Letzter Tag in der Bretagne. Wir wollen/müssen heute die Rückreise antreten, damit das Ganze nicht in Arbeit ausartet.IMG_4204-Bearbeitet.jpg

Zunächst aber machen wir nach dem Frühstück noch eine Hundepipirunde und entdecken dabei die wirklich schön-schlichte Chapelle mit den wunderbar im Sonnenlicht leuchtenden Fenstern. Und auf dem Rückweg decken wir uns noch mit weiteren Flaschen des gestern Abend immer noch für äußerst lecker befundenen Philomenn.IMG_4203-Bearbeitet.jpg

Als wir uns dann auf den Weg machen steht das Standardprogramm auf dem Tagesplan: Vorräte im SuperU kaufen und tanken. Aber als wir dann sehen, dass das Navi uns eh an unserer Partnerstadt Quimper vorbeilotst, die wir gedanklich schon wieder auf die nächste Bretagnetour verschoben hatten, sind wir ganz spontan und entscheiden uns um. Statt dem 200km entfernten Rennes wird dann halt Quimper besucht.IMG_4207.jpg

Und wir finden, dass das eine gute Wahl war. Zum einen, um das schlechte Gewissen zu beruhigen, weil man jedes Mal die Partnerstadt links liegen gelassen hat. Zum anderen, weil Quimper einen wirklich sehr hübschen Stadtkern hat. Viele alte Gemäuer und nette Lädchen. Und so etwas wie die überdachte Markthalle hätte ich zuhause auch gerne! Besonders schräg finden wir die übertrieben vielen Brücken über die L’Odet. Praktisch alle 10 Meter gibt es eine von den Dingern. Wirkt so ein bisschen, als hätten die Stadtväter damals Papa-ante-Portas-mäßig einen Großeinkauf getätigt…IMG_4211.jpg

Jetzt soll es aber wirklich Richtung Osten gehen. Also ab auf die Schnellstraße Richtung Lorient. Da wir die Hunde in Quimper nicht mitgenommen hatten, ist der Plan, am nächsten Rastplatz anzuhalten und ihnen ein bisschen Auslauf zu verschaffen. Nur: Es kommt keiner. Und an der Tanke, die wir in unserer Not ansteuern, ist es auch so ungemütlich, dass man nicht wirklich raus will. Da habe ich die rettende Idee: Nur 10km von hier ist doch der Strand von Guidel Plages, wo wir im Herbst vor 2 Jahren standen. Also kurz das Navi umprogrammiert und abgebogen!

Es ist schon ein etwas anderes Gefühl, wenn man genau weiß, was einen erwartet. Wir steuern „unseren“ Stellplatz am Strand an und nach einer Kaffeepause mit der leckeren Brioche aus Locronan dürfen die Hunde sich ein letztes Mal am Strand austoben. Insbesondere Elli hat das Buddeln zu einer neuen Kunstform weiterentwickelt. Sie wartet brav damit, bis wir uns hingesetzt/-legt haben, um uns dann zielsicher mit dem schwungvoll nach hinten gebuddeltem Sand zu beglücken. So ein kluger Hund!

Wir stellen fest, dass der Strand deutlich windgeschützter ist als der auf Crozon, so dass wir alle schützenden Jackenhüllen fallen lassen, um noch mal Sonne zu tanken. Die Wetteraussichten für Zuhause sehen grausig aus – wir wollen hier nicht weg!

Aber die Vernunft siegt dann doch. Den kurzfristigen Plan, einfach zu bleiben und dann entsprechend längere Etappen für die Rückfahrt in Kauf zu nehmen, verwerfen wir dann doch wieder, steigen ein, winken dem Meer ein letztes Adieu zu und befinden uns alsbald auf der Autobahn Richtung Rennes und Caen.

Als nicht sehr anspruchsvolles Etappenziel haben wir eine France-Passion-Farm ca. 25km südlich vom Mt. Saint Michel auserkoren. Sah auf der Karte noch recht nah an der Autobahn aus, entpuppt sich aber dann doch als ein Trip über die Dörfer. Aber schöne Dörfer! Es wirkt wirklich alles sehr friedlich, urig und irgendwie aus der Zeit gefallen.

Auf dem Hof melden wir uns brav an, was vom Sohn des Hauses aber nur mit einem freundlichen Achselzucken quittiert wird. Er muss sich mehr darum kümmern, den immensen Berner Sennenhund festzuhalten, der uns freundlich begrüßt, aber nur aufgrund seiner enormen Ausmaße auch ein bisschen bedrohlich wirkt. Der muss nur einmal auf Elli draufspringen, dann ist sie platt wie eine Flunder! Entsprechend vorsichtig fällt dann auch die abendliche Hunderunde aus…IMG_4219-Bearbeitet.jpg

Nach dem grandiosen Tag gestern steht unser Plan für heute fest: Einfach hierbleiben und das ganze nochmal von vorne. Simpel. Zumindest so lange, bis es beim Frühstück an die Tür klopft. Und vor uns ein ausgesprochen gutaussehender junger Mann mit Locken und Sonnenbrille steht. Und mit einer Polizeiuniform. Und uns informiert, dass Campen hier nicht gestattet sei. Auf Annettes Einwand hin, dass wir hier ja nur stehen würden, deutet er wortlos auf unsere gelben Auffahrkeile. Ups! Ansonsten bleibt er aber sehr entspannt, was uns ja schon mal beruhigt und das Frühstück erst mal in Ruhe beenden lässt. Aber die Überlegung, wie es weitergeht, steht jetzt erst mal im Raum. Wir entscheiden uns für den Weg des geringsten Widerstands: Den Tag erst mal noch genießen und dann nachmittags weiterfahren.Finistère-002.jpg

Das Genießen fällt heute auch etwas schwerer, weil es zwar sonnig ist, aber gleichzeitig ein wirklich kalter Nordostwind bläst. Dabei sieht es doch so nach Karibik aus! Und so machen wir uns dann auch dick bejackt an den Strand auf – kein T-Shirt-Wetter heute.

