Ab in die Schären

1. Juli 2024

Björko

Ab in die Schären

1. Juli 2024

Wir kommen uns vor wie absolute Nordland-Anfänger.

Bereits gestern Abend waren wir ganz verzaubert vom endlosen Lichtzauber bei Sonnenuntergang. Immer wieder neue Farbpaletten wurden auf die Meeresoberfläche gepinselt.

Und auch morgens sind wir mehr als erstaunt, dass bereits vor fünf Uhr die Sonne durch sämtliche Ritzen der Verdunkelung strahlt. Denn der erste Gedanke ist nicht etwas „Oh, wie toll!“, sondern ein erschrockenes „Oh Gott, haben wir verschlafen?“ Denn unsere Fähre, die um 8 Uhr nach Göteborg ablegt, wollen wir auf keinen Fall verpassen!

Aber keine Sorge. Auch wenn wir verschlafen hätten: Der Stellplatz an der Marina ist so gut gewählt, dass wir sogar im schlimmsten Fall in fünf Minuten am Terminal wären.

Kreuzfahrt durch den Skagerak

Immerhin sind wir dann aber auch ohne Verschlafen so spät dran, dass wir die Vorletzten sind, die sich in der Warteschlange am Schiff einreihen.

Unsere Sorgen wegen einer etwas raueren Überfahrt sind auf jeden Fall gänzlich unbegründet.

Bei strahlendem Sonnenschein setzen wir über und verbringen die ganze Zeit auf dem Sonnendeck. Und lernen dort wieder etwas hinzu. Denn das Festland, was wir zur Rechten sehen, ist mitnichten schon Schweden, sondern es ist zunächst mal die Insel Læsø, die an uns vorüberzieht.

Nach einer herrlich ruhigen Passage tauchen dann aber eine Stunde vor der Einfahrt nach Göteborg tatsächlich die ersten schwedischen Schäreninseln auf. Fotö, Hönö, Öckerö, Hälsö und Hyppeln haben wir ja bereits bereist. Und das Herz schlägt bereits etwas höher, als wir die kleinen Inseln mit ihren überwiegend weißen und roten Häusern immer näher kommen sehen.

Schären

Nachdem wir Göteborg problemlos hinter uns lassen, kaufen wir in einem ICA die ersten Grundnahrungsmittel ein. Auch hier müssen wir uns erst mal wieder akklimatisieren. Mittlerweile kauft dort die überwiegende Menge der Besucher mit Selbstscanner ein und checkt auch selbst aus. Für heute ist uns das noch zu viel. Wird aber beim nächsten Großeinkauf ausprobiert. Es fällt uns aber sofort auf, wie entspannt hier wieder das Einkaufen vonstattengeht.

Björkö

Es ist nun nicht mehr weit bis zum Fähranleger, an dem man mit einer der kostenlosen gelben Fähren auf die Inseln übersetzen kann. Es ist auch dieses Mal wieder ein faszinierend gut orchestrierter Ablauf.

Als wir ankommen, wird schon signalisiert, dass die nächste Fähre in 10 Minuten ablegen soll. Aber sie ist doch noch nicht einmal angekommen? Kein Problem. Der ganze Ent- und Beladevorgang von vielleicht jeweils 30 Fahrzeugen dauert am Ende 5 Minuten. Absolut großartig, wie die Schweden das machen.

Gelbe Fähre

Wir haben uns dieses Mal wieder für Neuland entschieden. Es soll auf die dem Festland am nächsten gelegene Insel Björkö gehen. Denn diese hat am Hafen sogar zwei Stellplätze zu bieten und darüber hinaus im nördlichen Teil viel Natur, die wir uns erwandern wollen.

Kennt ihr dieses irrational kribbelige Insel-Feeling, was sich einstellt, obwohl ihr eine Straße entlangfahrt, von der nicht einmal in jeder Richtung das Meer zu sehen ist? Unser Herz schlägt direkt mal ein, zwei Takte höher, als wir die Fähre nach fast schon zu kurzer Überfahrt verlassen und gespannt in Richtung des Westhafens fahren. Wir sind wirklich so was von reif für die Insel!

