Donegal is the best

5. Mai 2022

Morgens will ich ganz clever sein: Der erste Flieger am Flughafen fliegt um 8 Uhr ab und ich möchte ihn ganz bequem aus dem Bett heraus ablichten. Also richte ich das Handy in die Richtung aus, wo ich gestern die Landung beobachtet habe. Man hört schon das Motorenbrummen und ich bin gespannt, wann der Flieger kommt. Als der Motor hochdreht, bin ich ganz aufmerksam. Aber das Motorengeräusch wird langsam leiser und Annette weist mich darauf hin, dass der Flieger bereits weg ist: Er ist auf der Startbahn in genau die andere Richtung gestartet…

Carrickfinn Beach

Carickfinn Beach

Für den Vormittag haben wir uns vorgenommen, am langen Strand parallel zur Startbahn entlangzulaufen. Und das lohnt sich wirklich sehr. Es ist einer von diesen Stränden, die wir im Nordland so sehr lieben. Einsam, wild und wunderschön. Und die Steine, die wir hier vorfinden, erinnern uns auch sehr an die Bretagne. Besser geht’s doch nicht!

Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach

Am Strand treffen wir ein holländisches Pärchen, die wir schon an unserem Übernachtungsplatz gesehen hatten. Wenn wir sie richtig verstanden haben, vermissen sie den Trubel an niederländischen Stränden. Es seien doch arg wenig Menschen hier unterwegs. So unterschiedlich kann man das sehen!

Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach
Carrickfinn Beach

Bunbeg Beach

Unser nächster Halt mit dem MoMo führt uns zum Bunbeg Beach. Dieser ist gerade mal 2 Kilometer Luftlinie entfernt. Aber da eine schmale Bucht sich hier ins Land hineinfrisst, müssen wir 17 Kilometer fahren, um dorthin zu kommen.

Bunbeg haben wir in guter Erinnerung. Vor 19 Jahren waren wir bereits in dieser weiten Sandbucht mit dem pittoresken Schiffswrack mittendrin. Das Wrack sieht noch mal etwas kaputter aus als damals, hält aber immer noch. Beim letzten Mal konnten wir zusehen, wie eine Filmcrew einen Werbespot im Abendlicht drehte – ich hätte das Produkt sofort gekauft, weil es dort einfach so wunderschön aussah.

Bunbeg Beach
Bunbeg Beach
Bunbeg Beach

Heute haben wir keinen Sonnenuntergang und auch eher bewölktes Wetter, aber es ist immer noch viel freundlicher als das, was uns der Wetterbericht befürchten ließ. Im Gegenteil: Ein wenig Wetterdramatik ist für die Bilder ganz hilfreich…

Bunbeg Beach
Bunbeg Beach
Bunbeg Beach
Bunbeg Beach

Bloody Foreland

Wir folgen nun einfach der R257 in Richtung Inishbofin Bay, obwohl uns das Navi immer auf kleine Nebenstraßen lotsen will. Denn die R257 führt einen zum nordwestlichsten Zipfel Donegals, dem Bloody Foreland. Das heißt angeblich wegen der besonders blutroten Sonnenuntergänge so. Es könnte aber auch bloody wie im Fluch „bloody hell“ sein, denn es ist schon sehr rau und einsam hier draußen. Da will bestimmt nicht jeder leben.

Bloody Foreland

Was aber ganz grandios ist, ist die Streckenführung hinüber nach Inishbofin Bay. Nicht so sehr die Straßenqualität, da wir durch den hubbeligen Straßenbelag ordentlich durchgeschüttelt werden. Wenn die Straße sich aber das erste Mal in Richtung des bogenförmigen Sandstrands mit dem blaugrün schillernden Meer wendet, ist das schlicht und einfach Weltklasse.

Bloody Foreland
Inishbofin Bay

Inishbofin Bay

Wir sind jedenfalls völlig baff und kommen zügig zu dem Schluss, dass es heute nicht mehr besser werden muss.

Inishbofin Bay

Wir genießen den Blick in die Bucht von einem wunderbar halbkreisförmig angelegten Parkplatz, auf dem auch das Übernachten erlaubt ist. Hurra!

Inishbofin Bay
Inishbofin Bay
Inishbofin Bay

Während ich ein wenig arbeite, macht Annette mit Toffi noch einen ausgedehnten Spaziergang am Endlosstrand. Denn hinter der von uns aus sichtbaren Spitze geht es noch einmal ordentlich weiter!

Inishbofin Bay
Inishbofin Bay
Inishbofin Bay
Inishbofin Bay
Inishbofin Bay

Ich muss unwillkürlich an unser Gespräch mit den Iren im Hafen von Teelin denken: „Wir haben keine Tipps für Donegal. Fahr einfach los und es wird dir überall gefallen.“ Genau so ist es!

Inishbofin Bay
Inishbofin Bay
Inishbofin Bay

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Der wilde Westen von Mull

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