Außer man kennt sich schon ein bisschen aus. Denn am südlichen Ende des Strandes gibt es eine Felsbucht, die in der Sonne liegt und perfekt vor dem Wind schützt. Hier machen wir es uns gemütlich und machen eine ausgedehnte Sonn- und Lesepause. Und danach fällt uns auch der heutige Abschied vom Meer nicht mehr ganz so schwer.IMG_4193.jpg

Wir sagen also mit nur mittelschwerem Herzen diesem tollen Stellplatz Auf Wiedersehen und machen uns Richtung Crozon auf, wo es im Touri-Vorort Morgat eine V/E-Station gibt. Denn die haben wir dringend nötig! Dumm nur, wenn der Automat dann meine Kreditkarte auch nach dem x-ten Versuch nicht akzeptieren mag. Toll, wenn der junge Franzose, der gerade die Station wartet, einfach seine Kreditkarte einführt und von mir nicht mal Cash als Ausgleich verlangt. Merci beaucoup!

Jetzt aber auf nach Locronan. Im Reiseführer liest es sich toll: Der urige Ort ohne Autoverkehr im Zentrum, der so authentisch ist, dass dort häufiger Filmszenen gedreht werden, weil man mit wenigen Handgriffen den Eindruck erwecken kann, sich in der Vergangenheit zu befinden. Nichts wie hin!

IMG_4195.jpgAuf dem Stellplatz direkt am Ortseingang (löblich!) tun wir uns schwer damit, einen guten Platz zu finden. Wahrscheinlich, weil es zu viele gibt… Der erste ist uns selbst mit Keilen zu schräg. Der zweite Platz erscheint mir deutlich ebener, aber Annette ist sich sicher: Der ist ja mega-schief! Also werden gleich zwei Keile unter die Reifen gelegt. Bevor ich auffahre, checkt Annette mit der Wasserwaage: Mensch, wir stehen ja schon gerade! Ich rolle dann noch einen Zentimeter auf unsere Doppelkeile, damit die Mühe nicht umsonst war…

Das urige Locronan entpuppt sich dann als Kunstgewerbe-Touristen-Outlet-Kulisse. Ja, es stehen wirklich viele alte Häuser herum, aber wirklich außergewöhnliches, besonderes Flair hat das für uns nicht. Da kann unsere Heimat Lennep aber locker mithalten…Finistère-006.jpgImmerhin finde ich im Haus der 199 bretonischen Biere das leckere Philomenn aus dem letzten Bretagneurlaub und kaufe für einen Freudenhauspreis eine Flasche des leckeren Gesöffs.IMG_4205.jpgNachdem wir die Hunde ins MoMo zurückgebracht haben, geht es für unseren voraussichtlich letzten Abend in der Bretagne noch mal in eine Crêperie. Wir haben uns das „Le Temps Passe“ ausgesucht und werden nicht enttäuscht. Und als wir kurz vor Sonnenuntergang wieder vor die Tür treten, leuchtet der Himmel mal wieder in diesem besonderen bretonischen Licht. Und wirklich nur kurz denken wir daran, wie toll das jetzt wohl an „unserem“ Plage Palue aussehen mag.IMG_4197-Bearbeitet.jpg

IMG_4141-Bearbeitet.jpgDas schöne Wetter ist da! Bisher hatte es der Wetterbericht immer einen Tag weiter vor sich her geschoben, aber heute konnte er nicht mehr anders: Die Sonne strahlt schon morgens und so bleibt es auch den ganzen Tag. Wundervoll!IMG_4146-Bearbeitet.jpg

Unser Weg entlang des Caps führt über noch nicht blühende Heide und leuchtend gelb strahlenden Ginster. Wenn man den angenehm frischen Wind außer Acht lässt könnte das hier auch eine Mittelmeeraussicht sein. Traumhaft schön, auch wenn hier lange nicht so beeindruckende Klippen wie vielleicht an anderen Aussichtspunkten zu sehen sind.IMG_4144-Bearbeitet.jpgIMG_4142-Bearbeitet.jpg

Unser nächster Stop führt uns zum Vorräte auffüllen nach Crozon. Also: in die Stadt, die der Halbinsel ihren Namen gibt. Der Einfachheit halber in den Lidl, weil der so praktisch an der Straße liegt und einen großen Parkplatz hat. Aber irgendwie ist das dann abtörnend. Zwar gibt es genügend bretonische/französische Spezialitäten im Sortiment, aber es fühlt sich halt trotzdem nach dem bekannten Discounter um die Ecke an. Und den muss ich Urlaub nicht auch noch haben.
Da ist die urige, irgendwie improvisiert wirkende Backstube gegenüber mit den bärtigen Hipsterbäckern schon was Anderes. Lange Schlange vor dem Laden, als wir reinkommen fast alles außer regulärem Brot ausverkauft. Scheint zu laufen der Laden! Wir schlagen beim noch warmen Kouign Amann zu und nehmen noch ein Brot mit. Leider kein Croissant mehr da…

