Lockdown-Fanta­sien
25. Januar 2021

Natür­lich haben der Lockdown und die weiterhin unerfreu­liche Coronalage auch uns im Griff. Das MoMo steht seit dem Herbst traurig rum und wartet darauf, wieder etwas Auslauf zu bekommen. Eine Verän­de­rung der Situa­tion ist in abseh­barer Zukunft zwar nicht zu erwarten, aber Pläne, Wünsche und Träume gibt es natür­lich weiterhin und eher noch mehr als zuvor. 

Wir beißen daher die Zähne zusammen und träumen einfach von besseren Zeiten und erfreuen uns an dem, was wir trotz allem haben. Und das ist gar nicht mal so wenig.

Winter-Wunder­land

Der größte Luxus, den wir momentan haben, ist vielleicht die bergi­sche Natur, die direkt vor unserer Haustür liegt. Wir können, ohne ins Auto zu steigen, verschie­denste Spazier­runden machen. 

Und, wenn die Wetter­lage stimmt, das ganze sogar bei herrlichster weißer Pracht. Da kann man die Tages­tou­risten aus dem Flach­land schon irgendwie verstehen, dass sie jede noch so kleine Abwechs­lung suchen und in die Schnee­ge­biete kommen.

Für unsere Elli ist der Schnee ein großer Spaß. Aller­dings nur für ein paar Minuten. Nämlich genauso lange, bis der Schnee sich in ihrem Wuschel­fell festsetzt und zu immer größeren Schnee­klumpen wird, welche dann wie tonnen­schwere Gewichte an den Beinen hängen. 

Annette lehnt meine Methode zur anschlie­ßenden Schnee-Entfer­nung aus dem Fell katego­risch ab. Dabei müsste das mit einem Crème-Brûlée-Brenner doch recht schnell gehen! Statt­dessen werden alle Beine sanft mit warmem Wasser wieder gelän­de­gängig gemacht.

Und unsere alte Hündin Mia? Ist zwar unver­wüst­lich, verbringt ihren Lebens­abend aber trotzdem mittler­weile lieber in der warmen Stube…

Jahres­zeiten-Roulette

Die Aussichten für 2021 sind tenden­ziell trotz des Lockdowns eher positiv. Es ist ja nicht eine Frage ob, sondern eher wann die Pandemie so weit einge­dämmt ist, dass Reisen wieder eine Freude ist und nicht ein Risiko für uns und andere darstellt. 

Und da haben wir uns gedacht, dass es doch ganz tröst­lich wäre, diese Träume mal mit unseren Lesern zu teilen. Wenn also alles nach Plan (haha…) läuft, könnte unser Reise­jahr so aussehen:

Frühjahr: Ans Meer!

Für die erste Zeit nach dem Lockdown würden wir wahnsinnig gerne endlich mal wieder ans Meer fahren. Das im wörtli­chen und sprich­wört­li­chen Sinne nahelie­gendste Ziel Holland dürfte dann aber noch nicht realis­tisch sein, da dort die Coronalage eher schlimmer als bei uns zu sein scheint. 

Aber was wäre mit einer Tour in Richtung Nord- und Ostsee? Wir haben gute Erinne­rungen an die Touren nach Ostfries­land und an die deutsche Ostsee­küste. Da gibt es sicher noch ein paar Perlen zu entdecken!

Und vielleicht können wir sogar noch ein paar Stationen in Branden­burg anlaufen, wo es uns im vergan­genen Herbst so gut gefallen hat.

Sommer: Schweiz und Korsika

Wenn es so richtig gut läuft, könnten wir im Sommer schon geimpft sein. Es sieht zwar momentan alles andere als wahrschein­lich aus, dass wir im Frühsommer schon zu den Glück­li­chen gehören könnten, aber ich habe die Hoffnung, dass durch eine höhere Impfquote zu diesem Zeitpunkt die Infek­ti­ons­zahlen auf ein Maß wie im letzten Jahr schrumpfen könnten.

Wir würden dann wahnsinnig gerne im Juni nach Korsika, mit einem Zwischen­stopp in der Schweiz. 

Denn Korsika ist ein Ziel, das wir buchstäb­lich seit Jahrzehnten auf dem Zettel haben und unerklär­li­cher­weise noch nie besucht haben. Eine Freundin hat es uns so beschrieben: „So schön wie Irland, nur in trocken und warm.“ Wenn das stimmt, wird das Liebe auf den ersten Blick – vor allem, wenn man bedenkt, dass da auch noch franzö­si­sche Küche dazu kommt…

Herbst: Lappland

Im frühen Herbst gehen wir fest davon aus, geimpft zu sein. Dann sollte einer Reise nach Schweden nichts mehr entge­gen­stehen. Wir möchten dann gerne drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: 

Zum einen würden wir dann endlich mal den Norden Schwe­dens kennen­lernen, der eigent­lich genau unser Ding sein müsste: viel Einsam­keit und grandiose weite Landschaft. 

Des Weiteren könnte es eine ganz zauber­hafte Färbung des Herbst­laubs zu sehen geben. Ganz anders als im Indian Summer in Kanada und Neueng­land, aber nicht weniger beein­dru­ckend. Und weil sie dort so früh statt­findet, können wir die Laubfär­bung Zuhause dann gleich noch mal genießen. Win-win!

Und zu guter Letzt kann man ja, wenn man eh schon dort oben rumfährt, mal eben einen Abste­cher nach Norwegen zu den Lofoten machen. Die haben wir ja auch schon seit Ewigkeiten auf der Liste und können gar nicht glauben, dass wir noch nie dort waren.

Winter: Schott­land

Ja, richtig gehört! Während im kommenden Winter wahrschein­lich Gott und die Welt in den warmen Süden flüchtet (einfach, weil man es wieder kann!), wollen wir gerne in unser geliebtes Schott­land zurück. Corona sollte bei der briti­schen Impfge­schwin­dig­keit im kommenden Winter kein Thema mehr sein. Und es sieht alles so aus, dass auch nach dem endgül­tigen Brexit Reisen mit Haustieren weiterhin problemlos möglich sein werden. Hurra!

Auf diese verrückte Idee gebracht hat mich mein Namens­vetter Michael mit seinem mehr als lesens­werten Reise­be­richt mit wunder­baren Fotos im Womoforum. Was für ein herrli­ches Licht! 

Und ein Highlight, was wir auf jeden Fall mal miter­leben wollen, ist das Wikin­ger­fes­tival Up Helly Aa, das Ende Januar mit viel Feuer und sogar einem brennenden Wikin­ger­schiff auf den Shetland­in­seln gefeiert wird. So eine Art schot­ti­scher Karneval, nur mit besserer Musik.

Wer das ganze mal sehr unter­haltsam erklärt haben will, guckt das Youtube-Video, was sich alleine schon für den herrli­chen schot­ti­schen Zungen­schlag der Sprecherin Marjo­lein Robertson lohnt. Versprochen!

So viele Unwägbarkeiten

Aber wir wissen, dass das im Augen­blick vor allem Träume sind. Was am Ende wirklich möglich ist, werden wir sehen. 

Und wenn es am Ende des Jahres 2021 „nur“ Reise­ziele in Branden­burg, Bayern oder Baden-Württem­berg gewesen sind, werden wir wahrschein­lich trotzdem das beste draus machen und uns wieder mal wundern, wie schön es auch schon vor unserer erwei­terten Haustür ist. 

Das wichtigste aber, bis ihr hoffent­lich in ein paar Wochen wieder was von uns lest: Bleibt gesund!

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