Wolkenspektakel

20. September 2022

Morgens sind wir früh wach. Wir haben auch keine Zeit zu verlieren, denn das Wisentgehege soll nur von 9 bis 11 Uhr zur Fütterung geöffnet sein.

Und tatsächlich: morgens öffnet sich das Tor und einige Leute fahren hinein. Ein Ranger mit seinem Jeep, ein Corsa mit fünf Arbeitern und ein Trecker, der zwei Hänger voller Kürbisse hineinzieht. Fressen Wisente etwa Kürbisse?

Wolisko

Bei den Wisenten

Wir erkunden das Gehege auf eigene Faust. Eigentlich soll dort an der ersten Kreuzung eine Kasse sein, an der man den ohnehin geringen Eintritt bezahlt, aber wir sehen niemanden und gehen zu den Wisenten.

Wolisko
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Diese wurden aber bereits gefüttert, schlecken nur noch die Tröge aus oder sind schon wieder auf der Wiese.

Leider hat es mehr etwas von Tierpark als einem Reservat, da die Betonzäune einem nicht wirklich vermitteln, dass die Tiere hier in Freiheit leben. Trotzdem ist es ganz schön, den Tieren so nah zu kommen, während sie eher träge das Frühstück verdauen.

Wolisko
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Der Luchs

Auf dem Weg zum MoMo entdeckt Annette ein Tier auf dem Weg. Etwa ein Luchs?!

Wolisko

Mein verwackeltes Bild, das ich schnell noch geschossen habe, bevor die Katze im Wald verschwindet, ist unscharf und lässt mich hoffen, dass es wirklich ein Luchs gewesen ist. Als sie wenig später aber ganz entspannt durchs Tor hinausspaziert, stellen wir enttäuscht fest, dass es wirklich nur eine schnöde getigerte Hauskatze ist. Schade!

Wolisko

Seeumrundung

Da wir uns noch ein wenig bewegen wollen, planen wir die Umrundung des kleinen Sees, den wir gestern nur im Vorbeifahren gesehen haben. Leider stellt sich bei der kleinen Wanderung heraus, dass er auch nur von der Straße aus zu sehen ist.

Immerhin entdecken wir einen geheimnisvollen kleinen Moorsee mit abgestorbenen Birken in der Mitte. Ansonsten könnte diese Wanderung auch bei uns daheim im Bergischen sein.

Wolisko
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Feiner Badeplatz

Wir planen schon ein wenig für morgen. Denn da wollen wir das wieder etwas trockenere Wetter für eine Paddeltour auf der Sapina nutzen. Für heute ist noch absolutes Aprilwetter vorhergesagt, dass uns nach dem gestrigen Starkregenerlebnis für die Kajaks nicht ganz so gut geeignet erscheint.

Der Plan ist es, am Jezioro Pozezdrze Quartier zu beziehen und einen ruhigen Nachmittag am See zu verbringen.

Hier in Polen gibt es wirklich viele und oft schöne Plätze an den Seen. Oft auch solche wie den, welchen wir heute entdecken: Nicht ausgeschildert, aber dann erstaunlich gut ausgestattet mit Spielplatz, Mülleimern oder auch mal einem Klo. Und mit einer Baustelle. Zunächst befürchten wir, dass wir deswegen gar nicht auf den Badeplatz fahren können und erkunden erst mal zu Fuß, ob das gehen würde.

Die Lageanalyse fällt positiv aus und wir schlagen unser Lager auf. Der Wetterbericht ist wieder mal nur ein grober Anhaltspunkt gewesen. Denn im Gegensatz zu dem, was wir erwartet haben, ist es sonnig und stabil freundlich.

Jezioro Pozezdrze
Jezioro Pozezdrze

Naturspektakel

Die spektakulären Wolkenberge am Himmel haben uns bereits den ganzen Tag schon begeistert. Gegen Abend legt der Wettergott dann noch mal eine Schippe drauf. Wunderbar klar konturierte Wolken in den verschiedensten Farbschattierungen von weiß bis dunkelgrau liegen über den See geschichtet vor uns und werden von Abendlicht perfekt ausgeleuchtet.

Jezioro Pozezdrze

Durch die Spiegelung im See verdoppelt sich das ganze noch einmal und wird fast schon surreal schön.

Jezioro Pozezdrze
Jezioro Pozezdrze
Jezioro Pozezdrze

Wenn dann noch Kraniche trompetend über den friedlichen See ziehen, ist das Naturspektakel perfekt.

Wie kann man das dann noch toppen? Mit einer Annette, die in den eisigen See springt und noch eine Runde im Wasser dreht…

Wild swimming

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Der wilde Westen von Mull

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3 Kommentare

  1. ANNETTE, DU BIST MEINE HELDIN!!! Springst nicht nur beim Coaching ins kalte Wasser;). Liebe Grüße und euch noch eine wundergute Zeit.

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für deine Anerkennung Stefanie:-)

      Allerdings muss ich das „ins Wasser SPRINGEN“ ein bisschen relativieren. Ich habe die Leiter dann doch Sprosse für Sprosse mit viel „Hu!“ und „Ha!“ und „Brrr!“ genutzt und es hat mehr Überwindung als sonst gekostet, loszulassen. Dafür war das Glücksgefühl am Ende aber noch viel größer.
      Ich kann Wild Swimming wirklich jedem empfehlen und glaubt mir, ich bin normalerweise nicht nur eine Warmduscherin, sondern eine Heißduscherin.

      Antworten
      • Die Hu!, Ha! Und Brrr!-Bilder befinden sich im Giftschrank…

        Antworten

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