Da das Wetter so super ist und die Hunde entspannt im MoMo warten, machen wir noch einen Mini-Stadtrundgang, um zumindest mal Crozonluft geschnuppert zu haben. Und sind angenehm überrascht – wenn man mal davon absieht, dass wir wieder reichlich spät dran sind und alle „normalen“ Geschäfte ihre Mittagspause gerade einläuten.IMG_4153-Bearbeitet.jpg

Aber ein Supermarkt geht ja immer. Und im Leclerc am Marktplatz werden wir mit Sachen fündig, die wir abends auf den Grill schmeißen wollen. Im Lidl gab es da nur wenig Attraktives – an der Fleischtheke hier dafür um so mehr! Und auf der Jagd nach einem Croissant (das kann doch in Frankreich nicht so schwer sein!) gehen wir noch in die Boulangerie nebenan: Wieder nix! Dann müssen wir halt als Ersatz ein Pain au chocolat und 2 Quiches fürs Mittagessen kaufen.

Nun geht es wieder zurück Richtung Cap de la Chevre. Aber nicht ganz, denn auf dem Weg von dort hat Annette an einem Strand mehrere Womos in aussichtsreicher Lage gesichtet. Also auf zum Plage de la Palue. Und wir trauen unseren Augen kaum, als wir dort ankommen: Eine weite Bucht mit tollen Sandstrand, vor einer Womolatte mehrere Parkmöglichkeiten für Womos und das ganze absolut friedlich, da nicht besonders zentral oder groß. Wir kriegen sogar noch den Top-Deluxe-Platz in erster Reihe. Besser wird es in diesem Urlaub nicht mehr werden!IMG_4168-Bearbeitet.jpg

Wir legen also eine Vollbremsung in der Reiseplanung hin, stellen das Womo ab und wollen es bis zur Abreise nach Deutschland auch nicht mehr bewegen. Hier lässt es sich aushalten!IMG_4175-Bearbeitet.jpgIMG_4178-Bearbeitet.jpgIMG_4179-Bearbeitet.jpg

Den Nachmittag verbringen wir dann an diesem gigantisch breiten und endlos langen Strand, den wir quasi für uns alleine haben – lediglich unsere Wusel-Elli sorgt für Action und ist ständig auf der Suche nach neuen Freunden, dreht unermüdlich eine Runde nach der anderen oder buddelt Löcher. Wenn sie nicht mal eben über unsere Decke gespritzt kommt und überall Sand verteilt. Danke, Elli!IMG_4184-Bearbeitet.jpgIMG_4185-Bearbeitet.jpg

IMG_4187-Bearbeitet.jpgAber ansonsten fühlt sich das alles sehr nach sonnigem Strandurlaub und vor allem sehr richtig an.

Abends schmeißen wir dann tatsächlich noch unseren Grill an, sitzen mit bretonischem Bier und Dauergrinsen in der Abendsonne und lassen uns die Würstchen und leckere Pintades, Spießchen, aus Crozon schmecken.Palue sunset-008-Bearbeitet.jpgPalue sunset-014-Bearbeitet.jpgPalue sunset-035-Bearbeitet.jpg

 

IMG_4094-Bearbeitet.jpgIMG_4114-Bearbeitet.jpgDer Stellplatzwechsel kurz vor Mitternacht hat sich zwar insofern ausgezahlt, dass es danach deutlich ruhiger war, aber gut geschlafen haben ist was anderes. Nach einer Dusche in der Unisex-Toilette bin ich aber trotzdem so erfrischt, dass es für einen Gang zum Bäcker reicht. Wir müssen allerdings feststellen, dass das die mit Abstand schlechtesten Croissaints und Pain au chocolat sind, die wir bisher in Frankreich bekommen haben. Und das ausgerechnet auf der Croissant-Halbinsel!

Wir machen nach dem Frühstück noch eine ausgiebige Hunderunde hinunter zum Plage den Pen Hat und haben jede Menge Spaß mit den wüst und begeistert spielenden Hunden.IMG_4104-Bearbeitet.jpg

Als nächster Stop steht Pointe de Pen Hir auf dem Programm. Allen Reiseführern nach das Highlight auf der Halbinsel. Und tatsächlich ist die Aussicht hier schon reichlich toll. Steil abfallende helle Granitklippen, die auch gerne als Kletterfelsen genutzt werden.IMG_4133-Bearbeitet.jpg

Crozon-013-Bearbeitet.jpgCrozon-058-Bearbeitet.jpgCrozon-021-Bearbeitet.jpgCrozon-048-Bearbeitet.jpgCrozon-027-Bearbeitet.jpgIMG_4132-Bearbeitet.jpg

Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Wetterbericht uns eindeutig mehr Sonne versprochen hat. Es ist eigentlich durchgängig grau in grau und dazu bläst auch ein durchaus frischer Wind. Natürlich immer noch 100x besser als der Schnee, der wohl heute zuhause tatsächlich zu Ostern gefallen ist.Crozon-061-Bearbeitet.jpg

IMG_4119-Bearbeitet.jpgWir tun uns schwer mit unseren Plänen für den Tag. Letztendlich entscheiden wir uns zunächst mal für den Schiffsfriedhof in Camaret. Mittlerweile kennen wir uns ja schon gut aus, parken das MoMo am oberen Kreisverkehr und gehen die paar letzten Meter hinunter zum Hafen. Und hier ist heute mal richtig was los. Die Leute spazieren auf dem schmalen Stück zum Tour Vauban als würden sie dafür Geld kriegen.