Björkö entpuppt sich dann schnell als Volltreffer. Genau diesen Mix aus schnuckeligen Schwedenhäusern, flachen Schärenfelsen und frischer Meeresbrise haben wir uns erträumt.

Die Qual der Wahl

Der Stellplatz am nördlichen Hafenende hat noch ein paar freie Plätze unmittelbar am Meer, von denen wir uns einen schnappen. Ein famoser Blick aus der Rundsitzgruppe ist garantiert! Aber wir möchten natürlich nicht drinnen sitzen, sondern endlich auch ein wenig herumlaufen.

Nachdem wir mit den Hunden die Schären nördlich von uns erkundet und für fotogen befunden haben, geht es in Richtung Süden.

Björko

Das Örtchen strahlt eine wirklich herrliche Gelassenheit aus. Die Uhren ticken hier merklich langsamer. Beglückt nehmen wir alle diese Eindrücke in uns auf.

Björko

Und ein Ass hat Björkö noch im Ärmel. Denn am südlichen Ende des Hafens gibt es ebenfalls Womo-Stellplätze.

Zunächst gefällt es uns hier sogar noch einen Tacken besser als am Nordende. Eine asphaltierte Fläche mit großzügigen Plätzen inklusive Picknickbänken und Blick auf Meer, Schären und Hafen. Und einer kleinen Insel, die via Brücke angebunden ist. Herzallerliebst! Vor allem können wir kaum fassen, dass niemand hier steht! Denn den einzigen Nachteil, den wir ausmachen können, ist der vielleicht etwas stärkere Wind, der hier hineinfegt.

Björko

Sollen wir also Umparken und das MoMo hierhin holen? Eigentlich ein No-Brainer. Aber Annette hat dann die salomonische Knaller-Idee des Tages: Da wir ohnehin 2 Tage hier verbringen möchten, werden wir einfach eine Nacht hier, eine Nacht dort verbringen und können euch dann die ultimative Stellplatz-Empfehlung geben. Wobei: Ich bin mir jetzt schon sehr sicher, dass sie lauten wird „Macht es einfach so wie wir und nehmt beide …“

Stellplatz Björko

Schärenglück

Den Nachmittag vertrödeln wir auf dem Stellplatz. Wir verspeisen bei strahlendem Sonnenschein Kanelbullar, die Zimtschnecken, die wir uns aus dem ICA mitgebracht haben – herrlich! Anschließend Aufräumen und die Einrichtung des Mannimobils weiter optimieren. Es ist schön, zu sehen, wie es jeden Tag mehr unser MoMo 3 wird.

Björko
Björko

Am Abend unternehmen wir dann einen kleinen Abendspaziergang entlang des Strömskärsleden. Das Besondere an dieser kleinen Schärenwanderung: Die Kinder der Insel haben hier den Weg mit selbst bemalten Steinen als Wegzeichen versehen.

Björko
Björko

Dazu dann noch das warme Licht der ewig untergehenden Sonne und fertig ist das Schärenglück für Mensch und Hund.

Björko
Björko
Björko
Björko
Björko
Björko

Wir genießen unser perfektes Ankommen in Schweden!

3 Kommentare

  1. Hallo,
    oh wie ich euch mal wieder beneide! Ihr macht das genau richtig, Südschweden ist ideal für eine erste Reise mit neuem Wohnmobil.
    Ich bin auch vor einigen Wochen mit der Fähre nach Göteborg gefahren, die Einfahrt ist immer wieder spannend. Und ich habe dieses Mal die von Göteborg südlich gelegene Schäreninsel Brännö kennengelernt, ebenfalls sehr entspannend, da völlig autofrei. Es gibt noch viel zu entdecken…
    Danke für deinen Blog

    LGElfie

    Antworten
    • Hallo Elfie,

      die Schäreninseln gehören wirklich zu unserer Lieblingsecke in Schweden. Wir waren nicht das letzte Mal dort und Brännö ist jetzt natürlich für einen Ausflug notiert.

      Antworten

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