Sprung in den Südwesten

18. April 2022

Es fällt uns nicht leicht. Aber heute machen wir einen großen Sprung und lassen den Rest der Südküste aus, da wir ansonsten nicht mehr ausreichend Zeit für die Westküste und Donegal haben werden. Bei unserer gestrigen Sitzung mit Bernie ist uns noch mal klar geworden, was für landschaftliche Highlights da ja noch auf uns warten.

Wir sind allerdings nur so halbtraurig, dass wir Cobh, Kinsale und den Rest der Südküste diesmal nicht sehen werden, denn wir werden einfach beim nächsten Irlandbesuch dort weitermachen, wo wir mit Dungarvan diesmal aufgehört haben. Denn, dass wir wiederkommen, steht schon außer Frage.

Es geht immer noch schöner

In Cork füllen wir unseren Gasvorrat noch einmal auf und freuen uns über die „billigen“ 92 Cent, obwohl an der Straßenanzeige 1,25 € angezeigt wurde, was auch in Deutschland unser letzter „Ukrainekrieg“-Preis war.

Unser Ziel ist der unterste Zipfel der Halbinseln in Irlands Südwesten, die Mizen-Halbinsel.

Wir machen Station am Altar, einem Steingrab in malerischer Lage über der Bucht von Toormore. Wir bekommen langsam wieder das kribbelige Gefühl, das sich einstellt, wenn man sich einem Ort besonderer Schönheit nähert. Denn es ist hier schon ausgesprochen schön – wir wissen aber, dass da noch was geht.

Doppelstrand

Als wir dann wenig später am Doppelstrand von Galley Cove und White Strand einen der leider seltenen Parkplatz ergattern können, zögern wir nicht lange.

Annette geht mit den Hunden den lang gezogenen White Strand entlang, während ich sofort vom Galley Cove Beach gefangen bin. Sand und Wasser erinnern mich sofort an die tollen Strände auf den Hebriden und ich versuche, diese wunderbaren Farben mit der Kamera einzufangen.

Browhead

Anschließend treffen wir dann die beste Entscheidung des Tages: Ich hatte nachgeguckt, ob es eventuell eine Idee sein könnte, mit dem Womo zum Browhead hochzufahren, mich aber dann richtigerweise wegen der engen steilen Straße dagegen entschieden.

Aber den knapp 2 Kilometer langen Weg zum südlichsten Punkt Irlands kann man ja wohl locker zu Fuß schaffen! Also brechen wir auf und kommen aus dem Jauchzen gar nicht mehr raus. Denn da es steil bergauf geht, können wir schon bald auf die Doppelbucht herunterschauen und entdecken auch die Klippen, an denen sich die Wellen brechen.

Ja, genau das ist es, was wir an Irland so lieben. Dieses fantastische Licht, der Blick auf die Weite des Meeres und die beeindruckende Landschaft sind wirklich einmalig.

Und um das Irland-Feeling komplett zu machen, zieht wenig später ein Schauer über uns hinweg, der ebenso schnell geht, wie er gekommen ist. Und wir bekommen den obligatorischen Irland-Regenbogen gleich mitgeliefert. Besser geht es einfach nicht!

Mizen Head

Wir fahren zunächst weiter ins schnuckelige Crookhaven, wo man am Pier an einem Pub stehen könnte, wenn nicht alle Plätze durch Pkws besetzt wären.

Es war einen Versuch wert, aber wir haben noch ein As im Ärmel. Am Mizen Head, der südwestlichen Spitze der grünen Insel, können wir auf jeden Fall stehen.

Auf dem Weg dorthin kommen wir noch an den tollen Buchten von Lackenakea Bay und Barley Cove vorbei, die im Abendlicht absolut fantastisch aussehen.

Wir fahren aber weiter, um dann am Mizen Head am bereits geschlossenen Visitor Center einen Platz zu bekommen, wie wir ihn lieben: abgelegen, mutterseelensolo und mit grandioser Aussicht. Und als Bonus kommen noch ein paar Pferde Marke Rhosili zu Besuch. Diesmal allerdings leider hinter Stacheldraht. Aber wir wollen da mal nicht meckern.

1 Kommentar

  1. Absolutely gorgeous Michael. Really enjoying reading your blog & the photography is brilliant!

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Britische Inseln 2022

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