Ist mir aber relativ egal, denn mein Augenmerk gilt den Schiffswracks, die hier offensichtlich als Hingucker geparkt wurden. Denn es hat schon was, dem Verfall zuzugucken. Rost, abblätternde Farbe, Löcher und nicht zuletzt die freiliegenden Ruder und Schiffsschrauben. Da lacht das Fotografenherz!IMG_4120-Bearbeitet-Bearbeitet.jpgCrozon-115-Bearbeitet.jpg

Auf unserem Weg Richtung Cap de la Chevre kommen wir am gigantischen Plage de Goulien vorbei. Geradezu unwirklich wirkt dieser riesig breite Strand mit seinen vorgelagerten Klippen, der auf einmal im schönsten Sonnenschein strahlt.

Crozon-135-Bearbeitet.jpgWir biegen kurzentschlossen zum Parkplatz ab und wollen uns diesen Strand genauer angucken. Also, eigentlich nur ich, denn Annette ist der Meinung, dass Elli vom bisherigen Tag schon fertig und erschöpft sei, trägt sie fürsorglich hinunter und sucht sich einen warmen Platz am steinigen Strandrand. Elli hat aber noch nicht mitbekommen, dass sie erschöpft ist und läuft fröhlich auf und ab, rangelt mit Mia und kommt auf jedes Kind, was vorbeikommt, enthusiastisch zugelaufen. Nach diesem Programm macht sie allerdings auch auf mich den Eindruck, dass es jetzt mal genug Action für den Tag war.Crozon-131-Bearbeitet.jpg

Wir lassen daher am Pointe de Dinan die Hunde im Auto und machen uns alleine zur Spitze dieser kleinen Halbinsel auf. Die Besonderheit hier (neben dem fast schon selbstverständlichen grandiosen Meerblick): Es gibt das Chateau de Dinan, einen Felsklumpen am äußersten Ende der Halbinsel, der wirklich mit ein bisschen Fantasie aussieht wie eine Burg aus Game of Thrones.Crozon-182-Bearbeitet.jpgCrozon-167-Bearbeitet.jpgCrozon-191-Bearbeitet.jpg

Leider ist der Parkplatz hier sehr uneben, so dass wir beschließen weiter zu fahren. Und es lohnt sich. Der Weg zum Cap de la Chevre führt uns durch noch einsamere Gegenden der Insel. Uns erinnert die Strecke teilweise an den Weg zum Cap de Barbaria auf Formentera, denn auch das Abendlicht ist ähnlich orangig warm. Unterwegs kommen wir noch an einem Strandparkplatz vorbei, den wir aber erst mal für den kommenden Abend zurückstellen. Auch die kleinen Hausansammlungen, für die das Wort Dorf noch eine Übertreibung wäre, sehen teilweise herzallerliebst aus. Eine tolle Ecke ist das hier!

Auf dem großen Parkplatz am Cap stehen zwar schon einige Womos, aber es ist nicht weiter schwer, einen schönen Platz für uns zu finden.IMG_4122-Bearbeitet.jpg

Kurz vor Sonnenuntergang machen wir uns Richtung Klippen auf. Diesmal gibt es „nur“ einen schönen Sonnenuntergang und kein Himmelsfeuerwerk wie in Brignogan Plages. Und Annette rügt mich zurecht als ich ein bisschen maule, dass ich da besseres gewohnt bin…Chevre sunset-005-Bearbeitet.jpgChevre sunset-014-Bearbeitet.jpgChevre sunset-027-Bearbeitet.jpg

IMG_4087.jpgCrozon-006.jpgHeute bewegen wir das MoMo nur wenige Kilometer weiter. Zum Stromtanken muss mal wieder ein Campingplatz her und da scheint  der Camping Municipal uns attraktiver als der Womo-Stellplatz.

Zumindest ist es hier deutlich leerer… Was sich auch mal wieder in der französischen Nonchalance zeigt, für eingeschränkte Services den vollen Preis zu nehmen. Hier ist es das Sanitärgebäude, bei dem man der Einfachheit halber die Herrenwaschräume geschlossen lässt und alle in die Damentoilette/-dusche schickt. Einer bei meinem Anblick dann doch verwunderten Frau werfe ich ein fragendes “Toilette unisex?” zu, was sie mit einem amüsierten “Bienvenue!” kontert. Geht doch!

IMG_4070.jpgWie es sich für einen Ostersonntag gehört, schmeissen wir uns in Schale und erkunden den Ort. Also, vielmehr die Promenade am Hafen, wo sich ein Restaurant an die nächste Crêperie an die nächste Bar reiht. Und eine Boulangerie finden wir auch noch, wo wir so gerade noch das letzte Brioche für unser Kaffetrinken kriegen können.

IMG_4088.jpgIn den hinteren Sträßchen und Gässchen gibt es jede Menge Ateliers und Galerien. Sieht alles sehr malerisch und atmosphärisch aus.

