So etwas wie gestern ist uns auch noch selten passiert. Nämlich gar nichts. Das Wetter ist weiterhin schwülwarm und wir bewegen uns entsprechend kaum.

Der weiteste Ausflug ist dann schon der Weg zum Hofladen in die eine Richtung und zum Bühlhubel in die andere Richtung. Für so einen Tag lohnt es sich nicht, den Blog anzuschmeißen. Schön war es aber trotzdem.

Wir tun uns schwer, in welche Richtung wir uns als Nächstes bewegen möchten: So richtig in die Alpen mit der Passfahrt über den Grimselpass? In die Gantrischregion westlich von Bern? In Richtung Jura nach Nordosten? Oder aber einfach im schönen Berner Oberland bleiben?

Richtung Simmental

Wir entscheiden uns für das Berner Oberland. Das Simmental müsste eigentlich ganz nach unserem Geschmack sein. Viel Landschaft, nicht ganz so überlaufen und jede Menge attraktive Ziele zum Wandern und Radfahren.

Ein paar Plätze haben wir auf dem Schirm, landen dann aber doch bei dem, der uns am urigsten erscheint: Der Camping Hasenweide ganz am Ende des Tals, unmittelbar bei den Simmenfällen, bietet keinen Schnickschnack. Lediglich eine Wiese, auf der wir aber einen schönen Platz fürs MoMo finden, der auch bei dem angekündigten schlechten Wetter ganz okay sein müsste.

Simmental

Spektakulärer Wasserfall

Annette backt uns eine leckere Aprikosenwähe, damit wir die ungewohnte Aktivität gut bewältigen können. Wir wollen doch tatsächlich die 300 Meter hinüber zu den Simmenfällen gehen!

Normalerweise würde ich im Sommer gar nicht viel von einem Wasserfall erwarten. Ohne Schneeschmelze und starke Regenfälle müsste das hier doch sehr überschaubar sein. Aber von wegen! Die Simmenfälle rauschen und toben hier den Berg hinunter, dass man wahrlich Respekt vor der Kraft des Wassers bekommt. So unmittelbar und mit solcher Wucht habe ich das zuletzt am Dorgefossen in Norwegen erlebt.

Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle

Zur Barbarabrücke

Am Fuße des Wasserfalls findet man Hinweisschilder auf den Weg hinauf zur Barbarabrücke. Dieser soll offiziell nur als Einbahnstraße Richtung bergauf genutzt werden, da er sehr steil und auch rutschig sein soll.

Überraschenderweise übernimmt Annette die Führung und meint, dass es so schlimm schon nicht werden könne. Ich sehe die Sache eher skeptisch. Rollentausch!

Außerdem seien wir ja auch schon 10 Meter auf der Einbahnstraße unterwegs, also könnten wir jetzt auch gar nicht mehr umdrehen. Ich beuge mich der bestechenden Logik und wir machen uns auf den Weg. Beste Entscheidung des Tages!

Denn nicht nur ist der Weg völlig problemlos zu laufen. Wir haben zudem immer wieder Gelegenheiten, unmittelbar an der zum Tal rauschenden Simme zu laufen und zu sehen, wie irrsinnig kraftvoll das Wasser hier hinunterschießt.

Simmenfälle
Simmenfälle
Ihr seht hier doch auch einen kleinen Hund, der ängstlich aufs Wasser schaut, oder?
Witwenblume
Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle
Sterndolde
Simmenfälle

Brücke mit Regenbogen

Die Barbarabrücke ist dann nicht weniger als atemberaubend. Denn sie führt hier über den alten Lauf der Simme. Und wer sich mutig hinüber traut, muss damit leben, dass er mehr als nur ein bisschen nass von der Gischt des zerstobenen Wassers wird.

Simmenfälle

Wir haben die wohl nicht ganz unberechtigte Sorge, dass die Hunde die Überquerung der Brücke vielleicht in Panik versetzt. Schließlich finden wir das auch schon reichlich aufregend. Aber was tun? Wir befinden uns doch auf der Einbahnstraße?

Nun, ganz einfach. Es gibt netterweise einen harmlosen Alternativweg über das Flussbett der alten Simme, welche nur spärlich unter einem hinwegfließt. Dieser führt uns dann auf den Wanderweg zurück ins Tal. Vorher müssen wir allerdings noch die Barbarabrücke von der anderen Seite her bewundern. Das ist wirklich abgefahren hier!

Simmenfälle
Barbarabrücke
Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle
Simmenfälle

Schön hier

Abends schmeißen wir dann mal wieder den Grill an und während ich den Lachs brutzele zaubert Annette uns Spaghetti mit Zitronen-Salbeisauce. Lecker!

Simmental Sunset

1 Kommentar

  1. Oh wie schön! Ihr zuhinterst im Simmental! Die Hasenweide, ein sehr idyllischer Sommerplatz! Im Winter ist man hier aber dauernd im Schatten und daher auch sehr feucht/kalt. Darum bevorzugen wir im Februar den Camping Seegarten vorne bei Dorf Lenk.
    Weiterhin viel Spaß! Es gibt viel zu sehen und zu erwandern! Genießt es!
    Liebe Grüße Susi

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neugierig geworden?

Schließe dich unseren 146 anderen Lesern an und freue dich darauf, von unseren Reisen zu lesen.

*=Pflichtangabe, Name und Vorname kannst du auch weglassen

Wir versprechen, dass wir keinen Spam versenden! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.