Costa Vasca

18. Februar 2024

Costa Vasca

18. Februar 2024

Unser ursprünglicher Plan sah vor, dass wir, komme, was da wolle, Strecke machen, um bis nach Galicien zu kommen. Von dort wollten wir dann den Heimweg antreten und in unser bekanntes Wir-bleiben-da-wo-es-uns-gefällt umschalten.

Das Problem an solchen Plänen: Man wird dadurch unflexibel. Es hat uns gestern schon geschmerzt, bei diesem prachtvollen Wetter, mehr als die Hälfte des Tages im Womo zu verbringen. In Galicien locken uns momentan zwar geradezu traumhafte Temperaturen von um die 20 Grad und strahlender Sonnenschein, aber ab Mitte der kommenden Woche ist eine deutliche Wetterverschlechterung angekündigt. Wir würden also noch einmal zwei Sonnentage überwiegend im Auto sitzen. Der Plan wird also geändert: Wir wollen die Sonnentage bestmöglich hier in der Region verbringen und die Wetterverschlechterung nutzen, um Strecke zu machen.

Schöner Platz

Zwischenzeitlich sind wir sogar versucht, noch einen Tag hier in Zarautz dranzuhängen. Denn der Platz punktet mit sauberen Sanitäranlagen und halt dieser grandiosen Aussicht. Aber es zieht uns dann doch weiter. Da muss ein Drohnenflug reichen, um die tolle Lage noch einmal von der Meerseite aus zu dokumentieren.

Camping Zarautz
Camping Zarautz

Zumaia

Wir fahren auf der Küstenroute in den nächsten größeren Ort Zumaia. Es ist Sonntag und Gott und die Welt ist auf den Füßen. Der Spanier an sich scheint ein großer Spaziergänger zu sein – überall sehen wir Leute beim Sonntagsspaziergang. Oder ist es nur das wunderbare Frühlingswetter, welches alle aus dem Haus treibt?

Zumaia haben wir als Ziel ausgewählt, weil es hier besonders eindrücklich den Flysch zu sehen gibt. Nein, das ist keine Fischart, sondern eine ganz besondere Gesteinsformation, die sich wie in parallel laufenden Wellen aufgetürmt zu haben scheint. Und hier in Zumaia kann man das Ganze dann bei einer überschaubaren Küstenwanderung genießen. Genau das Richtige für unsere erste Wanderung hier in Nordspanien!

Zumaia
Zumaia

Flysch

Im Ort herrscht reges Treiben. Auch hier im Norden gilt: Das Leben in Spanien spielt sich auf der Straße ab. Wir machen uns auf den Weg zur Kapelle von San Telmo, die über den Flyschklippen und dem Strand Itzurun thront.

San Telmo

Man kann sich dem Zauber dieser Gesteinsformation kaum entziehen. Wie ein Drachenrücken verläuft Linie auf Linie den Berg hinauf.

Itzurun
Itzurun
Itzurun
Itzurun
Itzurun

Am Aussichtspunkt Algorri hat man dann einen nahezu 270°-Blick auf die Küste. Offen gestanden hätten wir uns Nordspanien gar nicht mal so schön vorgestellt, wie es jetzt in der Realität hier ist. Das ist schon eine Top-Deluxe-Sehenswürdigkeit hier. Wir machen Foto um Foto von der Szenerie, weil wir uns einfach nicht sattsehen können. Und eine junge Spanierin macht zur Abwechslung mal Fotos von uns, die kein Selfie sind.

Algorri

Spanisches Oberland

Der Küstenweg führt uns bald darauf in die Höhe und vor allem weg vom Meer. Plötzlich hören wir das vertraute Bimmeln von Kuhglocken. Aber hier sind doch gar keine Rindviecher? Des Rätsels Lösung: Hier scheinen es Pferde zu sein, die mit einer Glocke ausgerüstet werden. Zumindest sehen wir zwei Pferde, die verdächtig nah am Klippenrand grasen. Hoffentlich wissen die, was sie tun!

Pferde

Aber nicht nur die Glocken erinnern uns an die Schweiz. Auch die Wiesen und die steilen Hänge könnte man so in den Alpen vorfinden. Aber wir sind hier doch nur ein paar Meter vom Atlantik entfernt? Das ist schon reichlich abgefahren. Unsere Hirne machen Überstunden, um all diese Sinneseindrücke zu verarbeiten!

Zumaia

In Zumaia stärken wir uns am Hafen noch mit Kaffee und Kuchen bevor es auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz geht.

Kaffeepause
Zumaia

Weiter die Küste entlang

Bei Mutriku soll es an einem Mirador schöne Plätze geben. Diese stellen sich aber als für unseren Geschmack deutlich zu schräg heraus. Und auch die als fantastisch beschriebene Aussicht stellt sich bei näherer Betrachtung nur als okay heraus. Da hoffen wir noch auf etwas Besseres und fahren weiter.

Saturrarán

Im Vorbeifahren sehen wir vor Ondarroa an einem Strand mehrere Womos stehen. Der Strand sieht vielversprechend aus: Nicht so groß, dass er klein wäre, sondern genau richtig. Und die Flysch-Formation am Ende des Strandes hat etwas von einem verzauberten Drachen.

Jetzt in der Wintersaison stört sich offenbar niemand daran, dass dort ein paar Wohnmobile stehen. Im Sommer sieht das garantiert anders aus!

Wir genießen mit den Hunden noch einen kleinen Abendspaziergang und sind dann wirklich reichlich platt von den Eindrücken unseres ersten vollen Tages in Spanien.

Saturrarán

2 Kommentare

  1. Hallo, ihr beiden, beim Anschauen der tollen Fotos bekommt man ja direkt Fernweh! Vor allem, wenn man dabei aus dem Fenster schaut und man zusätzlich weiß, dass man beim nächsten Hundespaziergang definitiv wieder nass wird…mit diesen Problemen habt ihr glücklicherweise nicht zu kämpfen…Daher genießt weiterhin eure tolle Reise! Viele liebe Grüße an euch 4!

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    • Sag das nicht zu laut, Steffi, der Wetterbericht für die Zeit ab Donnerstag sieht gruselig aus… Sturm und Regen! Aber wir machen das Beste draus.

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