Wobei man aber auch sehr merkt: Eigentlich liegt der Ort immer noch im Winterschlaf – den Verkehr an der Promenade im Sommer mag ich mir nicht vorstellen!
IMG_4076.jpg

An einigen Restaurants hängt schon ein Schild “complet!” vor der Speisekarte. Als ich in einem empfohlenen Restaurant für den Abend einen Tisch reservieren möchte, weiß ich auch warum: Das bedeutet nämlich voll, ausgebucht, nix zu machen. Hm. Wir kriegen schließlich noch eine Reservierung für den Abend im Kraken an einem 8er-Tisch.
Den Nachmittag verbringen wir dann mal wieder faulenzenderweise auf dem Campingplatz. Im Hintergrund hört man von Zeit zu Zeit das Gejubel vom nahen Fußballplatz, wenn bei den Jugendspielen mal wieder ein Tor fällt. Ansonsten hat sich die Sonne wieder ein bisschen stärker durchgesetzt, so dass wir teilweise tatsächlich mal wieder im T-Shirt in der Sonne sitzen. Herrlich!

Abends kommt dann, was kommen muss: Wo gehen die ganzen Kids nach ihrem Fußballturnier hin? Natürlich auf den Campingplatz. Und wem gehören die 4 Zelte auf der anderen Seite der Hecke? Genau… Mal gucken, was das für die Nachtruhe bedeutet.

In der Abendsonne geht es noch mal eben zu den Alignements mégalithiques de Lagatjar. Zu deutsch: Hinkelsteine. Auch hier wieder tolle Steinklopse, aber leider nicht so scenic wie in Carnac oder im schwedischen Ales Stenar. Aber immerhin haben die Hunde noch mal ein Ründchen gemacht, denn in den Kraken dürfen sie leider nicht mit. Crozon-030-Bearbeitet.jpg

Wir machen uns also einen schönen Abend zu zweit. Auch mal nett. Mit unserer Reservierung für 19 Uhr sind wir die ersten Gäste und können zugucken wie sich der Laden weiter füllt und auch jede Menge armer Tröpfe, die nicht reserviert haben und wieder weggeschickt werden.
Vom Preis-Leistungsverhältnis ist das ganze schon mal unschlagbar. Ein 3-Gänge-Menü für 16,50€ ist mal ne Ansage. Da machen wir uns mal einen leckeren Abend!

Als wir zum Campingplatz zurück kommen ist das erwartete Ich-kann-aber-lauter-als-du-kreischen schon im Gange. Was also tun? Simpel. Ins MoMo zurückziehen, Musik so laut aufdrehen, dass die Außenwelt verschwindet und Blog schreiben. Geht doch.

Dachte ich zumindest bis halb zwölf. Da sich bis dahin die Aktivitäten aber eher verstärken und erste Stadiongesänge angestimmt werden, stöpsele ich den Strom ab, werfe entnervt den Motor an und fahre zumindest ein Stück weit dem Lärm davon auf einen anderen Platz. Mal gucken, was die Nacht bringt…

 

Unser Stellplatz am Pointe de Corsen ist auch für die Nacht ein Volltreffer. Bis auf die drei Pferde auf der Weide neben uns gibt es niemanden, der sich dafür interessiert, dass wir hier stehen. Und entsprechend lang zögern wir auch den Abschied hinaus. Wir sind uns sicher: Hierhin wollen wir beim nächsten Besuch wiederkommen!IMG_4063.jpg

IMG_4064.jpgNach einem äußerst gesunden Einkauf in Plougonvelin (das Ü-Ei ist ein Geschenk des Hauses!) nähern wir uns das zweite Mal dem Pointe de Saint-Mathieu. Diesmal wissen wir als alte Hasen ja schon, dass wir vor dem Leuchtturm links auf den Parkplatz fahren müssen. Auch hier ein Lob an die Franzosen für den großen und kostenlosen Parkplatz. So einfach! Und auch die nun wirklich ungewöhnliche Kombi aus Leuchtturm, Klosterruine und Kriegsdenkmal kostet keinen Eintritt.Tag der Türme-001-Bearbeitet.jpgTag der Türme-004-Bearbeitet.jpgTag der Türme-013-Bearbeitet.jpgTag der Türme-040-Bearbeitet.jpgTag der Türme-036-Bearbeitet.jpgTag der Türme-032-Bearbeitet.jpgTag der Türme-022-Bearbeitet.jpg

Das Wetter wechselt beständig zwischen einem Hauch Sonne und ein paar Tröpfchen Regen hin und her. Uns soll es soweit aber recht sein, denn es hat ja schon was für sich, so eine Attraktion weitestgehend für sich allein zu haben.
Tag der Türme-011-Bearbeitet.jpg
Tag der Türme-021-Bearbeitet.jpgWider Erwarten besonders berührend ist das Kriegsdenkmal mit den ganzen Fotografien in einer Katakombe. Es ist halt etwas anderes, Bilder der Gefallenen zu sehen, als nur eine Liste derer zu lesen, die für das Vaterland gefallen sind. Die Vorstellung, wie viele Männer wie diejenigen auf den Fotografien in den großen Kriegen ohne Sinn und Verstand gestorben sind, ist wirklich herzzerreißend, wenn man das Bild mit der Frau, dem Kind, dem Hund betrachtet.Tag der Türme-025-Bearbeitet.jpg

