Spontane Entscheidung

9. Juli 2024

Visingsö Sunset

Spontane Entscheidung

9. Juli 2024

Man sollte meinen, dass nach den beeindruckenden Wolkenformationen vom gestrigen Abend auch heute wieder Wolken und Regen auf dem Programm stehen. Aber wir wachen zu einem nahezu wolkenlosen Himmel auf. Nehmen wir gerne mit.

Wir stellen erstaunt fest, dass heute richtig Betreib an der Badestelle herrscht. Also: Was auf Visingsö schon als Betrieb empfunden wird. Als wir uns zur Abfahrt fertig machen, treffen immer mehr Autos und Radfahrer ein, die an dieser schnuckeligen Stelle eine Pause machen möchten.

Kurz vor der Abfahrt beschließt Annette, dass es jetzt doch Zeit für einen Sprung ins 14 Grad kalte Wasser sei. Der Steg und das klare Wasser sind einfach zu verlockend. Vorausgesetzt, dass man den Kältekick mag.

Wild Swimming
Wild Swimming

Noch mal Persgården

Heute wollen wir die Insel verlassen und weiter durch die schwedischen Wälder fahren. Vorher müssen wir aber noch einmal beim Hofladen in Persgården vorbeischauen. Denn die leckeren Sachen, die dort zum Mitnehmen in den Regalen stehen, wollten wir bei unserer Regenwanderung nicht mitnehmen.

Und was ein Tag und anderes Wetter für einen Unterschied macht. Heute brummt der Betrieb auf dem Hofgelände und spielende Kinder sind überall. Was für eine schöne sommerliche Atmosphäre!

Wir nehmen uns Zeit für den Besuch der kleinen Kunstgalerie und des persischen(!) Kunstgewerbes, bevor wir im Hofladen dann einen größeren Einkauf tätigen. Die zwei Spezialitäten des Ladens sind Lakritz und Datteln. Und natürlich gibt es dann auch Lakritzdatteln. Da ich beides mag, habe ich es mir mit einer gewissen Skepsis gekauft und erstaunt für überraschend lecker befunden. Denn die Datteln sind auch ohne Lakritz Weltklasse und der Lakritzgeschmack ist sehr dezent, aber trotzdem nicht zu überschmecken (oder unterschmecken? Und: gibt es diese Wörter überhaupt?). Wir bevorraten uns.

Überraschende Entscheidung

Jetzt soll es aber endlich zum Fähranleger gehen, wo wir die Insel verlassen wollen. Wir reihen uns brav in die Reihe der Fahrzeuge ein, die keine Reservierung haben.

Wieder einmal haben wir Glück. Die Fähre kommt praktisch sofort in den Hafen eingelaufen. Aber überraschenderweise bedeutet uns das Crewmitglied, das die Fahrzeuge einweist, dass wir zu groß für die Fähre seien. Ungläubig schauen wir ihn an, da doch ein Tanklaster und ein anderes Womo bereits auf der Fähre stehen. Dann dämmert es uns: Es ist die kleinere der beiden Fähren und mit diesen zwei großen Fahrzeugen ist das Kontingent für Dickschiffe bereits erschöpft. Wir müssen uns wieder hinten für die nächste Fähre einreihen.

Visingsö Hamn

Während wir da stehen und warten, betrachte ich das fröhliche Treiben hier im Hafengelände, das so gänzlich anders wirkt als noch vor ein paar Tagen. Jetzt ist hier wirklich Saison und man versteht, für wen die Infrastruktur hier gedacht ist. Und es fühlt sich so sommerlich leicht an, dass es auf einmal bei mir Klick macht: Davon wollen wir auch etwas abhaben! Warum also nicht noch mal eine Nacht hier am Hafen verlängern und einfach mal bei sommerlichen Temperaturen abhängen? Annette ist schnell für den Plan zu begeistern und so stehen wir wenige Minuten später auf einer Parzelle, die für den Nachmittag ein sonniges Plätzchen verspricht. Es kann so einfach sein!

Waldwanderung

Nachdem wir den größten Teil des Tages mit Nichtstun und der Besprechung der weiteren Reisepläne verbracht haben, brechen wir noch einmal auf eine kleine Wanderung auf. Diesmal entlang der Küste in Richtung Süden.

Man kann wirklich behaupten, dass wir einen Großteil der Wege auf Visingsö mit dem MoMo oder zu Fuß gemacht haben.

Visingsö Hamn

Dieser Weg führt uns noch einmal in Richtung Persgården, aber dort ist bereits um 17 Uhr Feierabend, sodass wir nicht erneut dort einkehren können. Wäre dann ja vielleicht doch etwas übertrieben.

Planka mit Röding

Für unser (diesmal aber wirklich!) letztes Abendessen auf Visingsö gehen wir noch einmal ins Restaurant Solbacken. Wir finden einen Tisch auf der Terrasse, wo wir sogar mit den Hunden sitzen können und bestellen uns ein Rödingfilet (zu Deutsch: Saibling), das auf einer schwarzen Holzplanke serviert wird. Es schmeckt dann tatsächlich so lecker, wie es aussieht. Empfehlung!

Röding

Anschließend genießen wir es, noch etwas draußen vor dem MoMo zu sitzen, ohne, dass es wirklich kalt wird. Und das Beste: Auch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen eher sommerlich sein. Wir wären damit einverstanden.

Überraschender Sonnenuntergang

Am Abend setzen wir uns später, als es dann doch feuchtkühl wird, ins MoMo. Ich schreibe den Blog für einen schön-unspektakulären Tag, als Annette mich plötzlich anstupst: „Guck mal nach draußen, was ist da denn los?“

Wir trauen unseren Augen kaum. Der See steht in rosaroten Flammen und auch Gränna auf dem Festland gegenüber leuchtet in den unwirklichsten Farben.

Mit einem solch mächtigen Sonnenuntergang hatten wir für heute, nach einem weitestgehend sonnigen Tag, überhaupt nicht mehr gerechnet.

Visingsö Sunset
Visingsö Sunset

In Eile schnappe ich mir die Kamera und gehe schnellen Schrittes zum Ufer, um wenigstens noch einen Versuch zu starten, dieses Spektakel einzufangen. Egal, wo man hinschaut, sieht man unwirklich leuchtende Farben. Ein denkbar schönes Abschiedsgeschenk, was uns Visingsö da macht.

Visingsö Sunset
Visingsö Sunset
Visingsö Sunset
Visingsö Sunset
Visingsö Sunset
Visingsö Sunset
Visingsö Sunset

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