Fulufjället

11. Juli 2021

Heute wollen wir den Natio­nal­park erkunden. Wir haben den Vorteil, dass wir schon fast da sind und nur noch einmal um die Ecke fahren müssen. Die Straße zum Park sieht schon mal vielver­spre­chend aus. 

Fulufjällets Nationalpark

Wir sind angenehm überrascht wie groß der Parkplatz hier ist und wie viel Platz es auf dem extra für Womos angelegten Teil gibt. Das ist ja entspannt hier! (Eine Aussage, die wir wenige Stunden später aller­dings revidieren müssen…)

Fulufjällets Nationalpark

Ab durchs Moor

Wir entscheiden uns für den Weg, der im Uhrzei­ger­sinn zum Njupeskär-Wasser­fall führt, zu dem hier alle hin wollen. Er führt auf Holzbohlen durch eine sehr fotogene Sumpflandschaft. 

Fulufjället

Durch die gestrigen Regen­fälle wirkt das alles noch saftiger und frischer als es wahrschein­lich schon ohnehin ist. 

Flechten

Je näher wir dem Wasser­fall kommen, umso voller wird es auf den Wegen. Teilweise hat man fast den Eindruck, dass hier eine Busla­dung Touristen abgeladen worden ist. Man sollte vielleicht nicht unbedingt an einem Sonntag in der Hochsaison diesen Trip machen…

Was in diesem Zusam­men­hang vor allem Annette als Hunde­füh­rerin leidvoll erfahren muss, ist Toffis Hang zur Kläfferei. Ihr „Beute­schema“ sind andere Hunde und kleine Kinder. Und von denen gibt es auf dieser Runde eine ganz Menge. Das erfor­dert absolut dicke Nerven, die am Ende der Runde bei Annette eher feine Strähnen geworden sind. Aber wir werden das schon hinkriegen…

Njupeskär

Beson­ders viele Besucher tummeln sich natur­gemäß am Wasser­fall selbst. Auf einem eher schmalen Holzpfad mit Geländer kommt man zu einer Aussichts­platt­form und ein paar Unent­wegte klettern noch über die Geröll­halde, um noch näher an den Wasser­fall zu kommen und die unver­meid­li­chen Selfies zu machen. 

Njupeskär

Ich finde an der Brücke, die wir für den Rückweg überqueren müssen, einen Platz, um mit Stativ und Filtern zu fotogra­fieren. Annette lässt gleich­zeitig Nerven beim Toffi-in-Schach-halten.

Njupeskär
Fulufjällets Nationalpark

Und so schön diese Runde auch angelegt und zu laufen ist: Mit der Einsam­keit und Ruhe, die wir eigent­lich mit dieser Landschaft verbinden möchten, ist es heute nicht weit her. Wir staunen daher auch nicht wirklich, als der Besucher­park­platz bei unserer Rückkehr prall gefüllt ist und es keine Plätze mehr gibt. 

Fika am See

Wir beschließen, uns die Einsam­keit zurück­zu­holen. Am Ende der Zubrin­ger­straße zum Natio­nal­park biegen wir links ab und fahren alsbald über eine Schot­ter­piste Richtung Idre. Und siehe da: Nichts los hier.

An einem maleri­schen See parken wir das MoMo, machen erst mal unsere Fika, die Kaffee­pause und atmen durch.

See

Kleine Elche

Auf der weiteren Strecke dümpeln wir gemüt­lich vor uns hin, als Annette plötz­lich ausruft „Guck mal da! Kleine Elche!“ Ich bringe ihr möglichst schonend bei, dass sie gerade die ersten Rentiere auf unserer Tour Richtung Lappland entdeckt hat… 

Rentiere

Auch wenn wir wissen, dass man zwangs­läufig Rentiere sehen wird, wenn man Richtung Lappland unter­wegs ist: Es hat diese Safari-Kribbe­lig­keit, wenn man plötz­lich ein Tier in freier Wildbahn entdeckt hat.

Rentiere

Läger­plats

Bei Idre schwenken wir um auf den Foskros­vägen, eine kleinere Neben­straße statt der wahrschein­lich „vernünf­ti­geren“ RV311 Richtung Norden. Aber wir haben das Gefühl, dass wir jetzt mal leicht den Fuß vom Gaspedal nehmen wollen.

Ich habe dort einen Läger­plats entdeckt. So heißen die Stell­plätze, die außer Plumpsklo und Feuer­stelle nicht viel zu bieten haben, dafür aber preis­wert (60 Kronen/6 €) sind und wunder­schön direkt am Fluss gelegen sind. 

Lägerplats Foskros
Lägerplats Foskros

Wir haben wieder mal Glück. Es gibt noch genau einen freien Platz und das MoMo passt perfekt hinein. Aber das Beste: Es ist hier absolut fried­lich, weil die anderen Camper hier genau so Ruhe suchen wie wir auch.

Das Spannendste am Nachmittag ist dann eine Gruppe von Wildwas­ser­ka­jak­fah­rern, von denen einer vor unserer Nase kentert, aber das Missge­schick recht gelassen nimmt. Gut, dass die anderen aus der Gruppe helfen.

Lägerplats Foskros
Schwedischer Wald
Schwedischer Wald
Flechten
Warnschild Brücke

Wir machen später mal wieder Bekannt­schaft mit dem Insek­ten­ge­döns, das uns zwar dank Spray nicht mehr sticht, aber trotzdem ganz schön nervt. Das Abend­essen nehmen wir lieber mal im MoMo ein. 

Schön, dass du ein Stück mit uns mitgefahren bist!

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Der wilde Westen von Mull

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