Nach diesem lohnenswerten Stopp machen wir einen kleinen Hüpfer zum Pointe du Petit Minou. Dieser Leuchtturm an der Meerenge zur Hafeneinfahrt von Brest hört sich für uns nach einem lohnenswerten Ziel an. Und tatsächlich: Schon beim Hinabfahren zum Parkplatz bietet sich ein selten schöner Blick hinüber zur Halbinsel Crozon mit dem Leuchtturm als schönem Vordergrund. Sehr schön!Tag der Türme-052-Bearbeitet.jpg

Nach einem Kaffeeklatsch mit den leckeren Plätzchen vom Supermarkt gehen wir hinunter und haben den Fall von “sieht von Ferne besser als aus der Nähe aus.” Aber die Aussicht ist wirklich toll. Fehlt halt auch ein bisschen Wind – für den Fall eines Sturms stehen hier überall Warnschilder. Und man kann sich gut vorstellen, was für ein Spektakel das bei rauhem Meer sein dürfte.Tag der Türme-058-Bearbeitet.jpg

Als nächstes steht ein regelrechter Fahrtag auf dem Programm: Um zum auf der anderen Seite des Wassers liegenden Kerviniou zu gelangen (Luftlinie vielleicht 3km) muss man fast 1 1/2 Stunden fahren. Wobei die Umfahrung von Brest, was uns vergleichsweise riesig vorkommt, dank der sehr guten Umgehungsstraße kein Problem darstellt. Aber so langes Fahren bin ich ja schon gar nicht mehr gewöhnt!Tag der Türme-060-Bearbeitet.jpg

An der Pointe des Espagnols machen wir einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt, der zwar tatsächlich ein großes Panorama auf Brest und seine Bucht bietet, aber es gibt halt schönere Anblicke als eine Marinehafenstadt… Wieder mal ein ärgerlicher Tipp aus dem Womoführer vom Womoverlag, der strunzt, man könne hier stundenlang stehen und staunen. Wir haben nach 2 Minuten an diesem zudem auch nicht besonders schön angelegten Platz genug gestanden und mäßig gestaunt.

Macht aber nix, denn unser Stellplatz für die Nacht an den Klippen von Kerviniou ist wieder mal ein Top-Deluxe-Einsamkeitsplatz wie wir ihn lieben. Auf einem hubbeligen Parkplatz völlig alleine und mit Ausblick auf Bucht und den nun gegenüber liegenden Pointe du Petit Minou.

Abends glüht dann noch einmal ein schmaler Sonnenuntergangsstreifen am Himmel und wir reisen in Gedanken noch mal zurück zum Megasonnenuntergang in Brignogan Plage. Crozon sunset-005.jpg

IMG_4048.jpgHeute sind wir mit bei den letzten, die aufbrechen. Voll im Entspannungsmodus. Was vielleicht auch am grauen Himmel liegt. Das motiviert einen nicht gerade zum frühen Losfahren. Auf der hübschen grünen Bank am Strand schmieden wir unsere Weiterfahrpläne.
Die Gemeinde Plouarzel hat sich wirklich Mühe gegeben, schöne Womo-Stellplätze bereitzustellen. Auch deren zweiter Platz in Ruscumunoc liegt schön umgeben von Hecken in der Nähe des Pointe de Corsen, den wir als nächstes Ziel ansteuern. IMG_4049.jpgDurch Zufall landen wir oberhalb einer (mal wieder) traumhaft schönen Bucht, da uns das Navi über einen Weg lotsen will, der bald nur noch fußwegbreit ist. Da der Pointe schon in Sichtweite ist, stellen wir das MoMo ab und beschließen, den Rest einfach zu Fuß zu machen. Gute Entscheidung!finistere-011.jpg
finistere-032.jpgDenn der Weg führt immer schön an den Klippen entlang und so erreichen wir mit schöner Aussicht verwöhnt den westlichsten Punkt Frankreichs. Der ist nämlich hier und nicht am wesentlich bekannteren Pointe du Raz. Nur mit dem Unterschied, dass hier so gut wie nichts los ist. Nette Idee der Franzosen: An diesem Punkt gibt es in jeder Himmelsrichtung die jeweils am weitesten in diese Richtung gelegenen Punkt Frankreichs und Europas.finistere-001.jpgfinistere-017.jpg

Als wir auf dem Rückweg noch einen Blick in die Bucht auf den prächtigen Sandstrand werfen, beschließen wir, die steilen Treppen doch noch hinunter zu steigen. Zu verlockend sieht es für Annette zum Relaxen, für die Hunde zum Toben und für mich zum Fotografieren aus.finistere-060-Bearbeitet.jpgfinistere-196-Bearbeitet.jpgfinistere-187-Bearbeitet.jpgfinistere-109-Bearbeitet.jpgfinistere-105-Bearbeitet.jpgfinistere-082-Bearbeitet.jpgfinistere-077-Bearbeitet.jpgfinistere-121-Bearbeitet.jpg

finistere-108-Bearbeitet.jpgUnd eigentlich kommt auch jeder voll auf seine Kosten. Also so was von! Das Krachererlebnis bleibt jedoch Annette vorbehalten. Denn eine Gruppe von Delfinen(!) zieht an der Bucht vorbei, ein Delfin springt schon mal wie auf einer kitschigen Postkarte in die Luft und… Micha kriegt davon nichts, aber auch gar nichts mit. Denn ich bin so vertieft in meine Langzeitbelichtungen, dass ich nur das Wasser vor mir sehe. Es dauert ein Weilchen, bis ich wirklich glaube, dass ich nicht kräftig verspätet in den April geschickt werde. Aber als ich später dann zumindest in der Ferne eine Delfinfinne sehe, bin ich überzeugt. Naja, man kann nicht alles haben…finistere-240-Bearbeitet.jpg

