France Je T’aime

2. Oktober 2021

Wir fahren heute als aller­erstes ins Nachbar­dörf­chen Mesnières-en-Bray. Dort gibt es einen Stell­platz (mal wieder kostenlos), wo wir ent- und versorgen können und vor allem eine Epicerie. Das ist einer dieser typisch franzö­si­schen Tante-Emma-Läden, wo man das Wichtigste für den Tag bekommt. Für uns sind das heute Morgen natür­lich Baguette, Crois­sant und Pain Chocolat.

Mesnières-en-Bray

Zuvor machen wir mit den Hunden aber noch eine Gassirunde durchs Dorf und sind sofort wieder verliebt in die schnu­cke­ligen Häuser und Gassen, die auffällig oft mit Blumen geschmückt sind. Wie überhaupt das Wort adrett richtig gut auf diesen Ort passt.

Mesnières-en-Bray
Mesnières-en-Bray
France Je t'aime

Regen und Sturm

Da der Wetter­be­richt für heute wirklich nichts Gutes verheißt, haben wir es nicht eilig, loszu­fahren. Da genießen wir lieber noch einen Moment FaceTime mit dem Enkel­kind, das beharr­lich einge­for­dert hat, dass es mit Opa sprechen will. Hat sich das Üben vor der Abfahrt doch gelohnt.

Auf der Weiter­fahrt perfek­tio­niere ich an den Mautsta­tionen meinen „Classe 2“-Spruch und werde immer freund­lich runter­ge­stuft. Wenn ich das auf unseren vergan­genen Reisen schon gewusst hätte, hätten wir uns sicher ein Drei-Sterne-Essen vom gesparten Geld gönnen können.

Ansonsten ist die Fahrt wenig spannend. Ledig­lich ein Stau bei Caen bringt Abwechs­lung. Und natür­lich der immer heftiger werdender Regen und ganz ordent­liche Sturm­böen, die teilweise schon Zweige auf die Fahrbahn geschleu­dert haben. 

unterwegs

Grau in Grau

Wir haben entschieden, dass bei diesem stürmi­schen Regen­wetter ein asphal­tierter Platz nicht die schlech­teste Wahl ist. In Saint-Fromond gibt es genau so einen. Der Ort ist jetzt gar nicht beson­ders hübsch, aber trotzdem haben wir irgendwie ein Frank­reich-Zuhause-Gefühl als wir dort ankommen. Auch hier gibt es eine Epicerie und sogar eine Boucherie. 

Saint-Fromond
Saint-Fromond

Und in dieser Metzgerei macht es dann Klick bei mir. Wir radebre­chen unsere Bestel­lung und der freund­liche Metzger macht diese typischen Schnitte mit dem langen dünnen Messer, um die Mousse de Canard abzuschneiden. Und fragt freund­lich nach, ob wir die Hähnchen­brust nicht lieber geschnitten hätten. Ist es so recht? Oder so? Dieses Zelebrieren vom Verkauf von Nahrungs­mit­teln verbinden wir so sehr mit Frank­reich, dass ich erst jetzt merke, wie sehr ich das in den vergan­genen 2 Jahren vermisst habe. Und so schön, dass wir das jetzt wieder erleben dürfen! 

Zusammen mit der komplett unkom­pli­zierten Stell­platz­suche wissen wir jetzt auch an diesem trüben Tag wieder ganz genau, warum wir so wahnsinnig gerne nach Frank­reich reisen: Es macht einfach Spaß, hier zu sein!

Saint-Fromond
Saint-Fromond
Neues Hobby: Anderen Wohnmo­bi­listen beim Ver- und Entsorgen zugucken

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Der wilde Westen von Mull

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