270° Meer

26. Februar 2023

Phare de Goury

270° Meer

26. Februar 2023

Zunächst sieht alles nach einem sehr übersichtlichen Tag aus. Unser Plan: Leuchtturm am Ende der Halbinsel weggucken und dann weiter in den sonnigen Süden. Um es vorwegzunehmen: Hat nur so mittel geklappt. Aber der Reihe nach.

pointe de jardeheu
pointe de jardeheu
pointe de jardeheu

Gut gewartet

Zum Frühstück sieht das Wetter noch unentschlossen aus, wirkt aber vielversprechend. Aber gut, dass wir so trödelig in den Tag starten, denn eine Stunde später geht ein Graupelsturm los, bei dem wir voll Mitleid an die zwei Wanderer und den Jogger denken, die beim Frühstück an uns vorbeigezogen sind.

pointe de jardeheu

Mittags möchten wir aufbrechen und nur noch mal eine kleine Runde mit den Hunden in westlicher Richtung die Küste entlanggehen, damit diese auch zu ihrem Recht kommen.

pointe de jardeheu
pointe de jardeheu

Und siehe da: Aller Regen scheint für den Tag durchgezogen zu sein. Anscheinend vertrieben von dem eisigen Wind, der uns um die Nase bläst. Aber was ist das heute wieder grandios schön hier! Die Wellen brechen sich mit Krawumm an den Felsen und das Licht lädt zu einer Fotosession mit den Hunden förmlich ein. Auch Annette muss dran glauben, behält aber klugerweise möglichst viel Windschutz an. Ohne ist es nämlich kalt.

Elli und Toffi
Elli
Elli
Annette und Elli
Elli
Micha und Toffi
Toffi
Toffi
Annette
Toffi
Elli und Toffi
Elli und Toffi
pointe de jardeheu
pointe de jardeheu

Keine Tölpel

Wir gehen auch noch einmal zur Klippe, von der wir gestern den Basstölpeln so fasziniert zuschauen konnten. Heute sehen wir die Vogelschar weiter draußen auf dem Meer, sodass es leider keine weiteren Sturzflugfotos gibt. Aber die riesigen Brecher, die sich hier auf dem Meer aufbauen und dann spektakulär vor der Küste weiß schäumend zusammenfallen, sind nun wirklich nicht die schlechteste Alternative. Naturgewalten!

pointe de jardeheu

Patisserie, die Zweite

Wir hatten der netten Verkäuferin beim Bäcker versprochen, dass wir wiederkommen. Ehrensache, dass wir das einhalten. Und natürlich großer Eigennutz, denn wir werden noch mal so richtig zuschlagen. 3 Törtchen, 4 Grevillais für morgen, 2 Gläser Marmelade und ein Baguette sind unsere Ausbeute. Was will man machen, wenn doch alles so lecker aussieht…?

Ans Ende der Welt

Nachdem wir in La Hague (ja, das ist das mit der Atom-Wiederaufbereitungsanlage aus den Nachrichten) noch mal alles ver- und entsorgt haben, fahren wir nach Auderville, um den Blick auf den Leuchtturm von Goury bei unserer Kaffeepause zu genießen.

Wiederaufbereitungsanlage

Für die Sinne verwirrender könnte die Anfahrt kaum sein: Zu unserer rechten das Monstrum der Atomanlage. Aber zu unserer linken ein atemberaubender Blick aufs sonnenbeschienene Meer und die Kanalinseln Jersey, Guernsey und Sark mit arglos weidenden Kühen auf den Wiesen. Das Uran hat auf jeden Fall eine schöne Aussicht bei der Wiederaufarbeitung…

Auf den letzten Metern fühlt es sich wirklich an wie die Fahrt ans Ende der Welt. Die Straße ist leicht abschüssig und vor uns erstreckt sich ein 270-Grad-Küstenpanorama. Ein Träumchen!

Als wir auf den letzten Metern dann die Straße direkt auf den Leuchtturm zufahren, jauchze ich und wir wissen beide sofort, dass wir hierbleiben werden. Das ist so schön!

Wir wissen auch wieder einmal, warum wir so gerne in Frankreich unterwegs sind. Die Gemeinde hat hier die Regelung, dass bitte keine Womos bis zum Leuchtturm hinunterfahren. Logisch, weil das im Sommer bestimmt das absolute Chaos gibt. Aber anders als in anderen Ländern gibt es hier dann einen offiziellen Womo-Parkplatz, an dem man auch übernachten darf. Und das Beste: Er hat einen Premium-Ausblick auf Leuchtturm und Küste zu bieten. Komplett irre wird es dann, wenn man merkt, dass dieser tolle Platz auch noch völlig kostenlos ist. Merci a la commune!

Leuchtturm-Fieber

Wir genießen unser Kaffeetrinken mit köstlicher Patisserie und Micha muss zugeben, dass die verlockende Auslage mal wieder zu viel war. Zwei statt der drei kleinen Gateaux hätten es auch getan. Aber mal ehrlich: Welchen hätten wir weglassen sollen? Köstlich waren sie alle…

Grevillais

Solchermaßen gestärkt fällt das Fotografieren natürlich federleicht. Ob gemütlich aus dem Heckfenster (Hecksitzgruppe rocks!) oder mit Stativ als Langzeitbelichtung – ich werde den Ausblick nicht leid.

Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury

Am Abend machen wir uns dann noch auf zu einer Runde Sonnenuntergangsporno. Immer den Blick in Richtung Leuchtturm und Sonnenuntergang spazierwandern wir hinunter zur Küste, dort entlang und bleiben alle paar Meter dann doch wieder stehen, um noch ein schönes Bild zu machen. Es ist so lächerlich schön hier!

Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury

Bevor wir zum Leuchtturmort Goury kommen, müssen wir noch an einem monströsen Bunker vorbei und über einen schier endlosen Kieselsteindamm gehen. Drei Dinge machen diesen Damm sehenswert:

Phare de Goury

Zum einen hat er absolute Knochenbrecherqualitäten. Wenn man hier umknickt, sagen die Bänder bestimmt Hallo. Wir haben Glück und kommen gut durch.

Außerdem beobachten wir, dass die Steine immer mehr schrumpfen, je weiter wir gehen: von ordentlich groß zu winzig klein. Warum das so ist? Keine Ahnung!

Aber vor allem sind die Steine hier zum Teil absolute Handschmeichler. Ich glaube, so weiche Steine habe ich noch nie in der Hand gehabt!

Phare de Goury
Phare de Goury

Der Star der Landschaft bleibt hier aber natürlich der Leuchtturm. Ob kurz vor Sonnenuntergang oder danach.

Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury
Phare de Goury

Oder aber mit entzündetem Leuchtfeuer, das uns freundlich entgegenleuchtet, als wir wieder am MoMo ankommen. Großartig!

Phare de Goury

1 Kommentar

  1. #sonnenuntergangsporno

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