießen es.

Der volle Totenkopf

Erst gegen Mittag brechen wir auf den Skull Rock Trail auf, der direkt am Campground startet und einen auf eine sehr überschaubare Runde durch die Felsen, Kakteen und Joshua Trees schickt.

Wir freuen uns, dass auf diesem Trail gar nicht so viel los ist. Genau so lange, bis wir am Skull Rock ankommen.

Denn hier steppt der Bär. Ein stetiges Kommen und Gehen herrscht an diesem Felsen, der zwar in der Tat ein bisschen wie ein Totenkopfschädel aussieht, aber jetzt wirklich nicht so ein Highlight ist, dass man erwarten sollte, dass jeder Parkbesucher hier Station macht. Dafür sorgt wohl eher die unmittelbare Nähe zur Straße. Ideal für Couchpotatoes.

Siesta

Da jetzt wirklich die Mittagshitze einsetzt, machen wir das einzig vernünftige: Siesta. Und die brauchen wir wirklich, um die ganzen Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten.

Ranger im Amphitheater

Nachdem wir uns ein frühes Abendessen gegönnt haben, geht es kurz vor acht zum Rangervortrag im Amphitheater um die Ecke. Wir kennen das noch aus dem Arches-Nationalpark, wo wir auch einen göttlichen Stellplatz in diesem großartigen Park hatten und wo man dann abends zu Fuß hinpilgern konnte.

Auch heute Abend ist der Vortrag wieder gut gemacht und man kann viel über die Wüstenbewohner bei Nacht lernen. Hängengeblieben ist uns aber der Versprecher „Humans are bats“ (Menschen sind Fledermäuse) statt „humans are mammals“ (Menschen sind Säugetiere). Und die nette Art, mit der die Rangerin die Leute in den Vortrag miteinbezog.

Fireplace reloaded

Anschließend freuen wir uns schon auf unser Feuerchen am Womo. Und beim Blick in die Flammen besprechen wir noch, wie Lebenspläne im allgemeinen und besonderen aussehen können. Denn für Sofie steht natürlich schon die Planung nach dem Au Pair-Jahr auf der Tagesordnung.