Etwas wehmütig verlassen wir diesen schönen Ort, denn es zieht uns weiter. Denn die Landspitze von Kermorvan soll ja auch ganz schön sein. Unterwegs stockt uns kurz der Atem, als wir oberhalb des Plage de Blancs Sablons rauskommen: So ein breiter Strand- boah! Bei der nächsten Parkmöglichkeit für Womos halten wir an und machen auch hier Station. Also, schöne Strände können die in der Bretagne ja!finistere-252-Bearbeitet.jpg

Ganz anders dann Kermorvan. Hier ist wirklich auch steilere Küste und offensichtlich ein beliebter Spazierweg. So viel Betrieb hatten wir ja noch nie! Also, gemessen an unseren anderen Erfahrungen bisher. Ein fast voller Parkplatz gehörte bisher nie dazu.

Der Leuchtturm von Kermorvan versteckt sich fast bis zum Schluss vor unseren Blicken, lohnt dann aber doch den Weg. Und wie bestellt schippert dann auch noch ein Schiff durch mein Bild. Sehr freundlich!finistere-266-Bearbeitet.jpgfinistere-275-Bearbeitet.jpg

Man glaubt es kaum, aber uns beiden ist trotz des bedeckten Wetters ganz schön warm und unsere Wangen glühen. Müde sind wir auch. Ein bisschen. Also ist der Plan, jetzt schon, am früheren Nachmittag einen Platz fürs MoMo zu finden und den Tag gechillt ausklingen zu lassen. Unser Weg führt uns daher zum Stellplatz in Plougonvelin. Das sieht auch soweit alles ganz okay aus, aber auf einen Bezahlplatz mit Schranke und hinter einer Hecke stehen haben wir beide keine rechte Lust. Also schmieden wir Plan B: Wir fahren zur tollen Klosterruine-Leuchtturm-Kombi am Pointe Saint-Mathieu und suchen uns dort einen Platz für die Nacht, um dort dann am nächsten Morgen mit der Besichtigung zu starten.

Einen Parkplatz mit Top-Aussicht und Strand haben wir ein paar Kilometer nördlich des Leuchtturms bald darauf auch gefunden. Aber: Straße=laut! Wehmütig denken wir an die friedliche Stille am Pointe de Corsen. Und plötzlich ist ein PLan C entworfen: Abendessen im nahe gelegenen Le Conquet und danach einfach wieder an den Pointe de Corsen zurück. Gebongt!

IMG_4055.jpg
IMG_4057.jpg

Vom Städtchen Le Conquet sind wir ganz angetan. Ein nettes französisches Hafenstädtchen. Die erste Crêperie, die Annette uns rausgesucht hatte, ist jedoch für den Abend komplett ausgebucht. Eieiei… sollten die Franzosen etwa alle am Karfreitag essen gehen wollen? Aber wir haben wirklich wieder mal Glück. Nach einem Pastis im Café Le Vieux Logis stehen wir zur Öffnungszeit des Laer-Mor um Punkt 19 Uhr in der Tür und kriegen tatsächlich noch einen Platz.

IMG_4061.jpgSpäter sehen wir so einige Leute enttäuscht wieder umkehren, als sie hören, dass der Laden voll ist. Die Crêpes schmecken gottseidank deutlich besser als in Santec. Das und die urige Einrichtung, stilecht mit kaltem Gemäuer und bretonischem Jazz-Folk sorgen für einen schönen Abschluss des Tages. Und als wir nach kurzer Fahrt anschließend wieder einsam und allein an “unserer” Bucht stehen, denken wir wieder mal “Alles richtig gemacht!”.

IMG_4062.jpg

Da wir gestern unser letztes Baguette aufgegessen haben machen wir heute ein Alternativprogramm: Erst losfahren, dann in der Boulangerie einkaufen und am nächsten Strand dann gemütlich frühstücken.

Losfahren klappt routiniert, den Bäcker gibts im nächsten Ort Kerlouan und den Strand in Vougot. Auf einem großen Parkplatz steht lediglich ein anderes Womo. Wir gesellen uns dazu und freuen uns anschließend über den Spaziergang am feinen, weißen Sandstrand.IMG_4034.jpgFinistère-015.jpg

Weiter geht es nach Lilia, wo man einen tollen Ausblick auf den Leuchtturm auf der Île Vierge hat. Und auch wenn das Wetter heute eher so mittel ist lassen sich trotzdem gute Fotos machen. Denn zum einen tritt man sich nicht vor Leuten tot (die Womo-Verbotsschilder lassen hier für den Sommer Schlimmes befürchten) und zum anderen kann man bei diesem sanftem Licht schöne Makroaufnahmen machen. Rost kann auch schön sein!
Finistère-006.jpgFinistère-020-Bearbeitet.jpgFinistère-035-Bearbeitet.jpg

Finistère-048.jpg

Bad Hair Day

Finistère-080-Bearbeitet.jpgNun machen wir einen richtig großen Sprung von satten 30 Kilometern bis zum Aussichtpunkt Trémazan oberhalb von Portsall. Man hat hier einen tollen Rundumblick über die Bucht von Portsall und die Riffe, die damals der Amoco Cadiz zum Veerhängnis wurden. Wir stärken uns mit einem Far Breton mit Pflaumen, der so ein bisschen wie kalter Pfannkuchen schmeckt. Aber lecker. Und während Annette es sich mit den Hunden auf einer Bank bequem macht, erkunde ich den Zöllnerpfad und knipse Blümchen.

Die Route Touristique führt nun weiter unmittelbar an der Küste entlang. In Irland würde man sagen “scenic drive”. Zurecht! Finistère-085-Bearbeitet.jpgFinistère-108-Bearbeitet.jpg

IMG_4047.jpgWir steuern auf unser Tagesziel zu. Den Stellplatz in Lampaul-Plouarzel. Über den hatte ich schon so viel Gutes gehört, dass ich in ungern auslassen wollte. Und tatsächlich ist der terrassenförmig angelegte Platz wirklich top gelegen. Blick auf die Bucht mit der Île d’Ouessant in der Ferne und einem ausgesprochen schönen Strand vor der Haustür. Viel besser geht das nicht!IMG_4045.jpgIMG_4044.jpg
IMG_4046.jpg

Wir genießen den Nachmittag und nach dem Abendessen gehen wir mal wieder getrennte Wege: Annette mit den Hunden und ich mit dem Stativ. Gelohnt hat sich beides!Plouarzel Sunset-015-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-021-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-028-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-032-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-037-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-053-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-064-Bearbeitet.jpgPlouarzel Sunset-072-HDR-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg

Obwohl der Wetterbericht etwas anderes sagt, gibt es erst mal ein sonniges Guten-Morgen. Und auch im Verlauf des Vormittags ist es eher freundlich. Für uns Gelegenheit, weiter zu relaxen und für mich, den Blogeintrag für gestern fertig zu schreiben. Denn unseren schönen Solo-Platz unter dem Baum wollen wir noch für eine weitere Nacht genießen und bleiben einfach hier.Meneham-008.jpg

Meneham-010-Bearbeitet.jpgMeneham-009-Bearbeitet.jpgMeneham-018.jpgAm späten Mittag brechen wir dann aber doch zu einem Strandspaziergang Richtung Westen nach Meneham auf. Wir sind ja nicht zum Vergnügen hier!
Meneham-013.jpgWir gehen den Sentier Cotier entlang und sind mal wieder beeindruckt davon, wie unterschiedlich die gleiche Landschaft je nach Wasserstand und Licht aussehen kann.

An einem Parkplatz stehen ein paar Womos direkt an den Dünen und in Meneham sehen wir uns den ebenfalls sehr schönen Stellplatz an. Da könnte man dann also auch gut stehen. Gut zu wissen!

IMG_4028.jpgMeneham-038.jpgIMG_4027.jpgMeneham ist ein frei zugängliches Freilichtmuseum mit netten Reetdachhäuschen, Restaurant und Künstlerateliers. Wir gönnen uns erst mal Crêpe bzw. Moules Frites, bevor wir den Rest erkunden.

IMG_4029-Bearbeitet.jpgInsbesondere Elli zieht die Aufmerksamkeit auf sich, denn sie hat eine neue Fortbewegungsart für sich entdeckt: Bäuchlings robbend kriecht sie über den Boden und hinterlässt rätselhafte Spuren – so sind bestimmt auch die Kornkreise entstanden!Meneham-063.jpg

Meneham-064.jpgWir sind froh, dass wir zwiebelschalenmäßig gekleidet sind – denn mittlerweile ist die Sonne weg und ein frischer Wind lässt es kühler wirken als das Thermometer uns weis machen will. Gänsehautwetter!Meneham-067-Bearbeitet.jpgunbenannt-001-2.jpg
Den Rückweg nehmen wir dann klassisch über den Strand und genießen die Weite, den Ausblick und die wie verrückt über den Sand rasenden Hunde. Auch bei bewölktem Wetter schön!Meneham-084.jpgMeneham-085.jpgMeneham-107-Bearbeitet.jpgMeneham-115-Bearbeitet.jpgMeneham-134.jpg

IMG_4032.jpgAm Abend gehe ich dann pflichtschuldigst noch mal gucken, ob jemand im Büro ist, um brav den Platz zu bezahlen. Es sollen ja nur 4,50€/Tag sein. Naja, nicht ganz… Denn in der tatsächlich geöffneten Rezeption sitzt eine Omi mit den 2 Enkelinnen und knüpft mir den vollen Tagessatz von 17,44€ ab.

Und da ich ja ehrlich bin, auch gleich noch zweimal…
Im Prospekt, den sie mir strahlend überreicht, steht etwas von “vollem Service”. Nunja, für einen “lost place” ist das schon eine sehr sportliche Preisansage!

Wir denken etwas wehmütig an den tollen Parkplatz in den Dünen, den wir mittags gesehen haben und buchen auch diese Erfahrung unter “Lehrgeld” ab. Immerhin gibt es abends dann noch mal kurz feines Licht. Uns gefällt’s hier!
Sunset-015-Bearbeitet.jpgSunset-002-Bearbeitet.jpg